MWC 2019

LG stellt G8 und V50 ThinQ 5G vor

LG hat mit dem G8 und V50 ThinQ zwei neue Top-Smartphones vorgestellt. Während letzteres auch den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstützt, kann ersteres mit Gesten gesteuert werden.

LG G8 und V50 ThinQ

© LG

LG hat auf dem MWC 2019 mit dem V50 (links) und dem G8 (rechts) zwei neue Smartphones vorgestellt. Das V50 ist dabei LGs erstes 5G-Phone.

LG hat auf dem Mobile World Congress (MWC) 2019 zwei neue Top-Smartphones vorgestellt, die einige interessante Features parat halten. So setzt das LG V50 beispielsweise auf den neuen Mobilfunkstandard 5G und lässt sich mit einer speziellen Hülle zu einem faltbaren Smartphone mit zwei Displays umrüsten. Ist das V50 wohl für den deutschen Markt noch eher Zukunftsmusik, wird das G8 ganz sicher seinen Weg zu uns finden. Hier lesen Sie alles über die Ausstattung der beiden neuen Geräte.           

Die Koreaner haben in der Vergangenheit schon immer viel Wert auf die Audioqualitäten ihrer Smartphones gelegt. Beim neuen G8 ist die mit dem G7 vorgestellte Boombox, die das Innere des Phones als Resonanzkörper nutzt, dementsprechend ebenfalls wieder mit an Bord. Zusätzlich dazu verbaut LG im G8 nun ein OLED-Display, das durch Vibrationen Töne erzeugt und somit als zweiter Lautsprecher dient. Ansonsten hat der Screen eine Diagonale von 6,1 Zoll und löst mit 1.440 x 3.120 Pixeln bei einem 19,5:9-Format recht fein auf.   

Wer den Blick auf den Rand oberhalb des Displays wendet, entdeckt eine weitere Neuerung: Dort schauen einem nun drei Linsen entgegen. Neben einer 8-MP-Selfie-Kamera setzt LG auf eine ToF-Kamera (Time of Flight) und einen Infrarotsensor. Mit dem Gespann realisiert der Hersteller eine Venen-Erkennung in den Handflächen, die sicherer als ein Fingerprintsensor sein soll – den gibt es freilich zusätzlich auf der Rückseite. Da die ToF-Kamera ein 3-D-Abbild der Umgebung erstellt, lässt sich als dritte Authentifizierungsmethode eine Gesichtserkennung einrichten. Zur Sicherheit kann auch ein weiteres Feature beitragen: Das LG G8 beherrscht dank des ToF-Sensors eine Gestensteuerung, mit der man durch Wischen Anrufe entgegennimmt, oder die Lautstärke verändert – wohl gerade für Autofahrer interessant. 

Bei der Hauptkamera setzt LG auf eine Kombination aus einem 16-Megapixel-Ultra-Weitwinkel mit Blende f/1.9 und einer 12-Megapixel-Standardlinse mit Blende f/1.5. Je nach Markt gesellt sich dazu noch eine Telefotolinse mit 12 Megapixeln Auflösung. 

Die restliche Ausstattung ist ebenfalls eines Top-Gerät würdig: Als Antrieb dient Qualcomms aktueller High-End-Chipsatz Snapdragon 855, zu dem sich 6 GB Arbeitsspeicher gesellen. Ein 128 GB großer Nutzspeicher lässt sich außerdem zusätzlich mit einer Micro-SD-Karte aufstocken. Bei der Energieversorgung des Systems setzt das G8 auf einen Akku mit 3.500 mAh, den man per Quick Charge 3 schnell wieder befüllen kann. 

Wie viel das G8 kostet und wann der Marktstart stattfindet, hat LG noch nicht verraten. Das Vorgängermodell G7 ging mit 850 Euro in den Verkauf. Wahrscheinlich werden die Koreaner den Preis etwas erhöhen, der allerdings naturgemäß ziemlich schnell fallen wird. 

LG V50 mit 5G, fünf Kameras und Dual Screen Cover

Mit dem V50 setzt LG auf den aktuellen Trend auf und präsentiert ein 5G-fähiges Smartphone. Möglich macht dies hier ebenfalls ein Snapdragon-855-Chipsatz, der von Qualcomms 5G-Modem X50 begleitet wird. LG kooperiert zudem mit zehn Netzbetreibern in den Ländern, in denen der neue Mobilfunkstandard dieses Jahr noch ausgerollt werden soll. Darunter die USA, Süd-Korea und Australien. 

Beim Display setzen die Koreaner wie beim Vorgänger V40 auf ein 6,4-Zoll großes OLED. Die Auflösung ist dabei identisch zum G8. Wem ein Screen nicht genügt, kann sich ein mit dem V50 vorgestelltes Cover dazu kaufen, das ein weiteres OLED-Display mit 6,2 Zoll enthält und mit 1.080 x 2.160 Pixeln auflöst. Das Smartphone wird dabei einfach in das Cover eingesetzt und versorgt die zweite Anzeige mit Strom. Ausgedehntem Multitasking steht somit nichts mehr im Weg. Wie lange das der 4.000-mAh-Akku mitmacht, hat man aber noch nicht verraten. 

Freunde der Fotografie werden sich mit dem V50 wohlfühlen, denn auf der Rückseite warten drei Kameras darauf, benutzt zu werden: Darunter wie beim V40 ein Superweitwinkel mit 16 Megapixeln Auflösung, eine Standardbrennweite und eine Teleoptik – beide mit 12 Megapixeln. Auf der Vorderseite knipst man Selfies mit 8 Megapixeln, die man dank eines zusätzlichen Tiefensensors auch mit einem Bokeh-Effekt verschönern kann. 

Wann und ob wir das V50 in Deutschland sehen, ist ungewiss. Das hängt wohl auch ein Stück weit davon ab, wie die deutschen Netzbetreiber bei ihrem 5G-Ausbau vorankommen. Preise für das Gerät sind ebenfalls noch nicht bekannt. Das V40 startete mit 900 Euro. Wahrscheinlich wird ein 5G-Smartphone noch einmal etwas teurer, als ein Standard-Handset. 

LG V50 Dual Screen

© LG

Zum V50 wird LG eine Hülle mit einem integrierten zweiten Display anbieten, wodurch ein besseres Multitasking möglich wird. Wie teuer das Case ist, ist noch nicht bekannt.

LG V50 ThinQ

Quelle: WEKA Media Publishing GmbH
Mit einer Hülle verhilft LG dem V50 zu einem zweiten Display.

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