Kompaktlautsprecher

Canton Vento 820.2 im Test

6.8.2014 von Alexandros Mitropoulos

Während auch Cantons Lautsprecher-Serien Chrono, Ergo und GLE einen hervorragenden HiFi-Gegenwert bieten, übertreffen sie die Boxen der Vento-Familie in jeglicher Hinsicht.

ca. 2:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Canton Vento 820.2
Canton Vento 820.2
© Canton

Pro

  • Druckvoller Bass
  • präziser Mittehochtonbereich
  • hervorragende Verarbeitung

Contra

  • Direkt an der Wand flache Abbildung

Der Canton Vento 820.2 zeigt im Test, was er -außer schick aussehen - noch kann: Den massiven und nicht minder schicken Lautsprecher-Ständer gibt es optional für vergleichsweise stramme 500 Euro das Paar dazu. Ob auf den teuren Edel-Stativen, oder einfach im Regal: Die Vento 820.2 wird sich besonders in kleinen Räumen wohl fühlen, die der Tiefmitteltöner mit stattlicher 16er-Alu-Membran und doppelt-geschwungener Sicke mühelos beschallen dürfte: Das Messlabor attestiert der Canton mit 46Hz (bei -6dB) einen hervorragenden Tiefgang und gute Pegelreserven.

Ähnliche Kompetenz bewies sie auch im Hochton - was aber klar war. Denn die Konstruktion des Alu-Tweeters gab es vor Einführung der Vento-.2-Serie in ganz ähnlicher Form nur bei den Modellen der Reference-Serie. Der Gag: Durch ein besonderes Verfahren bildet sich auf der Kalotten-Oberfläche eine dünne Schicht des mineralischen Aluminiumoxids. So vereint Canton die klanglichen und mechanischen Eigenschaften des Leichtmetalls mit denen der Keramik.

Das Ergebnis: Im Vergleich zu ihren Vorgängern sagt man der Keramik-Alu-Kalotte einen ausgewogeneren, gutmütigeren Klang bei höheren Pegeln nach. Tatsache: Bereits nach den ersten Takten von Robert Crays "Fine Yesterday" (aus dem neuen, superben Album "In My Soul") fiel der in sich stimmige, und dabei sehr präzise Mittelhochtonbereich auf.

Plastizität en masse: Die Bühne baute sich in ihrer ganzen Pracht vor den Testern auf, strotzte dabei vor Details und wirkte gerade deswegen sehr facettenreich. Aber: Die souligen E-Gitarren-Licks, die Grossmeister Cray aus seiner Stratocaster kitzelte, besaßen zwar in jedem Saiten-Anschlag eine gesunde Portion Attacke, drängten sich - Keramik-Hochtöner sei Dank - nie unangenehm in den Vordergrund.

Die unteren Register wandelte die Canton trocken und satt - erfreulicherweise wirkte sie dabei selbst bei Wandnähe nicht aufmüpfig oder dickbäuchig. Ein paar Zentimeter Luft nach hinten wollte die kleinste Vento dennoch haben. Räumte man ihr den Platz ein, bedankte sie sich prompt mit einer federnden Leichtfüßigkeit - fein und grob-dynamisch genau so, wie die Tester es noch von der großen Schwester 890.2 kannten und schätzten. Wenn man den klassischen Canton-Sound für einen etwas kleineren Hörraum sucht, wird man an der 820.2 definitiv hängen bleiben.

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Messlabor

Auf Achse gemessen sehr breitbandiger und bis auf eine kleine Senke im Mittelton ausgewogener Frequenzgang. 30 Grad seitlich tritt ein recht früher, gleichmäßiger Hochtonabfall ein. Mustergültiges Wasserfallspektrum, das für die Qualität der Chassis und Gehäuse spricht. Bis 95dB vernachlässigbarer Klirr, danach verstärkt im gesamten Mess-Spektrum. AK=63.

Meinung des Audio-Redakteurs Johannes Maier

In meiner Küche höre ich nun seit Jahr und Tag mit kleinen kompakten Ergos von Canton, die nach handfestem Einsatz in Autoradiotests frisch geschliffen und gestrichen wurden. In dem drei Meter, also relativ schmalen Dachgeschoss-Raum klingen die - an der Breitseite (neben Mikrowelle und Espresso-Rancilio/ Mühle) aufgehängten - 8-Liter Cantöner verblüffend gut. Und vor allem auch für Besucher, die nicht wissen, dass die Musik startet, herzhaft erschreckend!

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