Testbericht

Lautsprecher Burmester B 20

Was die Burmester B 20 (5000 Euro das Paar) nicht mochte, waren Schallpegel im Angeberbereich. Dafür gelang ihr eine geradezu schlafwandlerische Gelöstheit bei gemäßigten Lautstärken

  1. Lautsprecher Burmester B 20
  2. Datenblatt
Lautsprecher Burmester B 20

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Lautsprecher Burmester B 20
Lautsprecher Burmester B 20

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Das Terminal mit serienmäßiger Bi-Wiring-Option ist vorbildlich griffgünstig und kontaktsicher.

Premiummarken wie Burmester stehen bisweilen im Verdacht, einen gewissen Zuschlag allein für ihren Namen zu verlangen. Auch die lange angekündigte, nun endlich lieferbare B 20 erscheint auf den ersten Blick nicht als Schnäppchen, bietet faktisch aber einen beachtlichen Gegenwert.

So erscheint die Verarbeitung der Burmester-Gehäuse wie aus einer anderen Welt, was der B 20 die höchste Punktzahl im Bereich Wertigkeit sichert. Ebenso erstklassig: Das hochgradig massive und optimal griffgünstige Anschluss-Terminal.

Makassar oder Elsbeere stehen als Standardfurniere zur Wahl, alternativ liefert die Berliner Manufaktur auch Silberlack und Wunschausführungen. Letzeres bieten der aufwendigen Logistik wegen nur die wenigsten Hersteller, und wenn, dann meist nur in höheren Preisklassen.

Ein seitlicher, ovaler Basstreiber (siehe Foto) mit der Membranfläche eines runden 8-Zöllers sichert einen messtechnisch wie klanglich sehr erwachsenen Bassbereich. Eine tieffrequente Ankopplung der Mitteltöner soll die bei seitlichen Basstreibern häufiger zu venehmenden Homogenitäts- und Abbildungsschwächen schon im Ansatz verhindern. Den Mittenbereich überlässt Burmester einem Konusmitteltöner mit leichter Kevlarmembran, der rund vier Oktaven abdeckt.

Lautsprecher Burmester B 20

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Der seitliche Bass gestattet eine schmale Boxenfront. Er trübt die Räumlichkeit in keinster Weise.

Frequenzen oberhalb 3000 Hertz übernimmt ein Folienstrahler der vierten Generation, dem eine vorgesetzte Schallführung zu einem drastisch verringerten Wattbedarf verhilft, gleichbedeutend mit geringerer Belastung und höherer Betriebssicherheit.

Erstklassig mit Hard- und Software versorgt (siehe "Der finale Hörtest), klang die B 20 sagenhaft detailreich und doch unaufgeregt, auch bei der räumlichen Abbildung stand sie mit der Tannoy an vorderster Front.

Was die Burmester nicht mochte, waren Schallpegel im Angeberbereich. Dafür gelang ihr eine geradezu schlafwandlerische Gelöstheit bei gemäßigten Lautstärken, wie sie in dieser Runde nur Cabasse und ProAc zu eigen war.

+ Beste Verarbeitung; klingt hochauflösend und dreidimensional

- Kann größenbedingt keine Pegelwunder vollbringen

Burmester B 20

HerstellerBurmester
Preis5000.00 €
Wertung57.0 Punkte
Testverfahren1.0

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