Testbericht

AV-Receiver NAD T 775

Bei Surround, auch bei HD, schien es der NAD T 775 (3250 Euro) mit seiner Neigung zur Sauberkeit fast zu übertreiben. In der Folge wirkte er etwas schlichter als der strahlendere Denon.

  1. AV-Receiver NAD T 775
  2. Datenblatt
AV-Receiver NAD T 775

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AV-Receiver NAD T 775
AV-Receiver NAD T 775

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1) Prinzipiell lassen sich nicht nur zwei, sondern fünf Digital- und AV-Einschübe tauschen. 2) Ingesamt sieben der Relais schalten zwischen Power-Drive-Hochstrom- und -Hochspannungs-Endstufen-Speisung um.

Im Prinzip verlangt auch der NAD, ähnlich wie der Harman, seine Eingänge erst einmal zu konfigurieren. Das gelingt, weil das Gerätedisplay sich weigert, sinnvolle Auskunft zu geben, von vornherein nur mit Hilfe eines Monitors, der weiß auf blau die schlichten Bedienrunen zugänglich macht. Weil der NAD wie der Harman die Eingänge - "Defeat" hin oder her - über Presets mit DSP-Optionen verknüpfen kann, lohnt sich auch hier die Kontrolle.

Wirklich viel gibt es aber an dem T 775 nicht zu verstellen. Daran ändern auch die neuen Einschubmodule AM 200 und VM 100 nicht viel. Mit ihnen brachte NAD seinen seit rund einem Jahr verkauften Multikanaler auf den aktuellen Stand, der nun HD-Decoder, Audyssey-Auto-Setup und Videokonvertierung umfasst. Dürfen T-775-Besitzer die Modul-Kombi für 750 Euro nachkaufen, gibt es für 200 Euro Aufpreis einen Einschub names VM 200, der mit einem professionellen VXP-Videoprozessor von Sigma arbeitet. Im Gegensatz zum einfacheren ADV 7802 im VM 100 de-interlaced und skaliert dieser dann auch HDMI-Signale.

AV-Receiver NAD T 775

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Neben dem Steueranschluss für ein iPod-Dock (1) bietet der NAD auch eine Buchse (2) für ein DAB-Modul an, das stereoplay wegen Unsicherheit dieses Systems aber nicht empfiehlt.

In den Augen der Tester wichtiger: Dass der NAD alle Kanäle (auch die für die Nebenräume) mit feinen einzelnen PCM 1791 D/A-wandelt und dass seine in Notfällen Ventilator-gekühlten sieben Endstufen mit der in Vollverstärkern bewährten Power-Drive-Technik arbeiten (C 375 BEE in 6/09).

Ergo meißelte, formte, feinzeichnete der schon bei Radio gut klingende NAD ein unfassbar reines, von erzkräftigen Bässen getragenes CD-Geschehen heraus - auch da, wo der AVR 4810 von Denon schon dies oder jenes vernebelte.

Bei Surround, auch bei HD, schien es der NAD mit seiner Neigung zur Sauberkeit fast zu übertreiben. In der Folge wirkte er etwas schlichter als der strahlendere Denon. Wer Stereo im Schilde führt und nur ab und zu surroundet, weiß aber, wie er sich zu entscheiden hat.

NAD T 775

HerstellerNAD
Preis3250.00 €
Wertung54.0 Punkte
Testverfahren1.0

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