Testbericht

Advance Acoustic MAA 705

Kräftige Monoblöcke für 1900 Euro (Paar).

  1. Advance Acoustic MAA 705
  2. Datenblatt
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© Archiv

Die zwei Monoblöcke MAA 705 zeigen mit riesigen, blau illuminierten Instrumenten sehr markant, was in ihnen steckt. Die Endstufen-Ausstattung sieht die Franzosen vorn: Sie bieten zu den protzigen Pegelanzeigern auch symmetrische XLR-Buchsen und gescheite Boxen-Auslässe, die Bananenstecker und Kabelschuhe kontaktieren. Naim schaltet auf stur: nur mit Bananen-Buchsen und dem proprietären DIN-Eingang.

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© Foto: H.Härle

Turmbau: Die zwei Monoblöcke samt Vorverstärker

Messen und Hören

Erwartungsgemäß sticht Advance in der Leistungsmessung die englische Konkurrenz von Naim glatt aus. Interessant die dynamische Analyse des Klirrverlaufs. Hier wird untersucht, wie stark die Amps Klirr - also ganzzahlige Vielfache der eingegebenen Grundfrequenz - in welchem Verhältnis bei zunehmender Leistung dem Messton beigeben. Der dynamische Klirr fiel bei der leistungsschwachen Britin Naim NAP 150x wesentlich gutmütiger aus als bei der kraftstrotzenden Französin Advance Acoustic MAA 705. Weil aber auch diese anerkanntermaßen sehr praxisrelevante Messung nur Anhaltspunkte für den tatsächlichen Klang einer Komponente geben kann, bleibt der Hörtest spannend.

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© Foto: H.Härle

Die symmetrisch aufgebauten Monoblöcke MAA 705 geben bis zu 38 Volt an vier Ohm ab. Das entspricht etwa 320 Watt sinus - und die Leistung will kontrolliert sein

Charakterunterschiede hatte jeder Tester erwartet, ja. Dass die beiden Kombis - sinnvollerweise standen die Gespanne im Fokus - jedoch so unterschiedlich, so sehr abhängig vom Musikmaterial agierten, überraschte die AUDIO-Jury.. Zum beliebten Einstieg mit schöner Frauenstimme kam das neue "Reise"-Livealbum der Lofoten-Fee Kari Bremnes (Audiophile Pop-CD des Monats in 12/07) gerade recht.

Beim Eintauchen in friedfertige Klangbäder, wie sie Felix Mendelssohn mit seiner Ouvertüre "Meeresstille und glückliche Fahrt" einlässt, beeindruckte die wohlige Klangfarben-Temperatur der Advance Acoustic. Wenn das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in Anton Bruckners 5. Sinfonie mit Pauken und Trompeten auftrumpfte, schlich sich über die Naims etwas kratzige Nervosität ins Klangbild, während das Advance-Gespann auch im rasantesten Fortissimo stoisch blieb.

So kommen die Endstufen mit sehr unterschiedlichen Mitteln auf Gleichstand. Musikalische Spitzigkeit spricht für Naim, unspektakuläre Leistung für Advance Acoustic.

Advance Acoustic MAA 705

HerstellerAdvance Acoustic
Preis1900.00 €
Wertung90.0 Punkte
Testverfahren1.0

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