Updates, Preis und Alternativen

iPhone XS: Lohnt sich der Kauf noch?

Lohnt sich der Kauf des zwei Jahre alten iPhone XS noch? Wir schauen auf Hardware, Performance und Updates und zeigen Alternativen.

© Apple

Lohnt sich das iPhone XS noch?

Apple hat das neue iPhone 12 vorgestellt, und damit gehen die Preise für frühere Modelle weiter runter. Wir haben uns das iPhone Xs noch einmal angeschaut – das erste Dual-SIM-Smartphone von Apple, dank eSIM. Im connect Labor fiel es mit einem besonders hellen OLED auf. Wie gut steht das iPhone Xs – gemessen an den gesunkenen Marktpreisen – heute noch da?

Hardware: Tolles Display, Kamera mit dualer Optik

Mit 690 cd/m² erreichte das iPhone Xs bei der Display-Messung den höchsten Wert unter den im connect Labor gemessenen iPhones bis einschließlich dem iPhone 11 Pro. Seit dem iPhone X verbaut Apple beim iPhone ein True Tone Display im 18:9-Format. Die Diagonale von 5,8-Zoll behielt Apple noch bis zum iPhone 11 Pro bei, ebenso wie die Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixeln. Leichte Verbesserungen bringt bei jüngeren iPhones ein XDR-Display (Extreme Dynamic Range), das durch seinen höheren Dynamikumfang auch den Kontrast erhöht.

Auffälliger sind die Unterschiede zwischen den Kameras der verschiedenen Generationen. Das iPhone Xs besitzt noch eine duale Optik mit einem Weitwinkel und einem Teleobjektiv. Beim iPhone 11 Pro führte Apple eine Triple-Kamera mit zusätzlichem Ultraweitwinkel ein und ersetzt seitdem auch beim Standard-iPhone das Zoomobjektiv durch das Ultraweitwinkel. Zudem implementiert Apple erst seit dem iPhone 11 einen Nachtmodus in seiner Kamera.

Die Bildqualität konnte seinerzeit im connect Labor durchaus beeindrucken und überflügelte auch die des iPhone X, obwohl sich an den Spezifikationen der Kamera nichts geändert hatte. Verantwortlich hierfür zeichnete die verbesserte Bildsignalverarbeitung von Apples A12 Bionic Chip.

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Während man die Performance-Steigerung der Apple-SoCs im Alltag allenfalls beim Gaming wahrnimmt, gibt es bei der Laufzeit der iPhones signifikante Unterschiede, die sich ebenfalls auf Weiterentwicklungen bei den SoCs zurückführen lassen. Dieser wichtige Punkt spräche gegen das iPhone Xs und für das iPhone 11 Pro: Apple beziffert dessen Laufzeitverbesserung gegenüber dem iPhone Xs auf bis zu 4 Stunden und führt das unter anderem auf die verbesserte Energieeffizienz des A13 zurück. Im Laufzeittest des connect Labors blieb die ermittelte Laufzeit des iPhone Xs mit 8:33 etwa zwei Stunden zwanzig hinter der des Nachfolgers.

Im WLAN unterstützt das iPhone Xs das schnelle ac-WLAN, jedoch noch nicht Wi-Fi 6. Um beim Spielen oder Streamen von Videos Verzögerungen bei der Übertragung zu minimieren oder auszuschließen, braucht es freilich auch einen kompatiblen Router.

Apropos Videos: Erst das 2019er iPhone brachte eine Unterstützung für Dolby Atmos mit, die dem iPhone Xs ebenfalls noch fehlt. Dolby Vision unterstützt Apple bei der Wiedergabe von Videos bereits seit dem iPhone X. Aufnahmen mit Dolbys HDR-Technologie gehören dagegen erst zu den Errungenschaften des noch neuen iPhone 12.

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Software – dank iOS-14-Update weiterhin aktuell

Gerade erst hat Apple iOS 14 verteilt. Zu den iPhones, die in den Genuss der veränderten Widget-Darstellung und des neuen Übersetzers auf dem iPhone kommen, zählt auch das iPhone Xs.

Darüber hinaus bietet Apple einiges an kostenloser Software für das iPhone an, die man bei Androiden nicht vollumfänglich umsonst oder nur werbefinanziert bekommt. Dazu zählen die Office-Apps Pages, Numbers und Keynote und iMovie, eine Software, mit der man aus seinen eigenen Videos ansprechende Filme zusammenschneiden kann.

Wichtig zu wissen für alle, die bislang noch kein iPhone besaßen: Medien kann man bei Apple nicht einfach per Kabel, Bluetooth oder als Download übertragen wie bei Android-Smartphones. Apple verwaltet Bücher, Musik und Videos in Mediatheken. Um auf dem iPhone Titel hinzuzufügen, muss man sie entweder über iTunes kaufen oder seine bereits vorhandenen Titel über einen Apple- oder Windows-Computer zum iPhone synchronisieren.

Preisentwicklung – auch im günstigsten Fall noch über 600 Euro

Das iPhone Xs war das erste Smartphone mit einem Speicherangebot von 512 GB. Die Alternativen Größen lauten 64 oder 256 GB.

Im Erscheinungsjahr kostete das iPhone Xs je nach Speichergröße 1.149 Euro (64 GB), 1.319 Euro (256 GB) oder 1.549 Euro für die Variante mit 512 GB.

Wer beim iPhone Xs nochmal zuschlagen will, sollte den Markt gut beobachten: Während sich die kleinste Speichervariante derzeit bei etwa 630 Euro einpendelt, ist der Preis für das iPhone mit 256 GB zuletzt sogar wieder auf um 900 Euro gestiegen, nachdem es im Sommer für einen längeren Zeitraum für unter 800 Euro zu bekommen war. Auch die größte Speichervariante unterliegt hohen Preisschwankungen: An einzelnen Tagen bekommt man das iPhone Xs mit 512 GB nicht unter 1.200 Euro, an anderen zwischenzeitlich auch schon mal für unter 800.

Alternativen

Schaut man sich parallel dazu auch Smartphones mit Android an, gibt es dazu durchaus Alternativen.

Honor 20

Deutlich günstiger ist beispielsweise das schicke Honor 20, das mit 128 GB mittlerweile für unter 300 Euro zu haben ist. Dank des seinerzeit besten SoCs aus der Kirin-Familie ist das Honor 20 immer noch sehr performant.

Die Quad-Kamera löst mit 48 Megapixel deutlich höher auf und überzeugt auch seitens der Bildqualität. Zudem gehört hier bereits ein Ultra-Weitwinkel zur Kameraausstattung. Unklar ist allerdings die Aussicht auf die aktuelle Android Version 11. Das Update auf Android 10 hat das Honor 20 noch erhalten.

Mehr lesen: Honor 20 Pro im connect-Test

ZTE Axon 10 Pro

Auch das Axon 10 Pro von ZTE besitzt eine hochauflösende Kamera und obendrein einen optischen 3-fach-Zoom. Im connect-Labor stellte die Triple-Kamera eine tolle Qualität unter Beweis und das Axon 10 Pro glänzte zudem auch in Punkto Ausdauer: Der Akku, der sich zeitgemäß auch ohne Kabel laden lässt, hielt es im connect Test fast 12 Stunden aktiv. 470 Euro kostet das Axon 10 Pro derzeit im Online-Handel, im September war der Preis auch schon mal unter 400 Euro gefallen.

Mehr lesen: ZTE Axon 10 Pro im Test

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