Kaufberatung E-Reader

Welcher E-Book-Reader ist der richtige?

E-Books auf Kindle, Tolino, Kobo oder Tablet: Worin unterscheiden sich die Angebote für digitale Bücher? Welcher E-Book-Reader ist die richtige Wahl? Unsere Kaufberatung zeigt's.

  1. Welcher E-Book-Reader ist der richtige?
  2. Besondere Displaytechnik und Fazit
Kindle E-Book-Reader

© Amazon

Der Kindle ist das Basismodell der E-Book-Reader von Amazon.

Wenn Ihnen angesichts des Volumens, das selbst leichte Literatur mit sich bringt, der Platz im Bücherregal ausgeht, sollten Sie über die Anschaffung eines E-Book-Readers nachdenken. Tausende Bücher haben Sie so platzsparend immer dabei.

Und selbst wenn dieses Potenzial einmal ausgeschöpft ist, kann man seine Lektüre in die Cloud oder auf andere Speicher outsourcen. Eine normale Festplatte von 1 Terabyte Kapazität fasst weit mehr Lesestoff, als in der legendären Bibliothek von Alexandria mit ihren zu Hochzeiten 700.000 Schriftrollen gelagert war.

Wer dem Papierwahnsinn ein Ende bereiten will, ist mit einem E-Book-Reader also auf jeden Fall gut beraten.

Kindle gegen den Rest der Welt

Doch für welches Modell soll sich der geneigte Kunde entscheiden? Für einen Reader, der den von vielen Herstellern unterstützten EPUB-Standard beherrscht, etwa den Kobo? Oder doch lieber für einen Kindle von Amazon, schließlich erfreuen sich diese Modelle außerordentlicher Beliebtheit?

Der neue Amazon Kindle Paperwhite

© Amazon

Der Kindle Paperwhite ist mit Beleuchtung und Touchscreen ausgestattet.

Oder sollte es gleich ein Tablet mit passender Reader-App sein? Das bietet immerhin jede Menge Nutzen über das reine Lesevergnügen hinaus. Die Entscheidung zwischen einem Kindle und einem den offenen Standard EPUB unterstützenden Reader hat zahlreiche Konsequenzen.

Überblick: Alle Ebook-Reader-Tests

So sind beim Kindle die gekauften Bücher an das Amazon-Konto gekoppelt – ohne dieses geht der Zugriff auf die elektronische Bibliothek verloren. Für die Verwaltung von ebenfalls verschlüsselten EPUB mit Kopierschutz und von entsprechend geschützten PDF wiederum ist ein kostenloses Adobe-Konto erforderlich – ohne Anmeldung geht also hier wie da nichts.

Bei elektronischen Büchern im EPUB-Format kann man zwischen verschiedenen Einkaufsquellen wählen. Nachdem der Sony-eigene Shop namens Reader Store geschlossen wurde, finden Nutzer des älteren Sony-Readers PRS-T3 Lesenachschub bei Kobo. Dort gibt es auch den gleichnamigen E-Reader in verschiedenen Ausführungen.

Daneben kann man Literatur beim ehemals unter dem Namen Libri bekannten Shop Ebook.de kaufen. Der ist zudem mit einem regionalen Händlernetzwerk verknüpft, was eine gewisse Unterstützung des Buchhändlers vor Ort ermöglicht. Als E-Book-Reader werden hier die Geräte der Tolino-Familie angeboten.

Zusätzlich bietet sich etwa Mayersche.de zum Stöbern an. Wobei das Angebot an aktuellen Titeln sowohl auf dem proprietären Amazon-Format als auch der offenen EPUB-Plattform zu haben ist; renommierte Verlage beliefern beide Plattformen.

Ebenfalls für beide Plattformen gibt es Reader-Apps für alle gängigen Betriebssysteme, die die erstandene Literatur auch auf Smartphones und Tablets verfügbar machen.

Unterschiedliche Preise

Wer angesichts der Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten glaubt, auf Schnäppchenjagd gehen zu können, wird allerdings schnell enttäuscht. Das Standardrepertoire aktueller Bücher kostet dank deutscher Buchpreisbindung bei allen Anbietern das Gleiche.

Schlimmer noch: Trotz der wegfallenden Kosten für Papier, Druck und Auslieferung sind E-Books meist kaum billiger als ihre physikalisch existierenden Gegenstücke – die man immerhin auch verleihen und verkaufen kann.

Testbericht: 5 E-Book-Reader im Vergleich

Tolino Shine

© Tolino

Den Tolino Shine gibt es unter anderem in den Buchhandlungen von Thalia.

Auch wichtig zu wissen: Bei Neuerscheinungen richtet sich der Preis von E-Books in aller Regel nach dem der gebundenen Ausgabe. In der analogen Welt folgt dem gebundenen Buch nach einiger Zeit meist ein deutlich preiswerteres Taschenbuch. Das ist bei E-Books nicht zwingend der Fall: Eigentlich sollte mit Erscheinen der Taschenausgabe auch der digitale Preis fallen.

Mitunter bleibt der Preis fürs E-Book aber stehen, sodass dieses dann teurer als die Taschenbuchvariante ist – hier heißt es also aufpassen und die verfügbaren Formate prüfen.

Alte Werke, fremde Sprachen

Doch das E-Book taugt trotzdem für Sparfüchse. Alte Werke, deren Urheberrechte 70 Jahre nach dem Tod des Autors erloschen sind, können von Verlagen ziemlich frei verwendet werden. Das hebelt die Buchpreisbindung weitgehend aus.

Wer also vorhat, sich in die Welten populärer, historischer Autoren zu vertiefen, liegt mit einem E-Book-Reader auf jeden Fall richtig. Doch sollte man durchaus vor dem Kauf eines Gerätes und vor dem Kauf des begehrten Werkes Preisvergleiche anstellen. Vergleichen und stöbern lohnt sich.

Ebenfalls nicht von der deutschen Buchpreisbindung betroffen sind fremdsprachige Bücher, sodass auch Leser, die etwa das englische Original der deutschen Übersetzung vorziehen, auf jeden Fall vorab prüfen sollten, ob ihre Lieblingsautoren im Kindle-Format namens AZW, als PDF oder als EPUB preiswerter zu haben sind.

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