Testbericht

Android versteckt sich, Google profiliert sich

Inhalte kommen sehr intensiv und kontrastreich zur Geltung, was den Startbildschirm bei einem farbstarken Hintergrundbild jedoch schnell unruhig und unübersichtlich wirken lässt.

Bei hochauflösenden Bildern und HD-Videos spielt der Screen seine Stärken aber voll aus, die Wiedergabe ist gestochen scharf und sehr klar. Wisch- und Multitouch-Gesten werden eindeutig erkannt und unmittelbar umgesetzt, die Reaktionszeit wird dem hohen Anspruch gerecht.

Samsung Giorgio Armani Galaxy S

© Samsung

Als Betriebssystem kommt wie bei Samsungs gesamter Galaxy-Produktreihe das von Google initiierte Betriebssystem Android zum Einsatz, hier in der Variante 2.2 Froyo. Ob es ein Update auf die aktuelle Gingerbread-Version 2.3 geben wird, ist bisher nicht bekannt.

Viel zu sehen ist von Android ohnehin nicht, die Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Nutzer bildet Samsungs hauseigene Touchwiz-3.0-Benutzeroberfläche, die sich auch nicht ohne Weiteres deaktivieren lässt.

Der Startbildschirm erstreckt sich über sieben mit Direktverknüpfungen, Favoritenlinks und Widgets frei gestaltbare Ansichten, die einen schnellen und bequemen Zugriff auf die am häufigsten verwendeten Programme ermöglichen.

Auf dem ersten Homescreen liegt vom Start weg ein Link auf die Webseite von Giorgio Armani; vom Startbildschirm kann diese Verknüpfung entfernt werden, in der Menüliste bleibt sie jedoch fest verankert.

In der Mediengalerie sind Werbevideos und eine Modeschau des italienischen Labels als besondere Zugabe gespeichert, außerdem sind speziell für die Armani-Version kreierte Klingeltöne, Hintergrundbilder und ein eigener Schriftzug für die Menüeinträge vorgesehen.

Bildergalerie

Samsung Giorgio Armani Galaxy S
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Sie ist schick, handlich, gut ausgestattet und teuer: Die Giorgio-Armani-Special-Edition des Samsung Galaxy S.

Erweitert wurde das Software-Paket von Android um verschiedene Anwendungen wie den E-Book-Reader Aldiko und den Augmented-Reality-Browser Layar. Nett gemeint, doch wer lieber mit der txtr-App liest oder den Wikitude-Browser bevorzugt, muss Aldiko und Layar trotzdem behalten - deinstallieren ist nicht möglich.

Samsung Giorgio Armani Galaxy S

© Samsung

Mag sein, dass die Apps keine Speicherfresser und 13 GB interner Speicher ausreichend sind; dennoch sollte der Nutzer selbst entscheiden können, welche Inhalte er auf seinem Smartphone haben möchte und welche nicht.

Die Anwendung Press Reader meldet bisher nur: "Dienst ist demnächst verfügbar" und der Social Hub verlinkt lediglich auf die mobile Browseransicht von Facebook und Twitter - das ist schwach. Dafür bringt die ebenfalls vorinstallierte Google Maps Navigation Straßenzüge auch in der Street-View-Ansicht auf den Bildschirm.

Überhaupt dominiert Google das Geschehen beinahe vollständig: Google Mail, Google Maps, Google Search, Google Sprachsuche, Google Talk, Google Latitude - die Datenkrake lässt grüßen und hat das Samsung fest im Griff.

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