Die schwache Ausdauer ist eines der letzten großen Ärgernisse aktueller Smartphones. Mit dem iPhone 4S kommt man gerade einmal einen Tag über die Runden, wer zwei Tage ohne Steckdose auskommt, hat es kaum benutzt. Die Akkutechnologie hält mit der wachsenden Funktionsvielfalt und den immer größeren Displays einfach nicht mit. Dabei ist Apples iPhone keine Ausnahme.
Doch mit ein paar Tipps und Tricks können Sie den großen Stromfressern auf den Leib rücken.Wir zeigen, wie das beim iPhone mit iOS 5 funktioniert. Wenn Sie alle Tipps befolgen, holen Sie locker einen Tag mehr damit heraus.
Allerdings müssen Sie dann auch mit einer eingeschränkten Funktionalität leben. Deshalb gilt: Nicht jeder Schritt ist in jeder Situation sinnvoll. Sie müssen selbst entscheiden, auf was Sie in welcher Situation verzichten können.
Klingt banaler als es ist: Schalten Sie das Display immer gleich wieder aus, wenn sie es benutzt haben und warten Sie nicht, bis es automatisch runtergedimmt wird. Dafür einfach kurz auf den Ein/Aus-Schalter oben rechts drücken. Die wohl effizienteste und einfachste Art, Strom zu sparen.
Sie bestimmen übrigens, wie lange das Display noch aktiviert bleibt, nachdem sie das iPhone benutzt haben. Um Energie zu sparen, sollte die automatische Abschaltung natürlich so schnell wie möglich erfolgen. Gehen Sie dazu auf „Einstellungen - Allgemein - Automatische Sperre“ und setzen den Haken auf den niedrigsten Wert.
Überhaupt, das Display. Es ist der größte Stromfresser und wer die Ausdauer verlängern will, muss an erster Stelle hier ansetzen. Ganz entscheidend ist die Helligkeit. Je niedriger sie eingestellt ist, umso weniger Energie wird verbraucht. Nachteil: Wenn Sie den Wert zu weit runter regeln, können Sie an einem hellen Sommertag nichts mehr erkennen. Hier gilt es, einen guten Mittelwert zu finden – im Zweifelsfall ist weniger immer mehr. In jedem Fall sollten sie die Auto-Helligkeit aktiviert lassen und nur das Grundniveau der Beleuchtung anpassen.
Wenn das iPhone nicht mit einem Wlan-Netz verbunden, die Antenne selbst aber aktiviert ist, dann scannt das Gerät die Umgebung alle paar Sekunden nach verfügbaren Wlan-Netzen ab. Klar, dass das auf Dauer eine Menge Strom verbraucht. Also: Schalten Sie Wlan aus, wenn Sie es nicht brauchen.
Neben dem Display ist das der größte Stromfresser. Wenn Sie UMTS in den Einstellungen deaktivieren, dann verdoppeln sie die Laufzeit ihres iPhone locker. Allerdings müssen Sie sich dann auch die Frage gefallen lassen, warum sie überhaupt ein iPhone benutzen. Erst der schnelle mobile Datenempfang macht ein Smartphone zu der Universalmaschine, die es heute ist. Immerhin: Wenn Sie wissen, dass sie in den nächsten Stunden nicht im Internet surfen, können Sie UMTS beziehungsweise 3G zumindest zeitweise ausschalten. Schon das verlängert die Laufzeit enorm.
Das permanente Synchronisieren des Postfaches strapaziert den Akku, weil ständig oder in kurzen Intervallen eine mobile Datenverbindung aktiv ist. Noch verstärkt wird das Problem mit dem Abruf mehrerer E-Mail-Accounts. Wenn Sie die Nachrichten manuell abrufen, dann können Sie eine Menge Energie sparen. Sie werden dann aber auch nicht mehr über eingehende E-Mails informiert.
Wenn das iPhone über Wlan eingebucht ist und nicht aktiv benutzt wird, wird automatisch ein Backup aller Fotos, Dokumente und Einstellungen in Apples iCloud hochgeladen. Auch dieser Prozess verbraucht kostbare Energie und auch in diesem Fall können sie ihn abschalten und stattdessen in regelmäßigen Abständen ein manuelles Backup durchführen.
Nach einem weit verbreiteten Mißverständnis ist der GPS-Sensor ein Stromfresser, tatsächlich wird für den Empfang der Satellitendaten nur sehr wenig Energie verbraucht. Trotzdem: Apple bietet die Möglichkeit, Ortungsdienste auszuschalten, entweder pauschal oder gezielt für einzelne Anwendungen.
Der Equalizer wird von Apple – aus welchen Gründen auch immer – zu den Stromverbrauchern gezählt. Wer Sie die verschiedenen Klang-Profile abschalten, können Sie also auf eine etwas längere Laufzeit beim Musikhören hoffen.
Noch ein Tipp zum Abschluss: Lassen Sie die Finger von sogenannten Akku-Apps, egal ob kostenlos oder kostenpflichtig. Diese Apps haben überhaupt keinen Mehrwert, sie können nichts, was das iOS-System nicht auch kann.