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Testbericht

D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC

Die Platte "American I" klang über den Musical Fidelity M1 DAC (500 Euro) fast wie eine historische Aufnahme, behutsam und mit nur ganz dezentem Stereo in der Tiefe des Raums platziert.

Inhalt
  1. D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC
  2. Datenblatt
D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC

© Archiv

D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC
D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC

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Praktisch: Kleine LEDs zeigen die ankommende Samplingfrequenz. Nur 176.4kHz fehlt - stattdessen leuchtet dann "48kHz".

Die gefährlichste Konkurrenz für den Musical Fidelity M1 DAC kommt aus dem eigenen Haus: Der ultraschlichte V-DAC für 270 Euro wurde beim Test in AUDIO 1/09 zum Exempel dafür, wie man durch Weglassen unnötiger Design- und Ausstattungsmerkmale ein verblüffendes Preis-Klangverhältnis erreicht.

Nach den Grundsätzen der Musical-Sparphilosophie, nachzulesen auf jeder V-Packung, müsste der M1 eigentlich durchfallen. Die massive Frontplatte ist unnötig, das stabile Gehäuse für den Inhalt eine Nummer zu groß, der symmetrische AES/EBU-Digitaleingang schick professionell, aber selten nützlich und das dauerleuchtende "Upsampling"-Lichtlein an der Front reine Dekoration. Aber wer hat denn gesagt, dass edles HiFi nicht auch schön verpackt sein darf? Solange sich der M1 von seinem spartanischen kleinen Bruder nicht nur optisch, sondern auch klanglich absetzen kann, hat damit niemand ein Problem.

D/A-Wandler Musical Fidelity M1 DAC

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Upsampling: Der separate Abtastratenwandler steckt im M1 hauptsächlich wegen eines Nebeneffekts: Quell-Jitter verschwindet bei der Umrechnung.

Also trat der M1 im Hörtest direkt gegen den V-DAC an, der zur Verstärkung auch noch sein Zusatznetzteil V-PSU mitbrachte. Das Trafohäuschen, weitere 165 Euro teuer, hatte der V-DAC auch bitter nötig, denn am serienmäßigen Steckernetzteil hatte er gegen den großen Bruder keine Chance; räumlich stabiler, ruhiger und präziser spielte ganz klar der M1. Mit V-PSU konnte der V-DAC den Abstand verkleinern, gut nachhörbar etwa mit den "American Recordings"-Alben Nummer I und III, die in ihrer grundverschiedenen Klangästhetik die Stärken und Schwächen der DACs schön zum Vorschein brachten: Laut, flirrend präsent mit reichlich Stahlsaitenglanz und breiter Stereobasis, war "American III" ein Fall für die V-DAC/V-PSU- Kombi, die Johnny Cash mit mehr Grundton-Druck zu stützen schien.

"American I" klang danach fast wie eine historische Aufnahme, behutsam und mit nur ganz dezentem Stereo in der Tiefe des Raums platziert. Diese Platte gewann über den M1 entscheidend an Feinheiten, an Realismus und Leben - an guten, ausgewogenen Anlagen die bessere Wahl.

Musical Fidelity M1 DAC

Musical Fidelity M1 DAC
Hersteller Musical Fidelity
Preis 500.00 €
Wertung 115.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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