Kaufberatung Zusatzakkus

Akkupacks: Darauf müssen Sie beim Kauf achten

27.1.2015 von Tim Kaufmann

Sie suchen ein Akkupack, einen externen Zusatzakku, mit dem Sie Handy oder Tablet unterwegs laden können? Wir erklären, worauf Sie beim Kauf eines Akkupacks achten sollten und wie Sie die passende Größe berechnen.

ca. 3:55 Min
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Externer Akku
Externer Akku
© Archiv

Der Erfolg von Akkupacks ist leicht zu erklären: Es ist fast unmöglich, ein Smartphone intensiv zu nutzen, ohne dabei den Akkustand im Auge zu behalten. Facebook checken, Fotos machen, navigieren - all das nuckelt kräftig am Akku. Und dass Hersteller lieber noch dünnere Geräte produzieren, statt den gesparten Raum für leistungsstärkere Akkus zu nutzen, macht es auch nicht besser.

Solange sich immer ein Computer mit USB-Anschluss oder eine Steckdose in der Nähe finden, ist der Stromhunger aktueller Mobilgeräte kein Problem. Kritisch wird es aber, wenn die Möglichkeit zum Aufladen fehlt. Dann muss ein zusätzlicher Akku her. Am besten ein externer, denn der funktioniert mit allen Geräten und lädt auch mal eben das Smartphone eines Kumpels auf.

Auf den ersten Blick sind die sogenannten Akkupacks simple Geräte. Zuhause aufladen, unterwegs das Strom suchende Smartphone oder Tablet per USB anschließen, fertig. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die Sie bei der Anschaffung achten sollten, damit der Akku seinen Dienst perfekt erledigt.

Kaufkriterium 1: Die Kapazität des Akkupacks

Je mehr Strom ein Akkupack speichern kann, um so häufiger können Sie damit Geräte aufladen, ohne ihn selbst neu zu betanken. Doch mit der Speichergröße wachsen auch der Umfang des Akkus und sein Gewicht. Ziel ist es also, das kleinstmögliche, vom Speichervolumen aber ausreichende Akkupack zu kaufen.

Dazu hilft als erstes ein Blick auf die Geräte, die Sie typischerweise aufladen möchten. Nehmen wir als Beispiel ein iPhone 6 (Test) und ein Samsung Galaxy S5 (Test). Eine kurze Suche im Web (Gerätename und "mAh") zeigt die Größe deren integrierter Akkus, nämlich 2.195 mAh beim iPhone und 2.800 mAh beim S5.

Also einfach einen 2.200 mAh fassenden Akku für das iPhone beziehungsweise 2.800 mAh für das Galaxy kaufen und schon ist die Akkulaufzeit verdoppelt? Auch wenn die Hersteller das vorgaukeln ist die Rechnung etwas komplizierter. Die meisten externen Akkus weisen eine Zellspannung von 3,7 Volt auf, während Smartphones in der Regel mit 5V arbeiten. Deshalb müssen Sie von der Herstellerangabe etwa 30 Prozent abziehen. Sie rechnen also wie folgt:

  • Größe des integrierten Akkus * (Laufzeitzuwachs - 1) * 1,3 = Größe des Akkus

Wollen Sie die Laufzeit des iPhone-Akkus mit einem externen Akku verdreifachen, würden Sie also so rechnen:

  • 2.195 mAh * (3 - 1) * 1,4 = 6.146 mAh

Würden Sie beide Geräte täglich einmal komplett aufladen wollen, lautet die Rechnung dazu:

  • (2.195 mAh + 2.800 mAh) * (2-1) * 1,4 = 6.993 mAh

Kaufkriterium 2: Umfang und Gewicht

Die kleinsten externen Akkus speichern etwa 1.500 bis 2.500 mAh und haben die Größe eines Lippenstiftes. Sie eignen sich also gerade noch, um sie gemeinsam mit einem Smartphone in die Hosentasche zu stecken. Das ist handlich und erlaubt eine fast uneingeschränkte Weiternutzung des Gerätes während es geladen wird. Ein typischer Vertreter ist das PNY Power Pack 2.600. Noch eleganter sind Smartphone-Hüllen mit integriertem Akku, wie sie zum Beispiel Mophie für verschiedene Geräte herstellt.

