Smartphone

Vodafone Smart Platinum 7 im Test

Vodafone konnte bereits mehrfach mit starken Smartphones für kleines Geld glänzen. Nun greift der Netzbetreiber mit dem Smart Platinum 7 eine Preis- und Größenklasse höher an. Wir haben das 5,5-Zoll-Smartphone getestet.

Vodafone Smart Platinum 7

© Vodafone

Vodafone Smart Platinum 7

Pro

  • feine Materialien
  • tolle Verarbeitung
  • brillantes OLED-Display
  • einfache Bedienung
  • umfangreiche Ausstattung
  • 23 GB interner Speicher
  • 16-MP-Kamera macht gute Fotos
  • Fototaste
  • Fingerprintsensor
  • Wechselspeicherslot

Contra

  • schwacher UMTS-Empfang
  • wenig Ausdauer im Displaybetrieb
  • kein USB-C-Anschluss
  • Akku fest verbaut

Fazit

connect-Testurteil: gut (421 von 500 Punkten)
84,2%

Die Vodafone-Smartphones der jüngsten Vergangenheit genießen in der connect-Redaktion, und nicht nur dort, einen ausgezeichneten Ruf. Das kommt nicht von ungefähr. Vor allem in puncto Preis-Leistung konnte etwa das günstige Smart Prime 6 glänzen. Doch mit dem englischen Understatement ist es vorbei, denn der (noch) in Großbritannien beheimatete Netzbetreiber Vodafone geht neuerdings mit dem Phablet Smart Platinum 7 für 400 Euro ohne Vertrag in der Oberklasse auf Kundenfang.

Gefertigt wird das Vodafone Smart Platinum 7 vom chinesischen Spezialisten TCL, der hierzulande vor allem als Hersteller der Alcatel-Geräte bekannt ist. Und so verwundert es auch nicht, dass es zwischen dem Smart Platinum 7 und dem Alcatel Idol 4S viele Gemeinsamkeiten gibt - was ganz sicher keinen Nachteil darstellt, denn das 4S konnte durch die Bank überzeugen und fuhr mit der Testnote "sehr gut" ein Topergebnis ein.

Hochwertiges Stück Technik

Das Vodafone-Phablet stellt jedenfalls gleich auf den ersten Blick klar, dass es sich hier um ein besonders hochwertiges Stück Technik handelt: Das Smart Platinum 7 trumpft mit einem mattschwarzen Aluminiumrahmen, Stereo-Lautsprechern auf der Front sowie kratzhemmenden Gorilla-Glas-Oberflächen auf Vorder- und Rückseite auf. Letztere ziert zudem nicht nur ein feines Muster, sondern auch griffgünstig angeordnet ein Fingerprintsensor. Im Test verrichtete dieser seinen Job zuverlässig und sicher. Auch die Einrichtung gelang problemlos, was im Vergleich zu manchen namhaften Mitbewerbermodellen gar nicht so selbstverständlich ist.

Vodafone Smart PLatinum 7 Fingerprintsensor

© Screenshot WKEA / connect

Der Fingerprintsensor des Vodafone sitzt griffgünstig auf der Rückseite. Er lässt sich einfach konfigurieren und funktioniert zuverlässig.

Komplettiert wird die erstklassige Haptik von fein geriffelten Tasten an den beiden Geräteseiten. Neben den obligatorischen Drückern für die Lautstärke, Ein/Aus und die Displaysperre gibt es einen zusätzlichen Knopf, der doppelt gedrückt die Kamera startet, als Auslöser dient und sich alternativ auch mit anderen Funktionen belegen lässt.

Besonders hervorzuheben ist zudem das OLED-Display im stattlichen 5,5-Zoll-Format. Die Anzeige löst mit hohen 1440 x 2560 Pixeln auf und erreicht so eine feine Pixeldichte von 534 ppi. Die Strahlkraft der Vodafone-Anzeige hinkt den aktuell besten Displays mit selbstleuchtender OLED-Technik und 365 cd/m2 zwar etwas hinterher, ist für die meisten Einsatzbereiche aber vollkommen in Ordnung. In Sachen Darstellung gab es sowieso nichts zu kritisieren: Sämtliche Inhalte, allen voran Bilder, Spiele und Videos, wurden brillant und kontraststark wiedergegeben.

Vodafone Smart Platinum 7

© Vodafone

Die gute 16-Megapixel-Kamera des Smart Platinum 7 bietet neben dem Panorama- und Automatikmodus auch den manuellen Betrieb.

Volles Ausstattungsprogramm

Ganz in seinem Element ist das Vodafone-Phablet beim Thema Ausstattung, denn davon hat das gute Stück reichlich zu bieten. So sorgt die Kombination aus der bis zu 1,8 GHz schnellen Octa-Core- Plattform MSM8976 von Qualcomm sowie die üppigen 3 GB an Arbeitsspeicher für ein besonders flottes Bedienerlebnis im Alltag. Auch aufwendige Spiele ließen sich mit dem Smart Platinum 7 ruckelfrei daddeln. Dazu gesellen sich über 23 GB an frei verfügbarem Nutzerspeicher, der sich bei Bedarf auch einfach und günstig über eine Micro-SD-Speicherkarte erweitern lässt.

Die Connectivity ist ebenfalls auf der Höhe der Zeit, denn mit LTE Cat.6, HSPA+, NFC, Bluetooth 4.2 und schnellem ac-WLAN hat das Vodafone alle wichtigen Standards an Bord. Lediglich ein schneller und moderner USB-C-Anschluss steht auf der Vermisstenliste.

Einen guten Eindruck hinterließ auch die 16-Megapixel- Kamera, die mit Autofokus und einem Fotolicht aufwarten kann. Softwareseitig gibt es einen manuellen und einen Panorama-Modus sowie eine HDR-Option. Videos werden auf Wunsch in 4K-Auflösung aufgezeichnet, zudem gibt es eine Zeitlupenfunktion. Die Bildqualität war bei gutem Licht top und auch bei schwacher Beleuchtung in Ordnung, wobei hier natürlich der Rauschanteil steigt.

Vodafone Smart Platinum 7 Hauptmenü

© Screenshot WEKA / connect

Das Hauptmenü des Smart Platinum 7 wird von den zahlreichen Google-Apps dominiert. Dazwischen finden sich ein paar Vodafone-Kreationen.

Die Bedienung gelang dank nahezu nativer Android-Oberfläche in der Version 6.0.1 kinderleicht. Lediglich vereinzelte Vodafone-Apps und -Widgets sorgen hier für Abwechslung oder Verwirrung - je nach Kenntnisstand.

Mankos im Labor

So gut sich das Vodafone bis hierher präsentierte, leider offenbarte das Phablet im Labor einige Schwächen. Vor allem der maue UMTS-Empfang und die durchschnittliche Ausdauer im Displaybetrieb kosten Punkte. Die Gesprächszeiten, allen voran im UMTS-Einsatz, waren dagegen top. Aufgrund der genannten Mankos schrammt das Smart Platinum 7 knapp an einem "Sehr gut" vorbei. Dennoch kann es mit toller Haptik, feinem Display und starker Ausstattung überzeugen und ist eine echte Alternative in der Oberklasse.

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