Smart Home

Smart Home: Plattformen

23.2.2017 von Reinhard Otter und Hannes Rügheimer

ca. 1:40 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Heimvernetzung: Das sollten Sie beim Einrichten beachten
  2. Smart Home: Automatisch Heizen
  3. Smart Home: Mehr Sicherheit
  4. Smart Home: Licht und Schalten
  5. Smart Home: Universal-Lösungen
  6. Smart Home: Plattformen

Smart-Home-Plattformen

Im Haus und darüber hinaus gibt es immer mehr vernetzte Geräte für einzelne Anwendungen. Amazon, Apple und Co machen sich daran, diese Insellösungen zusammenzufassen.​

Das viel beschworene Internet of Things ist ein ziemlicher Wildwuchs an vernetzten Geräten. Ein funkgesteuertes Lichtsystem zählt ebenso dazu wie Online-Wetterstationen, Heizungssteuerungen, Multiroomanlagen oder Streamingboxen. All diese Geräte verarbeiten Unmengen von Daten. Die einen produzieren Informationen, etwa eine Wetterstation über die Temperatur und Luftverhältnisse. Andere verarbeiten sie, etwa die Heizungssteuerung. Im idealen Internet of Things tauschen all diese Geräte Daten aus. Das Ideal ist allerdings recht weit weg. Erst nach und nach bringen die großen Player der Technologiebranche Bindeglieder zwischen den Licht-, Heizungs-, Wetter- und Sicherheitskomponenten heraus, die aber vorerst immer nur einige wenige Geräte erfassen (siehe Tabelle rechts). Dazu verfolgen die Plattformen recht unterschiedliche Ansätze.​

Geschlossenes Apple-System ... 

Apple etwa hat mit Homekit ein abgeschlossenes System geschaffen, das nach längerer Ankündigungsphase jetzt in Form der Home-App im Betriebssystem iOS integriert ist und dort alle kompatiblen Geräte erfasst. Das System hat allerdings hohe Einstiegshürden für Hersteller. Für die Kommunikation zwischen Geräten sind spezielle Funkchips notwendig. Die Zertifizierung dauert und ist teuer, weshalb es in Deutschland noch recht wenige Homekit-Komponenten gibt. Die abgeschlossene Apple-Welt ist nichts Neues – siehe iTunes oder Airplay. Dort war Apple aber Vorreiter, während es im Smart Home längst eine Reihe von Plattformen gibt, die ebenfalls externe Geräte steuern können.​

Amazon Echo Lautsprecher
Egal, was man vom Echo-Lautsprecher wissen möchte – auf eine Frage, der mit „Alexa“ beginnt, weiß er stets eine höfliche Antwort.
© Amazon

... contra Amazon und Google 

Auf der anderen Seite steht Amazon mit seiner übergreifenden Sprachsteuerung Alexa, die derzeit in der​ Streamingbox Echo Europa-Premiere feiert. Amazon verfolgt einen offeneren, aber auch kommerzielleren Ansatz. Immerhin sollen Nutzer über Echo auf Zuruf bei Amazon einkaufen, Musik streamen oder Hörbücher ordern. Die Gerätesteuerung erfolgt über sogenannte Skills, für die Amazon ähnlich wie bei Apps ein Entwickler-Kit anbietet. Die Zugangshürden sind so niedriger. 

In den USA ist Google Home neu auf dem Markt. Das ist ebenfalls ein Universallautsprecher, der das Haus per Sprache befehligen soll – ohne regelmäßige Kosten, aber mit Daten-auswertung. Hierzulande soll Google Home 2017 auf den Markt kommen. Microsoft steht mit einem ähnlichen Produkt ebenfalls in den Startlöchern. 

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass es jede Menge technische Lösungen für das übergreifend smarte Heim gibt. Welche der Plattformen sich am Ende durchsetzt, ist heute offener denn je.​

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