Android

Android rooten: Nachteile & Risiken

Uneingeschränkter Zugang auf die grundlegenden Berechtigungen des Betriebssystems bedeutet zwangsläufig auch Potenzial für Schaden an der Hardware bzw. für Sicherheitslücken, die sich auftun. Bevor Sie die Vorteile des Rootens genießen, sollten Sie Folgendes berücksichtigen:

- Bleibende Hardware-Schäden

Es besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko, während des Root-Verfahrens Ihr Smartphone oder Tablet so zu beschädigen, dass es den Neustart verweigert. Der Fachbegriff dafür ist ‚Bricking‘, da das Gerät nunmehr nur noch als Briefbeschwerer dienlich wäre. Dies setzt allerdings voraus, dass Sie die Root-Anleitung fahrlässig missachtet haben. Vorsicht ist geboten! Bricking kann die gesetztliche Gewährleistung infrage stellen.

- Malware-Risiko

Android in der Version 7.0 und höher ist mittlerweile bedeutend sicherer als noch vor einigen Jahren. Viele der nun standardmäßigen Sicherheitsvorkehrungen werden beim Rooten jedoch ausgehebelt. Das Risiko erhöhter Malware-Gefahr gebietet also die Nutzung einer Antivirus-App sowie weiterer Apps zur Absicherung Ihres Browsers und E-Mail-Verkehrs.

- Malware-App-Risiko 

Darüber hinaus müssen Sie sichergehen, dass nur vertrauenswürdige Apps installiert werden. Unlautere Apps müssen nach der Installation zwar mindestens einmalig um Erlaubnis für den Root-Zugang bitten – ist sie aber erteilt, hat das Programm umfassenden Zugriff aufs Betriebssystem. Ohne Ihr Wissen kann eine solche App zum Beispiel zusätzliche Programme zum Diebstahl Ihrer Daten und persönlichen Informationen nachinstallieren. Zudem kann es Sicherheitsmechanismen umgehen.

- App-Inkompatibilität 

Android-Apps haben neuerdings die Option, Root-Benutzern den Dienst zu verwehren. Google nennt diese Option SafetyNet. Nur wenige Apps nutzen noch SafetyNet. Darunter finden sich vor allem Banking-Apps sowie Googles eigenes Bezahlsystem Android Pay, aber auch die beliebten Spiele Pokemon Go und Super Mario Run. Die Root-App Magisk Mod bietet mittlerweile jedoch eine Option, die die Prüfung von SafetyNet außer Kraft setzt. Weitere Anbieter dürften bald folgen.

- Keine automatischen Updates 

Gerootete Android-Geräte erhalten größtenteils keine automatischen Betriebssystem-Updates mehr direkt von Google. Viele Entwickler bieten dem Benutzer das Upgrade über deren Root-App an. Falls das nicht pünktlich geschieht, erkundigen Sie sich auf der Webseite Ihrer Root-App nach Lösungen. Unterm Strich ist das Rooten von Android-Geräten also keineswegs für Android- oder gar Computer-Laien zu empfehlen. Die gewonnene Freiheit geht einher mit größerer Verantwortung und negativen Konsequenzen, falls Risiken vernachlässigt werden.

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