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Testbericht Google Nexus 7 im Test

von
Google Nexus 7
Labortest
71,4 %
Zuletzt aktualisiert: 21.09.2014
Asus Nexus 7
Tablets
Pro
  • schneller Quad-Core-Prozessor
  • gute Ausdauer
  • hochwertiges und leichtes Gehäuse
Contra
  • kein erweiterbarer Speicher
Fazit

Das Google Nexus 7 ist ein kleines, einfaches, aber sehr leistungsfähiges Tablet zu sehr günstigen Preisen.

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Ein kleines 7-Zoll-Tablet ohne großartige Features – ist das sinnvoll? Ja! Das günstige Asus Nexus 7 überzeugt nicht zuletzt mit seinem Top-Bildschirm.

Nachdem Google Mitte 2012 den US-Hersteller Motorola übernommen hatte, stand die Vermutung im Raum, dass die Nexus-Modelle, die jeweils eine neue Android-Version einführen und softwareseitig auf Android in Reinstform reduziert sind, nun komplett auf Motorola übergehen würde.

Das 7-Zoll-Tablet Nexus 7 von Asus ist nun jedoch der Beweis dafür, dass Google weiterhin auf gute Beziehung zu allen Android-Unterstützern Wert legt. Auch das Nexus-Konzept ist geblieben.

Günstige Preise

Sensationell der Preis: 199 Euro werden für die getestete 16-GB-Variante fällig, 249 Euro kostet die 32-GB-Version, 299 Euro die 32-GB-Variante, die neben WLAN auch HSPA+ und damit den Internetzugang übers Mobilfunknetz bietet. Die Preise sind günstig, dafür sind Soft- und Hardware des Nexus 7 aufs Wesentliche beschränkt.

Abgespeckte Ausstattung

Unser Testgerät kommunizierte per WLAN (b/g/n), Bluetooth oder per USB-Kabel; über letzteres wird es auch geladen. Das Nexus besitzt einen Lautsprecher, Headset-Anschluss und Mikrofone für den Multimediaeinsatz, die Kommunikation und die Sprachsteuerung des Browsers. Doch ein HDMI-Out zum Anschluss eines Fernsehers fehlt.

Google Nexus 7

Google Nexus 7

Asus fertigt das Google-Tablet mit 7-Zoll-Touchscreen.

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Dass halbe Sachen hier kein Thema sind, zeigt die Kameraausstattung. Eine Linse oberhalb des Displays lädt zwar zu Videocalls ein, doch das Tablet gibt gar nicht erst vor, den Fotoapparat zu ersetzen – Knipsen geht nicht. Ebenfalls gespart haben sich Google und Asus den Speicherkartenslot: 12,6 GB verfügbarer Flash-Speicher müssen reichen. 

Die üppigen Zutaten vieler Tablets, die dafür sorgen, dass das Gerät für jeden denkbaren Einsatz gerüstet ist, kennt des Nexus 7 also nicht. Die für ein Tablet essenziellen Komponenten sind dagegen von ausgesuchter Qualität.

Tolles Display

Das fängt beim Display an, das bei satten Farben seinen Kontrast über einen weiten Blickwinkelbereich sehr hoch hält und auch im hellen Sonnenschein überdurchschnittlich gut ablesbar bleibt. An diese Qualität kommen selbst die Anzeigen vieler deutlich teurerer Tablets nicht heran.

Die sind aber meist größer – über das 7-Zoll-Format der Nexus-7-Anzeige waren die Redaktionsmitglieder durchaus geteilter Meinung. Manchem war der Vorteil gegenüber gängigen 5-Zoll-Smartphones zu gering, um überhaupt noch zum Tablet zu greifen, wobei sich die Fläche des Touchscreens von 5 auf 7 Zoll genau genommen ja beinahe verdoppelt.

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Andere lobten das geringe Gewicht von 334 Gramm, das eine lange Nutzung sehr angenehm macht. Zudem ist dort, wo eine Zeitschrift hineinpasst, auch für das Nexus 7 mehr als genug Platz. Der Stabilität tut die schlanke Bauweise keinen Abbruch, die Verarbeitung wird hohen Maßstäben gerecht, ohne dass exklusive Materialien verbaut wären.

Das Display des Nexus gehört zu den besten Tablet-Screens.
Das Display des Nexus gehört zu den besten Tablet-Screens. ©

Großzügig ist der Screen bei der Darstellung komplexer Inhalte: Für HD-Videos und komplexe Webseiten stehen 1280 x 800 Pixel zur Verfügung – mehr bieten auch viele Notebooks mit deutlich größeren Displays nicht. 

Flotter Prozessor und Android 4.1

Doch das beste Display ist nichts ohne einen kräftigen Prozessor, der das Anzeigen der Inhalte beschleunigt. Hier ist das Asus mit dem aus dem LG Optimus 4X HD bekannten NVidia-Tegra-3-Quad-Core-Prozessor (hier mit 1,2 GHz Takt) sehr gut ausgestattet.

Selbst die Ausdauer liegt mit rund sieben Stunden überdurchschnittlich hoch. Zur flinken Reaktion trägt auch das schlanke Android 4.1.1 bei, das keine kräftezehrenden Erweiterungen verkraften muss. Mit den vielen mitgelieferten Widgets lässt es sich exakt auf individuelle Gewohnheiten abstimmen.

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Nur wer spezielle Fähigkeiten braucht, etwa die Bearbeitung von Office-Dokumenten, muss diese Software aus dem gut gefüllten Play Store nachrüsten. Ins enger geknüpfte Ökosystem laden auch Play Music, Play Book und Play Movie ein. Hier scheint sich Google an Apple zu orientieren und über die Hardware hinaus Geld verdienen zu wollen.

Fazit: Kein Schnickschnack

Wer ein hochwertiges Tablet ohne Schnickschnack sucht, bekommt mit dem Asus Nexus 7 ein kleines, einfaches, aber sehr leistungsfähiges Gerät zu sehr günstigen Preisen – 199 respektive 249 Euro. Damit fällt der Einstieg in die Welt der Touchscreen-Rechner so leicht wie nie.

Mittlerweile hat Google einen direkter Nachfolger des Nexus 7 auf den Markt gebracht, der zwar minimal teurer ist, dafür allerdings auch mit einer besseren Ausstattung daher kommt.

Google Nexus 7 (2013) im Test

 
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Inhalt
  1. Google Nexus 7 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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