Testbericht

Test: Surroundset KEF T 305

28.7.2011 von Wolfram Eifert

Das KEF T 305 (1800 Euro) ist optisch auf Zurückhaltung bedacht und besteht aus fünf extrem flachen Satelliten und einem Woofer der ganz auf Präzision gezüchtet ist. Klanglich ist seine kultivierte und unaufgeregte Spielweise der begeistert.

ca. 1:40 Min
Testbericht
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KEF T 305
KEF T 305
© Julian Bauer
KEF T 305
In den geöffneten Satelliten sind zwei extrem flache Konus-Treiber zu erkennen. Hochtöner und Weiche wurden mittig montiert.
© Archiv

Der üppige Platzbedarf und die damit einhergehende optische Dominanz gängiger Lautsprechersysteme bringt viele Medienfans in Konflikte. Einerseits möchte man edlen Mehrkanalsound mit all seinen Vorzügen genießen, andererseits soll das Wohnzimmer nicht aussehen wie ein Tonstudio - randvoll mit Technik und letztlich nicht mehr gemütlich.

KEF T 305
Der Woofer wird von unten her verkabelt und lässt sich über Schalter klanglich tunen.
© Julian Bauer

Dass klangstarke Schallwandler auch sehr dezent gestaltet werden können, zeigt nun der britisch-chinesische Anbieter KEF mit seinem neuen T-Konzept, bestehend aus einem eigens für die Serie entwickelten Subwoofer sowie fünf ultraflachen Strahlern, die in zwei Größen, besser gesagt: Längen hergestellt werden.

Denon AVR 3311
Passende AV-Receiver: Der überaus transparent und detailreich klingende Denon AVR 3311 besitzt den Drive, der die kultivierten KEFs in Hochform bringt. Das 1400-Euro-Prachtstück ist netzwerkfähig.
© Archiv

Die Bausteine sind in mattem Anthrazit gehalten, das keine Lichtreflexe erzeugt, und verfügen über eine größtenteils blickdichte Stoffbespannung, die jeden hochtechnisierten Eindruck vermeidet.

KEF T 305
Frequenzgang & Impedanz: Leicht welliger Verlauf, im Mittel noch ausgewogen; Impedanz >3,3 Ohm
© stereoplay

Der Clou des Systems ist die überaus geringe Bautiefe der Satelliten von lediglich 3,5 Zentimetern, auch bei angeschlossenen Kabeln. Deutlich tiefer baut mit knapp 18 Zentimeter nur der Subwoofer, doch auch er zählt eindeutig zu den zierlichsten seiner Art.

Durch ihre geringe Tiefe passen die Systeme perfekt zu Flachbildschirmen und können ebenso platzsparend wie sozialverträglich an der Wand hängen. Wer keine Löcher bohren mag, kann die mitgelieferten kleinen Füße einsetzen.

KEF T 305
Pegel- & Klirrverlauf Woofer: Bei Boost +12 dB ausgewogen, tiefreichend und noch ordentlich pegelfest.
© stereoplay

Die 1,5 Kilogramm leichten Satelliten wirken unscheinbar, stecken aber voller modernster Technik. Oberstes Glanzstück der Baureihe sind die Tiefmitteltöner, die trotz ihrer geringen Tiefe satte 8 Millimeter Hub ermöglichen.

Die Schalldruckreserven lagen bei 100 Dezibel je Satellit, die untere Grenzfrequenz freifeldbezogen um 120 Hertz (-6 dB). Bei einer oberbassfördernd wandnahen Aufstellung und im Verbund mit dem pegelfesten Woofer erwächst daraus ein vollwertiges Boxensystem, das einen normal großen Raum kraftvoll anschieben kann.

Konstante Klangfarben auf allen Kanälen, bei Designboxen leider keine Selbstverständlichkeit, waren für das KEF-Set kein Problem. Hier macht sich der Einsatz von fünf gleich bestückten Einheiten positiv bemerkbar. Lediglich der Center fällt etwas aus der Reihe, weil der an sich gleiche Strahler liegend ein anderes Winkelverhalten zeigt.

Die Satelliten sind für eine wandnahe Aufstellung optimiert - was prompt den besten Klangeindruck ergab. Vielschichtige und natürliche Klangfarben wurden von einem substanziellen Bass- und Grundton begleitet, der die niedrige Bautiefe vergessen ließ.

Bei höheren Frequenzen war der Klangeindruck eher kultiviert als überschwänglich. Trotz der vordergründig maßvollen Dynamik kamen Dialoge klar und verständlich, das Hören geriet so stressfrei und angenehm. Optisch ist das T 305 sowieso eine Klasse für sich.

KEF T 305

KEF T 305
Hersteller KEF
Preis 1800.00 €
Testverfahren 1.0

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