Testbericht

Klipsch RB-81

Selbst neben der nicht eben kleinen Focal ist die RB-81 von Klipsch eine imposante Erscheinung.

  1. Klipsch RB-81
  2. Datenblatt
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© Archiv

Als einziger Hersteller im Feld setzen die Amerikaner auf einen amtlichen Achtzoller, ein groß dimensioniertes, verrundetes Reflexrohr soll für kompressionsfreien Tiefbass sorgen. Obenherum setzt das "Tractrix" genannte Horn bereits bei 1800 Hertz ein und verspricht hohen Kennschalldruck und Richtwirkung. Gehäuse und der harte "Cerametallic"-Tieftöner vermitteln  Kraft und Stabilität. Die Oberflächen könnten dagegen wertiger sein: Weder die glatte Folie noch die Plastikschallwand können in puncto Anfassqualität vor der Konkurrenz wirklich bestehen. 

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© Archiv

Das Hochtorn-Horn arbeitet bereits ab 1500 Hertz - und bündelt recht deutlich.

Obwohl auch die RB-81 einen tendenziell schlanken Grundton produzierte, klang sie grobtonal deutlich ausgewogener als die Dali. Stimmen dichtete sie allerdings je nach Register einen färbenden, zuweilen kehligen Eigenton an, der besonders Tenören nicht gut bekam. Die Verfärbung war jedoch so schmal, dass sie nur bei wenigen Aufnahmen als solche zu bemerken war - metallisches Zischeln oder Agressivität waren der Klipsch fremd.

Trotz ihrer exzellenten Ortung empfahl sie sich nicht als perfekte Box für Klassik - in mittleren und höchsten Orchesterlagen zeigte die Focal 807 V hörbar mehr Details und Durchhörbarkeit. Ureigenstes Metier der Klipsch waren kerniger Rock und Jazz - der Griff zum Lautstärkeregler geschah fast unwillkürlich. Selbst die zum Vergleich herangezogene, dreimal so teure Sonics Arkadia zog beim Testen der Partytauglichkeit den Kürzeren. Beim hämmernden Schlagzeug auf Grönemeyers "Unplugged" ließ die Klipsch die letzten Hertz Tiefgang vermissen, überzeugte aber mit Präzision und Dynamik. Die Aufstellung kostete Zeit: Ihr Klang war winkelabhängig und tendierte im Nahfeld auch mal ins Nervige.

Klipsch RB-81

HerstellerKlipsch
Preis800.00 €
Wertung76.0 Punkte
Testverfahren1.0

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