Testbericht

Lautsprecher Audio Pro Avanti A.100

15.4.2007 von Redaktion connect und Wolfram Eifert

Die Avanti A.100 für 3000 Euro der schwedischen Traditionsmarke Audio Pro ragt nicht nur größenmäßig hervor, sie tut es auch technisch. Es handelt sich um einen teilaktiven Schallwandler mit eingebauter Endstufe und elektronischen Filtern für den Bassbereich.

ca. 1:05 Min
Testbericht
  1. Lautsprecher Audio Pro Avanti A.100
  2. Datenblatt
Audio Pro Avanti A.100
Audio Pro Avanti A.100
© Archiv

Versorgt wird die in weißem oder schwarzem Klavierlack (!) gehaltene Säule ganz konventionell über Boxenkabel. Ein Spannungsteiler hinter dem Terminal entnimmt dem Signal die notwendige Portion Bass. Der treibendeVerstärker "sieht" eine hochohmigere Last und muss weniger Strom liefern.

Audio Pro Avanti A.100 Bass
Der Bass sitzt zwischen Gehäuse und Bodenplatte. Die A.100 ist eine Kombination aus Passivbox und Aktivwoofer, und zwar ohne deren Phasenprobleme.
© Julian Bauer

Spannend wird die Sache bei Multichannel, denn es gibt zusätzlich zu den Boxenklemmen einen LFE-Eingang für Cinchkabel von den Subwoofer-Ausgängen der Surroundreceiver. Dann mutiert die Avanti zum Mainspeaker mit integriertem Subbass: Der Anwender muss kein sechstes oder siebtes Tonmöbel aufstellen und hat dennoch zwei vollwertige, elektronisch entzerrte Woofer (bis etwa 30 Hertz) in seiner Kette.Weiterer Vorteil: Der Festeinbau der Ultratieftöner sorgt für einen eindeutigen Zeitbezug zwischen Bass und restlicher Box, womit die bei räumlich getrennten Woofern übliche Ausprobiererei mit Lautstärke, Trennfrequenz und Phasenlage entfällt. Lediglich die Pegelregler für die beiden Eingänge müssen eingestellt werden.

Die übrige Bestückung ist konventioneller Art: Zwei parallel geschaltete 14er-Konusmitteltöner mit Kunststoffmembranen nehmen eine Gewebekalotte in ihre Mitte. So ergibt sich ein sehr kompaktes akustisches Zentrum, ansatzweise also eine Punktschallquelle.

Jedesmal, wenn es im Hördurchgang richtig tief runter ging, schlug die Stunde der Audio Pro, die selbst das tiefste Donnern eines Konzertflügels mühelos abbilden konnte. Die Aktiveinheit fügte sich perfekt ins Geschehen ein, keine Spur von Grundtonwabern oder Hinterherhinken. Der Klangeindruck war homogen und ausgesprochen breitbandig wie sonst nur bei großen Superboxen.Constanze Friend tönte über die Avanti A.100 ausgesprochen munter und energisch, tendierte andererseits auch ein klein wenig zum Vordergründigen. Ein Quäntchen mehr an tonaler Reife und Ausgewogenheit, und die aufgeweckte, basspotente Schwedin hätte das Zeug zum Blockbuster.

Audio Pro Avanti A.100

Audio Pro Avanti A.100
Hersteller Audio Pro
Preis 3000.00 €
Wertung 54.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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