Smart Home

Smart Home: Universal-Lösungen

Universal-Lösungen

​Mehrere Spezialisten oder einen Generalisten einsetzen? Im Smart Home hat diese Entscheidung weitreichende Auswirkungen.​

Während sich einige Smart-Home-Lösungen gezielt auf bestimmte Anwendungen konzentrieren, wollen andere die Rolle eines Generalisten einnehmen. Der Vorteil solcher Lösungen besteht darin, dass alle unterstützten Funktionen über eine Benutzerschnittstelle bedient werden können, und dass Verbindungen zwischen allen beteiligten Komponenten möglich werden.​

Smarthome

© Qivicon

Mehrere Spezialisten oder einen Generalisten einsetzen? Im Smart Home hat diese Entscheidung weitreichende Auswirkungen.

Vernetzung bietet neue Möglichkeiten 

Zwar muss eine Heizungssteuerung nicht zwingend mit den Rauchmeldern oder den Lösungen zum Schutz gegen Einbrecher verknüpft werden. Aber wenn der Heizungsregler und die Alarmanlage beispielsweise auf dieselben Tür-/Fenster-Sensoren zugreifen, ergibt so eine Vernetzung schon wieder Sinn​.

Plattformen wie Qivicon, Innogy Smart Home oder Devolo Home Control unterstützen so gut wie alle bislang beschriebenen Smart-Home-Anwendungen. So wollen sie es den Käufern leicht machen, sich für das jeweilige System zu entscheiden – schließlich bietet die gewählte Plattform dann alle Erweiterungsmöglichkeiten, die dem Nutzer irgendwann in den Sinn kommen könnten.

Umso mehr gilt allerdings: Wer sich für eine dieser Lösungen entscheidet, bleibt darauf festgelegt. Und obwohl viele Systeme mit vielen anderen Geräten und Einzellösungen kompatibel sind, kann die Entscheidung für eine Universal-Plattform auch zu Einschränkungen führen. In der Tabelle auf Seite 97 zeigen wir, welche Universal-Lösungen mit welchen Einzelfunktionen und Anwendungen aus anderen Systemwelten kompatibel sind.​

Nicht alle Anwendungen bei AVM 

Wieder andere Anbieter beschränken sich auf eine Teilmenge der theoretisch nutzbaren Funktionen. So lassen sich mit den Fritzboxen von AVM mittlerweile zwar neben Schaltsteckdosen auch Heizungsregler ansteuern. Aber die in anderen Systemen selbstverständlichen Tür-/Fenster-Kontakte oder Bewegungsmelder unterstützt AVM bislang nicht – und die Integration von IP-Kameras ist auf die Nutzung als Video-Türsprechstelle beschränkt, lässt sich jedoch nicht für Sicherheitsanwendungen einsetzen.​

Einschränkungen in der Praxis 

Zusätzlich erschwert wird die Entscheidung für eine dieser Systemwelten dadurch, dass es im Detail dann eben doch jede Menge Einschränkungen gibt. So arbeitet das von der Telekom und vielen Energieversorgern unterstützte Qivicon-System zwar nach den Funkstandards Zigbee, Homematic und künftig auch DECT ULE. Der verbreitete Z-Wave-Standard wird allerdings – zumindest von den in Deutschland vertriebenen Geräten – nicht unterstützt. Wer ihn nutzen will, kann sich zum Beispiel für das von Devolo angebotene „Home Control“-System entscheiden, verliert dann aber die Möglichkeit, Zigbee- oder DECT-ULE-​Komponenten zu integrieren. Noch stärker sind die Beschränkungen bei Systemen, die auf proprietäre Übertragungsstandards setzen – wie zum Beispiel das Innogy (ehemals RWE) Smart Home. Zwar gibt es für diese Systemwelt unzählige Sensoren und Aktoren. Doch was der Anbieter nicht selbst im Programm hat, lässt sich zumindest nicht innerhalb derselben Systemumgebung nutzen.​

Bedienung und Steuerung beachten 

Zur reinen Signal- und Protokoll- Kompatibilität kommt die Frage, wie Sie Ihr Smart Home bedienen wollen. Ist es Ihnen wichtig, von unterwegs per Smartphone-App auf die Elemente und Einstellungen Ihres Smart Home zuzugreifen? Möchten Sie zu Hause Szenarien per Sprache aktivieren? Soll Ihr Smart Home autark funktionieren, wenn die Internetverbindung ausfällt? Auch diese Aspekte spielen in die Entscheidung für ein System mit hinein. 

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