PNY Power Pack 2600
Kleine Akkus wie das PNY Power Pack 2.600 lassen sich gemeinsam mit dem Smartphone in der Hosentasche verstauen. Das erleichtert die Nutzung des Smartphones während des Ladens.
© Archiv

Akkus mit mehr Strom wiegen schwerer und sind größer. Zum Beispiel bringt es der ZNEX V'Bee mit 255 Gramm auf das Gewicht eines richtig dicken Smartphones. Dafür stellt er aber auch rund 7.000 mAh bereit. Im Zug oder Flugzeug ist das kein Problem. Möchten Sie aber ein Smartphone während des Stadtbummels laden, dann verschwinden beide Geräte am besten in einer Umhängetasche. Mal schnell ans Telefon gehen oder ein Foto machen ist dann kaum noch möglich.

Mophie Akku
Mophie liefert Smartphone-Hüllen mit integriertem Akku. Sie schützen das Gerät und laden es gleichzeitig auf - praktisch!
© Mophie

Kaufkriterium 3: Die Anschlüsse

Die kleinsten Akkus bieten lediglich einen USB-Anschluss. Hier stecken Sie das Ladekabel Ihres Smartphones oder Tablets ein, um es zu laden. Komfortabler finden wir Akkus, bei denen ein kurzes Stück Kabel integriert ist. Zum Beispiel liefert EasyAcc Akkus mit 10cm kurzem Lightning-Kabel - ideal für aktuelle Apple-Geräte. Nur größere Akkus bieten mehrere Anschlüsse und damit die Möglichkeit, viele Geräte gleichzeitig zu betanken.

Allerdings ist USB-Anschluss nicht gleich USB-Anschluss. Besonders günstige Akkus liefern lediglich 1 Ampere. Stromhungrige Geräte, insbesondere solche mit großen Displays und Akkus, brauchen an diesen Anschlüssen nach unserem Geschmack viel zu lange, um aufzuladen. Besser sind Anschlüsse mit 2,1 Ampere. Hier können Sie im Zweifel sogar noch ein leistungfressendes Videospiel spielen, während der Akku lädt.

EasyAcc
Akkus wie der EasyAcc iPhone 6 iChoc werden mit integriertem, sehr kurzem Ladekabel geliefert.
© EasyAcc

Am besten werfen Sie vor dem Kauf einen Blick auf die vom Hersteller mitgelieferten Netzteile der Geräte, die Sie mit dem Akku aufladen möchten. Im Kleingedruckten erkennen Sie, mit welcher Stromstärke das Original arbeitet. Weniger sollte der Akku auch nicht liefern. Verbinden Sie ein Smartphone, das mit 1-Ampere-Netzteil geliefert wird, mit einem 2,1-Ampere-Anschluss am Akku, lädt es trotzdem nur mit 1 Ampere - es geht davon aber auch nicht kaputt.

Die meisten externen Akkus werden übrigens per Mini- oder Mikro-USB geladen. Ein entsprechendes Kabel liegt bei, ein Netzteil in der Regel nicht. Sie verwenden am besten das Netzteil eines Smartphones oder Tablets, wenn Sie den Akku zügig aufladen möchten.

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Kaufkriterium 4: Ausstattung

Zur Mindestausstattung eines Akkupacks gehört eine Anzeige, die über den Stromvorrat informiert. Wenigstens drei LED zeigen, ob der Akku voll, halbvoll oder kurz vor dem Ende ist.

Manche Hersteller werten ihre Geräte auch mit Extras auf, zum Beispiel mit mitgelieferten Adaptern für die unterschiedlichsten Smartphones, mit integrierter Taschenlampe und mehr. Nach unserer Erfahrung taugen diese Features nur selten etwas. Es lohnt sich deshalb kaum, mehr dafür zu bezahlen.

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