Testbericht

Falk P320

7.12.2007 von Redaktion connect und Wolfgang Bauernfeind

Das Falk P320 löst seinen Vorgänger P300 ab. Es ist günstiger als sein Vorläufer und die Software bekam ein gehöriges Facelifting und Update.

ca. 2:55 Min
Testbericht
  1. Falk P320
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Falk P320
Falk P320
© Archiv

Das P320 mit 3,5-Zoll-Display ähnelt seinem Vorfahren P300: Es wirkt recht flach und bringt ein Cradle mit, an dem alle Anschlüsse andocken. So kann man das Navi schnell herausnehmen, ohne dass man vorher sämtliche Kabel abstöpseln müsste. Doch so ähnlich das P320 seinem Vorgänger auch sein mag - seine Software-Oberfläche erstrahlt weitgehend in neuem Glanz. Nach der Frischzellenkur wirkt das Menü frischer und farbenfroher. An der Übersichtlichkeit gab es kaum etwas zu verbessern, Struktur und Bebilderungen begreift man intuitiv. Alle Menüpunkte sind zudem unmissverständlich beschriftet, die großen Buttons erleichtern die Bedienung. Beim P320 muss man allerdings wegen des kleineren Displays auch mit kleineren Taste klarkommen.Bei der Zieleingabe kommt das am deutlichsten zur Geltung, da die Buchstabenfelder recht klein ausfallen. Zwei Helfer stehen aber zu Seite: Nicht mehr mögliche Lettern werden ausgeblendet, und schon nach dem ersten Buchstaben erscheint eine Liste mit Ortsvorschlägen.

Reiseführer
Falk demonstriert Reiseführer-Kompetenz und packt praktische Infos zu Sehenswürdigkeiten und nützlichen Zielen in seine Navis.
© Archiv

Das Menü bietet nützliche Features. So ist ein Routenplaner an Bord, mit dem der User mehrere Zwischenziele definieren kann. Oft angefahrene Ziele kann man unter "Favoriten" speichern und verwalten. Seine Reiseführer-Kompetenz bringt Falk in seinen Navis ebenfalls unter: Der Menüpunkt "City Guide" beschäftigt sich mit Sonderzielen (POIs) , die nach Städten und Kategorien wie "Museum", "Kunst und Kultur" und "Einkaufen" gegliedert sind. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet. Man kann nach Herzenslust in den Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten schmökern und Bilder dieser POIs ansehen oder sich die Inhalte vorlesen lassen. 40 Städte umfasst der Reiseführer beim P320. 

Die Ausstattung macht's

Einen MP3-Player besitzt das P320 ebenfalls. Musik führt man per SD-Karte zu. Auch was die TMC-Funktionalität angeht,  punktet das P320, denn es verwertet nicht nur "normale" TMC-Daten sondern auch die des umfangreicheren und schnelleren TMC-Pro-Dienstes.Alle TMC-Meldungen kann man sich in einer Liste ansehen, die für die aktuelle Route relevanten werden rot gekennzeichnet. In der Kartenansicht weisen Symbole auf Verkehrshindernisse hin. Eine Freisprechanlage hat das P320 allerdings nicht integriert.

Zielführung auf hohem Niveau

Kartenansicht
Das Navi bietet einen Spurassistenten, einen Tempolimit-Warner und weitere nützliche Info-Elemente.
© Archiv

So weit, so gut. Doch wie schlägtsich das Falk auf der Straße? Auf der Fahrt prüfen die Tester unter anderem, was die Kartenansicht an nützlichen Infos zu bieten hat. Hilfreich ist zum Beispiel der Spurassistent. Unter dem Abbiegepfeil links oben werden kleine Pfeilchen eingeblendet. Jeder steht für eine Fahrbahn. Diejenige, die befahren werden soll, wird hervorgehoben. Praktisch! Damit man sich leichter an Tempolimits hält, zeigt das Navi das aktuell geltende an. Um welchen Wert man dieses überschreiten darf, bevor ein mahnender Ton erklingt, kann man selbst festlegen. Aber auch Basisinfos gibt's auf dem Bildschirm zu sehen: Falk hat dafür zwei Felder am rechten oberen Bildschirmrand reserviert. Drückt man auf eines, ändert sich der Inhalt. So wählt man zwischen Zeit und Entfernung zum Ziel, Ankunftszeit und Geschwindigkeit.Für ein flinkes Handling hat sich Falk etwas Besonderes einfallen lassen: Man kann eine Menüleiste in die Karte einblenden. Dort kann der user schnell auf Funktionen wie Lautstärkeregelung, Display-Dimmung oder POI-Suche zugreifen.  Ebenso schnell holt man sich über diese Leiste TMC-Infos aufs Display.

Leider wirkt die Präsentation der Infos insgesamt etwas nüchtern. Auch die Karte hat vom Facelift nicht allzu viel abbekommen. Trotzdem darf sie als detailliert gelten. Das Fahrzeugsymbol bewegt sich flüssig fort und hängt der tatsächlichen Position auch nicht nach. In Sachen Routenwahl spielt das Falk in der ersten Liga. Geschwindigkeitsbeschränkte Straßen mied das P320. Nicht nur die genaue Kartendarstellung hilft bei der Orientierung, sondern auch die ausführlichen Anweisungen der netten Navi-Stimme. Das Timing der Ansagen geht in Ordnung. Hin und wieder kommen sie einen Tick zu früh, dafür aber ausführlich und mit Zusatz-Infos wie "im Tunnel rechts halten". Straßennamen werden dank Text-to-Speech komplett ausgesprochen.Beim Re-Routing an verpassten Abbiegepunkten legt das P320 Top-Werte hin. Ziele innerorts berechnet das Falk in weniger als 10 Sekunden. Die Performance gefällt auch beim Kartenscrolling und beim Zoomen, das beides angenehm flüssig abläuft.

Video zum Falk P320 - klicken Sie hier!

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