Testbericht

Apple iPad 2 im Test

Ohne Zweifel ist das iPad 2 der Maßstab, an dem sich andere Tablets messen müssen. Doch wie gut ist es im Detail?

Inhalt
  1. Apple iPad 2 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung

© Apple

Erste Eindrücke vom Apple iPad 2

Pro

  • hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • exzellentes Display
  • intuitive Bedienung

Contra

  • Videos werden komprimiert verschickt.
58,8%

Die grundlegenden Eigenschaften des iPad 2 sind connect-Lesern bekannt wie das kleine Einmaleins: Das flache Aluminiumgehäuse ist perfekt verarbeitet. Zudem wirkt das Gerät angesichts der beachtlichen Displaydiagonale von 9,7 Zoll vergleichsweise leicht; es frei in der Luft zu halten wird auf Dauer natürlich trotzdem anstrengend.

Beeindruckend ist auch die hohe Geschwindigkeit, mit der das Apple-Tablet jeder Eingabe folgt. Die in der höchsten Ausbaustufe implementierten 64 Gigabyte Speicher und das HSPA-fähige Mobilfunkmodem unterstreichen den hohen Anspruch. Die Bedienung klappt dank klar definierter Wege intuitiv. Nur selten stolpert man über die zugunsten der Einfachheit festgelegten Vorgaben.

Etwa, als wir ein mit dem iPad 2 gedrehtes kleines Video am PC betrachten wollten. Das Verschicken per Mail war ein Kinderspiel, doch dann brachte der Monitor statt der versprochenen HD-Auflösung nur ein mickriges Kleinformatfilmchen auf den Schirm. Nach kurzem Nachdenken und anschließendem iTunes-Sync war aber auch dieses Problem gelöst. Des Rätsels Lösung: Videos werden beim E-Mail-Versand komprimiert.

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Wer die volle Auflösung will, muss sie vom iPad auf den PC überspielen. Die Kameras vorn und hinten überzeugen nebenbei bemerkt qualitativ nicht, bei der Videotelefonie via Facetime leistet die Frontkamera aber gute Dienste.

Maßstab Display

Die Defizite der Bildfänger zeigt das exzellente Display deutlich, im Messlabor bewährt es sich ebenso. Das gilt besonders für die Messungen, auf die es in der Praxis ankommt: So sind die vergleichsweise unkritischen Kontrastverhältnisse bei Dunkelheit (Beleuchtungsstärke kleiner 1 Lux) und in hellen Büros (500 Lux) über jeden Zweifel erhaben, auch bei sehr heller Umgebung (20 000 Lux) ist das Display des iPad 2 noch problemlos ablesbar. Damit ist es auch für den Outdooreinsatz an Sommertagen geeignet, schlechte Kontrastwerte können diesen unmöglich machen.

© connect

Was die Bildqualität bei seitlichem Blick aufs Display angeht, ist das iPad 2 klar Spitze.

Zwei weitere Trümpfe spielt das iPad 2 wetterunabhängig aus: Es ist von fast jedem Blickwinkel aus gut ablesbar, wie das Diagramm rechts oben und der über einen Kreisausschnitt von 60 Grad gemessene mittlere Kontrastwert von über 350 zeigen. Selbst wenn man sehr schräg auf das Display schaut, bleibt die gute Bildqualität weitestgehend erhalten.

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Tablets

Mit dem iPad 2 ist Apple ein schlanker, schneller Nachfolger seines ersten Tablets gelungen.

Zwar spiegelt auch der Screen des iPad, die der meisten Konkurrenten zum Teil aber deutlich stärker. Bei einem Unterhaltungskünstler, und um solche handelt es sich bei den tastaturlosen Tablets, kommt es natürlich immer auch auf Ausdauer an. connect hat zur Messung derselben eine besonders kräfteraubende Collage aus Videos, gescrollten Bildschirminhalten und Datentransfers zusammengestellt.

© connect

Pausen machen in dem stromzehrenden Anwendungsmix nur ein Viertel der Zeit aus, so stellt die gemessene typische Ausdauer einen Worst-Case-Wert dar. Das Apple gehört dank ziemlich genau sechseinhalb Stunden netzunabhängiger Betriebszeit zu den wenigen Tablets, die sich hier am Ende die Note "gut" verdienen.

Apples Welt

Zum Erfolg des iPad 2 trägt natürlich nicht nur das Gerät bei. Zusammen mit den anderen Apple- Produkten und -Services wie dem App Store, iTunes, MobileMe und Co eröffnet sich eine ganze Welt. Die verspricht, solange man sich in ihren Grenzen bewegt, einen sehr einfachen Umgang mit der Technik.

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