Testbericht

D/A-Wandler NuForce Icon HDP

Der Begriff Klirr ist dem NuForce Icon HDP (450 Euro) völllig fremd, es finden sich nur mikroskopische Spuren davon.

  1. D/A-Wandler NuForce Icon HDP
  2. Datenblatt
D/A-Wandler NuForce Icon HDP

© Archiv

D/A-Wandler NuForce Icon HDP

Der Name HDP steht für "Headphone Amp, DAC, Preamplifier" und beschreibt schon recht gut, was der kleine NuForce alles kann. Was man dem Kästchen nicht gleich ansieht, sondern in Messlabor- und Hörraum-Sessions erst Schritt für Schritt erkunden muss, ist die Qualität, mit der es seine vielfältigen Aufgaben erledigt. Selten hat der Tester angesichts eines 450-Euro-Geräts so gestaunt.

D/A-Wandler NuForce Icon HDP

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Komplett: Mit Lautstärkeregler, analogen und digitalen Eingängen taugt der HDP als Herz einer ultramodernen Understatement-Anlage.

Mit digitalen Zuspielern nimmt der HDP über Koax, USB oder Lichtleiter Kontakt auf. Letzterer Eingang ist als kombinierte optisch-elektrische Miniklinke ausgeführt und dient auch als zweiter Analogeingang. Es gibt also insgesamt fünf Eingänge, der solide rastende Wahlschalter bietet aber nur drei Stellungen: "U" für USB, "D" für Digital, "A" für Analog. Liegt an beiden Digitaleingängen ein Signal an, hat der optische automatisch Vorfahrt.

Warum das so ist, bleibt das Geheimnis des NuForce-Entwicklers.Es ist nur ein Geheimnis von vielen. Auch die im HDP verbauten Chips bleiben anonym, sämtliche Käfer besitzen eigene "NU"-Typennummern. Der Verdacht, auf diese Weise solle Billigmaterial diskret kaschiert werden, könnte nicht weiter hergeholt sein - schon im Labor wird er endgültig widerlegt: 113 dB Abstand hält der DAC zum Rauschen ein, beim Analog-Eingang sind es ebenfalls sehr gute 102dB.

D/A-Wandler NuForce Icon HDP

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Doppeldecker: Das Digitalboard beherbergt einen 24/96-tauglichen USB-Controller (oben) und den Wandlerchip - beide Marke "NU".

Mit drei Volt Ausgangsspannung und 100 Ohm Ausgangswiderstand setzt die Ausgangsstufe den Anlagen-Projekten des Benutzers keine Grenzen, und auch der Kopfhörerverstärker (ein in Class A laufender Chip, der tüchtig warm wird) ist niederohmig und leistungsstark genug für Spitzenhörer. An denen der NuForce dann auch enorm feinauflösend klingt. An der Referenzanlage (und besonders direkt an der Endstufe) tönte der Alleskönner etwas schlanker und obenherum heller als die dreimal so teuren "großen" DACs in diesem Test, verblüffte aber auch mit einer äußerst suggestiven Raumdarstellung - ein verrücktes kleines Ding mit Kultpotenzial.

NuForce Icon HDP

HerstellerNuForce
Preis450.00 €
Wertung110.0 Punkte
Testverfahren1.0

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