Testbericht

MC-Tonabnehmer Clearaudio Stradivari

15.4.2007 von Redaktion connect und Dalibor Beric

Mit einer Montageplatte aus Ebenholz und direktem Klang präsentiert sich der Clearaudio Stradivari für 2400 Euro.

ca. 1:25 Min
Testbericht
  1. MC-Tonabnehmer Clearaudio Stradivari
  2. Datenblatt
Clearaudio Stradivari
Clearaudio Stradivari
© Archiv

Beim Stradivari handelt es sich um eine reine Clearaudio-Entwicklung. Wie seine klineren Brüder wie etwas das New Concerto besitzt es acht Magneten. Das inzwischen patentierte Prinzip, das mit zwei Spulen in kanalgetrennten Magnetkreisen aufwartet, wurde selbstverständlich beibehalten.Dieser Aufbau vermeidet einen Spanndraht, da der Nadelträger auf einer Wippe gelagert ist. Dies hat laut Suchy den Vorteil, dass die Rückstellkräfte kleiner sind und sich dadurch der Schallplatte mehr Informationen entlocken lassen. Weiterhin schwört man in Franken auf 24-Karat-Goldspulen, die schlechtere Leiter als Kupfer oder Silber sind, aber dafür unanfällig für Korrosion.

Die Diamantnadel lässt Clearaudio bei der neuen Generation nicht mehr in der lange gepflegten Form Trigon 2 P schleifen, sondern ordert beim japanischen Spezialisten Ogura eine verfeinerte: Der neue Edelstein ist kleiner, was die bewegte Masse verringert und mehr Dynamik bringt.

Die Generatoreinheit ist bei bei den Clearaudio MC-Abtastern gleich. Unterschiede bestehen im Selektionsgrad der Spulen und Magnete sowie bei Form und Holzart des Korpus: Beim Stradivari besteht er aus Ebenholz.

Insgesamt sind die Clearaudios deutlich leichter als vergleichbare Tonabnehmer. So lässt sich der Stradivari an einigen Tonarmen nur mit kleinen Gegengewichten oder den mitgelieferten 3,5 Gramm schweren Metallplättchen ausbalancieren. Dies und die großen Grundplatten, die in kurzen Headshells wie etwa dem Ekos SE (3/07) zu fummeligem Einbau und Verbiegen der Anschlusskabel führen, sowie die weit herausstehenden, abbruchgefährdeten Nadelträger führten zu Abzügen in der Praxisnote.

Nach dem etwas kniffligen Einbau in den Tonarm Linn Ekos SE des Referenzplattenspielers Linn Sondek LP 12 SE präsentierte sich der Stradivari als Top-Abtaster. Zwar musizierte er nicht ganz so swingend wie etwa der kleinere Bruder New Concerto, doch bot er einen konturierteren Bass, mehr Details, eine nochmals geschärftere Ortung der Einzelinstrumente sowie einen tieferen Einblick in die Aufnahmeräume. Auch die gesteigerte Dynamik, die er aus Aufnahmen wie "Une Symphonie Imaginaire" von Rameau (Archiv/DG) herausholte, trug zu einem weiteren Klangpunkt für den Stradivari bei. Ein toller Auftakt zum anstehenden Firmenjubiläum von Clearaudio.

Clearaudio Stradivari

Clearaudio Stradivari
Hersteller Clearaudio
Preis 2400.00 €
Wertung 57.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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