Drei Monate MagentaTV und Disney+ gratis

MagentaTV Stick überzeugt im Test: Über 50 HD-Sender plus Streaming für 7,95 Euro im Monat

Mit dem MagentaTV-Stick können auch Kunden anderer Internetanbieter das IPTV-Angebot der Telekom nutzen – und sich die Kabelgebühren sparen. Wir haben die Lösung getestet.

© Deutsche Telekom

Smartes Kästchen: Der MagentaTV Stick bringt neben Streaming-Inhalten auch das ganz normale TV-Programm auf die Mattscheibe – inklusive Komfortfunktionen.

Braucht die Welt neben Chromecast, Amazon Fire TV Stick 4K und Apple TV noch eine weitere Stöpsel-Lösung für den Fernseher? Wenn man nicht nur Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video und Netflix oder Youtube schauen möchte – ja. Denn der MagentaTV Stick, der genau genommen eine kleine Box ist, bringt neben den On-Demand-Angeboten auch das ganz normale Fernsehprogramm (rund 50 HD-Sender) sowie Mediatheken auf die Mattscheibe.

Hier hat die Telekom mit ARD Plus und ZDF select sogar ein erweitertes Angebot, das rund 8.000 beliebte Sendungen ohne zeitliche Begrenzung vorhält. Den Kabelanschluss respektive die SAT-Schüssel kann man sich damit also sparen. Inklusive der Strippenzieherei vom Anschluss zum Fernseher, denn der MagentaTV Stick arbeitet mit WLAN.

Nach einer längeren Betaphase bietet die Telekom den Stick nun regulär für einmalig 69,99 Euro inklusive 3 Monate MagentaTV und Disney+ an. Disney+ ist auf dem MagentaTV Stick ab sofort vorinstalliert und kann über die Startseite von MagentaTV aufgerufen werden. Bei MagentaTV Sticks, die vor dem 24. März eingerichtet worden sind, lässt sich die Disney+-App über den Google Play Store aufspielen.

Direkte Aufnahme und Zapping jetzt möglich

Was in der Betaphase noch fehlte, ist jetzt nachgerüstet: Die direkte Aufnahme von Sendungen ist über die Fernbedienung des Sticks möglich (einfach den Knopf "REC" drücken). Jedem Kunden stehen in der Telekom-Cloud 24 Stunden Speicherplatz zu Verfügung.

Auch Aufnahmen am TV löschen klappt inzwischen – alternativ lässt sich das über die MagentaTV-App auf dem Smartphone erledigen. Über die kann man übrigens auch jederzeit von unterwegs Aufnahmen programmieren.  

Das Zappen durch die Programme mit einem Tastendruck funktioniert nun ebenfalls.

Wer bereits einen MagentaTV Stick nutzt, muss die neuen Features in den Einstellungen mit einem Software-Update installieren und dort auch die Zapping-Funktion aktivieren.

Keine Kabel dank WLAN

Der Stick braucht lediglich eine freie HDMI-Buchse am Fernseher, eine Steckdose und eine performante WLAN-Verbindung (empfohlen werden 6 Mbit/s für Streaming in HD). Die Hardware basiert auf Android TV und führt in klar verständlichen Bildschirmdialogen durch die Einrichtung und Registrierung, wofür ein Online-Zugang nötig ist. Das Smartphone oder Tablet sollte man also griffbereit haben. 

Zuerst kommt der Google-Part, dann die Abteilung MagentaTV. Dafür muss man ein Abo der MagentaTV-Plus-App für monatlich 7,95 Euro abschließen (das mit einer Frist von sechs Werktagen monatlich kündbar ist). Telekom-Kunden, die bereits MagentaZuhause mit MagentaTV gebucht haben und den Stick als Zweitgerät nutzen möchten, zahlen 4,95 Euro pro Monat. Wer Disney+ weiter schauen möchte, zahlt 6,99 Euro pro Monat.

Damit hat man dann auch Zugriff auf die exklusiven Telekom-Angebote in der sogenannten Megathek. Die Apps anderer Streaming-Anbieter wie Amazon, Netflix oder DAZN lassen sich ebenfalls installieren, erfordern aber natürlich einen eigenen kostenpflichtigen Account. Ebenso kann man gegen Bezahlung Inhalte der Telekom-Tochter Videoload laden. Wer vollen Zugriff auf den Google Play Store will, um weitere Apps nachzurüsten, braucht einen Account; Youtube funktioniert ohne.

Eingeschränkte Sprachsuche

Auf der griffigen Fernbedienung sitzt eine Taste zur Sprachsteuerung, die sich jedoch auf die Google-Angebote beschränkt – das TV-Programm, die Megathek oder andere Dienste lassen sich damit nicht durchforsten. Das ist bei Amazons Fire TV Stick 4K besser gelöst, auf dem man die MagentaTV-App ebenfalls installieren kann. Allerdings muss man bei Amazon auf die separaten Tasten für das TV-Programm und den EPG (Electronic Program Guide) verzichten. Ziffern- bzw. Zahlentasten fehlen hier wie da, was bei der Senderwahl und Suche etwas mühsam ist.

Der Wechsel zwischen den Kategorien und der Switch in das Live-Programm geht bei der Telekom nach ein bisschen Eingewöhnung leicht von der Hand. Komfortfunktionen wie das Pausieren von ausgewählten Sendungen oder der Neustart vieler Angebote klappt komfortabel und macht im Alltag Sinn, wenn mal wieder ausgerechnet zum Filmstart das Telefon klingelt.

Sehr gute Bildqualität

Ganz wichtig natürlich: die Bildqualität. Der Stick unterstützt 4K Ultra HD sowie HDR und hat uns an einem MagentaZuhause-L-Anschluss mit bis zu 100 Mbit/s vollkommen überzeugt. Unser SAT-Anschluss macht da eine schlechtere Figur. Auch mit einer 50-Mbit/s-Leitung gab’s keine Probleme. Dolby Vision und Dolby Atmos sowie UHD-Support für Prime Video sollen mit einem Firmware-Update nachgerüstet werden.

Die Steuerung lief im Test weitgehend reibungslos, die Bluetooth-Fernbedienung funktioniert zuverlässig. Wechselt man in den EPG, dauert es einen Moment, bis die Informationen aktualisiert sind, doch das ist zu verschmerzen. Ausgerechnet die Megathek gab uns aber manchmal Rätsel auf: So wurde etwa auf deren Startseite eines Abends ein exklusives Berlinale-Special beworben, das am nächsten Tag nicht mehr auffindbar war.


© WMP

Fazit: Empfehlenswert

Wer gerne das normale Fernsehprogramm schaut und sich den Kabelanschluss sparen will, dem bietet die Telekom mit dem MagentaTV Stick eine preiswerte Lösung mit sehr guter Bildqualität. Zumal man den Stick flexibel einsetzen und einfach mit in den (EU-)Urlaub oder zu Freunden nehmen kann – oder das Abo während einer längeren Abwesenheit aussetzen.

Wer voll auf Streaming setzt, findet im Amazon Fire TV Stick 4K eine Alternative. Der kostet regulär 60 Euro, ist aber oft im Angebot deutlich reduziert zu haben.

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