Sport-Smartwatch (Update)

Fitbit Versa 2 im Test: Fokus auf Fitness und Gesundheit

14.11.2019 von Josefine Milosevic

Fitbit hat seine erfolgreiche Smartwatch neu aufgelegt und auch die App überarbeitet. Wie schlägt sich die Versa 2 im Praxistest?

ca. 3:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
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Schicke Farben, starkes Tracking: Die Fitbit Versa 2 macht als smarte Sportuhr eine gute Figur. Die gezeigte Farbvariante ist nur im Fitbit-Shop erhältlich.
© Fitbit
EUR 186,9
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Pro

  • erkennt automatisch Trainings
  • sehr gute Schlafanalyse
  • übersichtliche Auswertungen in der App
  • lange Laufzeit
  • leichtes, dennoch robustes Aluminiumgehäuse
  • wasserdicht, zeichnet auch Schwimmtrainings auf
  • geführte Workouts gegen Aufpreis

Contra

  • kein GPS-Sensor, nutzt Smartphone-Daten

Fazit

Die Fitbit Versa 2 ist eine empfehlenswerte Sportuhr, die unkompliziert in der Bedienung und angenehm zu tragen ist. Die smarten Funktionen reichen zwar nicht so weit wie bei einer Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch. Doch wer in erster Linie seine Aktivitäten und seinen Schlaf tracken möchte, der wird gut bedient. Extras wie Alexa, Anruf- und Nachrichtensignalisierung sowie Whatsapp-Unterstützung runden die Sache ab.


Hervorragend

Neben einer ganzen Reihe an Trackern hat Fitbit mit der Smartwatch Versa einen echten Verkaufsschlager im Programm. Den haben die Amerikaner nun überarbeitet. Die Versa 2 sieht nahezu gleich aus wie der Vorgänger, hat aber eine minimal größere Anzeige. Die gute Nachricht: Die Armbänder für die Versa passen auch hier. 

Mindestens fünf Tage Laufzeit, Alexa an Bord

Die noch bessere: Die Versa 2 schafft mindestens fünf Tage Laufzeit (statt vier wie die Versa; dimmt man das Display, sind sogar sechs Tage drin), sie hat statt einem LCD ein AMOLED-Display und eine um 8 Prozent schnellere Performance. Außerdem unterstützt sie Amazon Alexa. Wer die Alexa-App auf seinem Smartphone mit der Fitbit-App verknüpft, kann die Sprachassistentin mit einem langen Druck auf den linken (und einzigen) Bedienknopf aktivieren. Im Test brauchte es allerdings öfter ein paar Anläufe, bis Alexa das Gesprochene erfasst hatte. Wenn’s klappt, kann man kompatible Smart-Home-Geräte steuern sowie Timer oder Wecker stellen. Auskünfte wie die Wetterprognose gibt’s mangels Lautsprecher aber nur in Schriftform auf dem Display. 

In Verbindung mit Android-Phones kann man auch SMS, Whatsapp und Messages per Sprache beantworten. Zudem gibt es mit Android die Möglichkeit, per vorgefertigter "Quick Replies" auf Nachrichten zu reagieren. Auch Apps machen sich auf Wunsch mit Statusmeldungen bemerkbar (Android und iOS) – welche, lässt sich in der Fitbit-App unter "Mitteilungen" einstellen.

Neu in der App: der Schlafindex

Der Hauptjob einer smarten Sportuhr ist aber die Aufzeichnung der Vitaldaten. Und hier kann die Fitbit überzeugen: Die Versa 2 ist bis 50 Meter wasserdicht, zählt gestiegene Etagen, zeichnet automatisch Trainingseinheiten und den Schlaf sowie dauerhaft die Herzfrequenz auf. Dabei sitzt sie angenehm leicht am Handgelenk, ist aber dennoch robust. Eine Apple Watch trägt hier spürbar mehr auf, von einer Garmin ganz zu schweigen.

Die Daten werden in der Fitbit-App ausgewertet, die kürzlich ebenfalls überarbeitet wurde. Größte Neuerung: Die Nachtruhe wird nun mit einem Schlafindex aufbereitet, den Fitbit mit Schlafforschern entwickelt hat. Es liegt eine Skala von 0 bis 100 zugrunde, wobei zu 50 % die geschlafene Zeit und zu je 25 % der Anteil an Tief- und REM-Schlaf sowie der Erholungsschlaf einfließen. Erholungsschlaf bedeutet, dass der Ruhepuls 3 bis 5 Schläge niedriger liegt als am Tag. Daraus resultiert eine Punktzahl, die mit einer Verbalnote versehen wird – der Anwender kann auf einen Blick sehen, wie’s mit der Schlafausbeute steht.

