Smartphone

ZTE Blade A6 im Test

Durch den 5000-mAh-Akku erlangt das ZTE Blade A6 eine lange Ausdauer. Ob das preisgünstige Smartphone auch sonst überzeugen kann, zeigt der Test.

ZTE Blade A6 - Frontansicht

© ZTE

ZTE Blade A6

EUR 150,79

Pro

  • hohe Ausdauer
  • klassenbezogen gute Performance
  • 22,5 GB verfügbarer Speicher
  • manuelle Einstellmöglichkeiten der 13-MP-Kamera
  • insgesamt gute Sendeleistungen
  • Steckplatz für zweite Nano-SIM- oder Micro-SD-Karte
  • solide Verarbeitung

Contra

  • durchschnittliches LC-Display mit HD-Auflösung
  • ausbaufähige Fotoqualität bei schwierigeren Lichtverhältnissen
  • nur 2,4-GHz-WLAN
  • Micro-USB -Anschluss

Fazit

connect-Testurteil: gut (388 von 500 Punkten)
77,6%

In niedrigeren Preisregionen sind Smartphones mit einer typischen Ausdauer jenseits der Acht-Stunden-Marke eine Seltenheit. Insofern zählt das Blade A6 des chinesischen Herstellers ZTE schon einmal zu den Ausnahmeerscheinungen. Vollgeladen hält der fest eingebaute 5000-mAh-Akku im connect-Nutzungsmix satte 9:07 Stunden durch.

Das Phone als Powerbank

Angenehmer Nebeneffekt für alle, die ihr Smartphone nicht permanent in Gebrauch haben: Ein vollgetanktes Blade A6 kann unterwegs als Powerbank dienen und auch andere USB-fähige Mobilgeräte wie beispielsweise eine Action-Cam aufladen. In dem Karton unseres Testgeräts lag das erforderliche Adapterkabel (Micro-USB-auf-USB-Typ-A-Buchse) bereits bei. Muss das Blade A6 selbst einmal an die Steckdose, dauert ein Ladevorgang bei nahezu entleertem Akku etwa zweieinhalb bis drei Stunden.

Ein superschlankes Unibody-Metallgehäuse und ein nahezu formatfüllendes Display bleiben auch bei diesem Vertreter der 200-Euro-Liga Wunschdenken. Grundsolide gefertigt ist der 160 Gramm schwere, stabile Gehäuseriegel aber allemal. Dem „total normalen“ Design verleiht ein Materialmix aus Aluminium und Kunststoff die gewünschte Wertigkeit. Im Randbereich unter dem Bildschirm bringt ZTE die nacheiner Berührung kurzzeitig leuchtenden Android-Navigationstasten unter.

Testsiegel connect gut

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel connect gut

Standesgemäße Hardware

Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdruckscanner zum komfortablen Entsperren des Smartphones. Die inneren Werte passen ebenfalls: Der verbaute Systemchip, ein Qualcomm Snapdragon 435, ist in der unteren Mittelklasse angesiedelt. Für die Praxis heißt das: Im Zusammenspiel mit dem3 GB großen Arbeitsspeicher meistern die acht Prozessorkerne die alltäglichen Anforderungen an ein zeitgemäßes Smartphone nahezu mühelos. Speicherplatz gibt es ebenfalls genügend: Die eigenen Apps und Dateien können sich auf 22,5 GB breitmachen. Wird mehr gewünscht, ist der Steckplatz für eine Micro-SD-Karte mit bis zu 128 GB gefragt. Statt dieser kann aber auch eine zweite Nano-SIM-Mobilfunkkarte eingesetzt werden.


ZTE Blade A6

© ZTE

Hinten der Fingerabdrucksensor und die 13-MP-Hauptkamera mit LED-Licht. Vorne die übersichtliche Mifavor-Benutzeroberfläche.

Schwächelndes Display 

Nicht auf der Höhe der Zeit ist das 5,2 Zoll große LC-Display. Die geringere HD-Auflösung (720 x 1280 Pixel) fällt im täglichen Umgang weniger ins Gewicht als die gemessene, auch sichtbar geringe Leuchtkraft von 304 cd/m2. Und auch das Kontrastverhältnis von 1:760 liegt unter den heutigen Erwartungen. Inhaltlich ist auf dem Bildschirm deutlich mehr geboten: ZTE setzt im Blade A6 auf Android 7.1.1 und seine schlanke Bedienoberfläche Mifavor 4.2. Da hier die klassische App-Übersicht fehlt, sind alle Anwendungen von Haus aus in Ordner gegliedert und auf mehrere Startbildschirme verteilt. Zusatzanwendungen zur Systemüberwachung und die App „Privater Bereich“ für mehr Sicherheit sind bereits ab Werk verfügbar. Gängige Büroanwendungen zur Textbearbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationserstellung muss der Anwender selbst installieren. Fingereingaben wurden in den meisten Fällen unmittelbar ausgeführt, Programmstarts können schon mal einen Moment dauern.

ZTE Blade A6 - Privater Bereich

© ZTE

Mit der App „Privater Bereich“ lassen sich Zugangssperren einrichten und Dateien verschlüsseln.

Adäquate Kamera 

Die rückseitige 13-Megapixel- Kamera nahm sich etwas Zeit zur automatischen Einstellung der Fokussierung und Belichtung. Gut für versierte Smartphone- Fotografen: Die manuellen Einstelloptionen fallen opulent aus. Sogar ein Histogramm zur Beurteilung der Helligkeitsverteilung ist zuschaltbar. An klaren Tagen wirkte die Farbdarstellung lebendig. Hier passte die Bildqualität der Aufnahmen. Schärfe und Dynamik nahmen jedoch bei schwierigeren Lichtbedingungen früh ab. Die Fixfokus- Frontkamera löst mit ihren acht Millionen Bildpunkten recht gut auf. Hier stört die unausgereifte LED-Steuerung, die je nach Bedarf von Hand einoder ausgeschaltet werden muss. Die grundlegende Verbindungsvielfalt ist mit LTE der Kategorie 4 , Bluetooth 4.1 und Standard-WLAN im 2,4 GHz- Band vorhanden – auch wenn die aktuell höchsten Tempoklassen ebensowenig unterstützt werden wie Telefongespräche in den 4G-Netzen (VoLTE) und der Nahfunk NFC.

ZTE Blade A6 Kamera

© ZTE

Mehr aus der Kamera herausholen: Manuelle Einstellungen erweitern die fotografischen Möglichkeiten.

Fazit: Insgesamt ein starker Auftritt

Das Messprogramm spulte das Blade A6 souverän ab: Sowohl die Akustik als auch die Funkleistungen in den Mobilfunknetzen bewegten sich meist im grünen Bereich. Die hohe Ausdauer und das gute Abschneiden im Labor führt hier zu einem überraschend positiven Gesamtergebnis. Wer mit einem mittelmäßigen HD-Display leben kann, erhält mit dem ZTE Blade A6 für relativ kleines Geld nicht nur einen starken Akku, sondern auch ein starkes Smartphone.

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