Dieses Feature bietet nicht nur die Versa 2, auch die Fitbit-Tracker wie der Charge 3 und die anderen Versa-Modelle profitieren davon.

Ausführliche Diagramme bieten zudem tiefere Erkenntnisse – auch, was die Cardiofitness, den Herzfrequenzverlauf etc. angeht. Wer eine kompatible smarte Waage einbindet, kann zusätzlich sein Gewicht verfolgen.

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Alles im Blick: Die App informiert dank Schlafindex schnell über die Qualität des Schlafes. Wer mehr wissen möchte, kann per Fingertipp detaillierte Grafiken öffnen.
© WEKA Media Publishing
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Wie lief das Training? Die Fitbit-App gibt Auskunft.
© WEKA Media Publishing
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Check: Die Fitbit-App informiert über den persönlichen Fitness-Stand.
© WEKA Media Publishing

Eine Sache können wir gegenüber der ersten Veröffentlichung des Tests am 24.10.19 revidieren: Unser erstes Exemplar hatte Probleme mit der Synchronisation, die teils arg verzögert vonstatten ging und sich auch nicht manuel anstoßen ließ. Bei einem weiteren Gerät klappt der Datenabgleich nun zügig und anstandslos – so soll es sein.

Über die separate App "Fitbit Coach" lassen sich geführte Trainings und Workouts laden. Dazu muss man den Premium-Zugang freischalten, der unbegrenzten Zugriff auf alle Inhalte bietet. Die Preise: 7,99 Euro pro Monat oder 39,99 Euro für ein ganzes Jahr.

Weitere Goodies, die Fitbit schon länger unterstützt: Frauen können in der App ihren Zyklus dokumentieren. Die Kalorien- und Wasserzufuhr lässt sich auf Wunsch protokollieren. Zudem kann man einstellen, dass die Uhr jede Stunde daran erinnert, mindestens 250 Schritte zu gehen. Und mit geführten Atemübungen lässt sich Stress reduzieren. 

Always-on-Display und Schlafmodus

Was bei der Apple Watch 5 für Furore sorgte, hat die Versa 2 ebenfalls parat: ein Always-on-Display. Das ist über das praktische Menü "Schnelleinstellungen" mit einem Wischer auf der Uhr von oben nach unten erreichbar. Ist das Display auf permanente Anzeige geschaltet, reduziert sich natürlich die Laufzeit – laut Fitbit von fünf auf zwei Tage. Man kann den Modus freilich auch selektiv einsetzen: Im Meeting beispielsweise hat man so diskret die Uhrzeit im Blick.

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Always-on-Display: Um den Akku zu schonen, wechselt der Bildschirm im permanenten Anzeigemodus auf ein reduziertes Bild mit großem Schwarzanteil. Die Akkulaufzeit sinkt auf zwei Tage.
© WEKA Media Publishing

Im Schnellmenü lässt sich auch der Schlafmodus einschalten. Der bewirkt, dass das Display bei der Nachtruhe dunkel bleibt.​ Was Fitbit in Planung hat: einen Wake-up-Modus, der eine halbe Stunde vor der eingestellten Weckzeit zu prüfen beginnt, ob man sich in einer Leichtschlafphase befindet und einen entsprechend früher weckt. 

Musik steuert die Versa 2 ebenfalls. Neu ist die Unterstützung von Spotify. Und wer ein Deezer-Abo hat, kann bis zu 300 Songs auf der Uhr speichern und sein Smartphone zu Hause oder in der Sporttasche lassen.

Die Bezahlfunktion Fitbit Pay ist in Deutschland bis dato nicht weit verbreitet: Neben der BW-Bank/LBBW (Visa), boon. von Wirecard, der Mercedes-Benz Bank (Visa), der Fitbit Visa Card und Revolut (Mastercard) unterstützt keine Bank den Service.

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Üppige Auswahl: Die Versa 2 ist in etlichen Variationen erhältlich, auch als Sonderedition mit Gewebearmband in Jacquardmusterung. Zusätzlich gibt es Sportarmbänder und Designerkollektionen aus Leder.
© Fitbit

Fazit

So weitreichende Funktionalitäten wie etwa eine Apple Watch bietet die Fitbit Versa 2 zwar nicht. Wer jedoch eine smarte Sportuhr sucht, die zuverlässig und komfortabel die Vitaldaten aufzeichnet und Anrufe, Kalendereinträge sowie Nachrichten vom Smartphone zeigt, wird hier fündig. Unter Android mit Alexa kann man sogar per Diktat antworten. Dabei ist die Uhr angenehm leicht und stört auch beim Schlafen nicht. Die Fitbit-App versorgt einen im schnellen Überblick mit den wichtigsten Informationen und bietet auch detaillierte Analysen. Dafür ist der Preis wirklich fair.

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