MSI Vision X AI: Brachiale Leistung
- MSI Vision X AI im Test: Echte Evolution oder teure Spielerei?
- MSI Vision X AI: Brachiale Leistung
- MSI Vision X AI: Fazit und Ausstattungstabelle
Synthetische Benchmarks: Wenn Zahlen zu lieblicher Musik transformierenSchon ein kurzer Blick auf die synthetischen Benchmarks macht klar, dass der MSI MEG Vision X AI 2nd nicht einfach nur schnell ist, sondern in einer Liga spielt, in der PC-Systeme von der Stange höflich Abstand halten. Im 3DMark...
Synthetische Benchmarks: Wenn Zahlen zu lieblicher Musik transformieren
Schon ein kurzer Blick auf die synthetischen Benchmarks macht klar, dass der MSI MEG Vision X AI 2nd nicht einfach nur schnell ist, sondern in einer Liga spielt, in der PC-Systeme von der Stange höflich Abstand halten.
Im 3DMark Fire Strike Extreme (4K, DX11) erzielt der MSI starke 39.863 Punkte und erreicht damit eine Wertung, die folgerichtig von den Machern des Benchmark-Tools als „Legendär“ eingeordnet wird. Besonders die Grafikpunkte von 47.617 zeigen eindrucksvoll, welches Kaliber mit der verbauten GeForce RTX 5090 im Gehäuse steckt. Auch die Physik-Punktzahl von 55.218 spricht dafür, dass die Plattform nicht nur rohe Grafikgewalt, sondern ebenso reichlich CPU-Rechenleistung mitbringt.
Nicht minder überzeugend fällt das Ergebnis im 3DMark Time Spy aus, der in 2560 x 1440 Bildpunkten läuft. Mit 37.031 erzielten Zählern liefert das System auch unter DirectX 12 ein exzellentes Resultat ab. Die Grafikpunktzahl von 46.805 unterstreicht erneut, dass die GPU hier klar zur absoluten Spitzenklasse zählt, während die CPU mit 16.962 Punkten ebenfalls ein sehr hohes Niveau erreicht. Das Zusammenspiel beider Komponenten wirkt dabei überaus harmonisch, was insbesondere bei einem High-End-PC für konstant hohe Leistung für alle Anwendungsszenarien wichtig ist.
Den Benchmark Night Raid setzen wir eigentlich nur für die Vergleichbarkeit zu schwächeren Systemen ein, wie etwa Notebooks. Man kann dann in etwa einschätzen wie gewaltig der Abstand zwischen Notebook und Top-Gaming-PC ist. Mit 99.271 Punkten pulverisiert der MSI-Bolide jedes Standard-Notebook. Das von uns zuletzt getestete GeekBook X14 Pro erreichte 24.220 und das Samsung Galaxy Book5 19.235 Punkte. Das Argument, dass diese Notebooks nicht für Gaming gedacht sind ist hier absolut richtig. Und wir belegen das eben mit Messungen.
Insgesamt zeigt der MSI-PC über mehrere synthetische Benchmark-Tests hinweg ein sehr konsistentes, hohes Leistungsniveau – auch wenn wir hier nicht alle im Einzelnen besprechen. Kurz gesagt: Der Vision X AI bestätigt ohne jede Verrenkung den Anspruch eines kompromisslosen High-End-Gaming-PCs, den wir erwarten.
Spiele-Tests: Ein Frameraten-Festmahl
In Spielen präsentiert sich der MSI MEG Vision X AI 2nd so, wie man es sich von einem Luxus-Gaming-PC erhofft: brachial schnell, bemerkenswert souverän und in vielen Szenarien fast schon ein wenig verschwenderisch. Das liegt vor allem an der Kombination aus Intel Core Ultra 9 285K und GeForce RTX 5090, die sich im Test wie ein magisches Duett anfühlen, die jede Herausforderung mit einem Lächeln annehmen.
Deutlich wird das zum Einen am Benchmark von Shadow of the Tomb Raider. In 4K-Auflösung bei hohen Details erreicht das System durchschnittlich 239 Bilder pro Sekunde. Das ist kein gewöhnlich gutes Ergebnis mehr, sondern ein Statement. Selbst die Minimalwerte bewegen sich noch auf hohem Niveau, was auf eine exzellente Frame-Time-Stabilität und eine insgesamt sehr saubere Leistungsentfaltung hindeutet. Dieser Hochgenuss setzt freilich die Liebelei mit etwas älteren Games und den Einsatz eines schnellen 4K-Monitors voraus, die hohen Bildwiederholraten auch auf die Mattscheibe bringt.
Zum Zweiten zeigt Cyberpunk 2077, wie fast schon absurd stark das System in der Praxis auftritt. In WQHD ohne Raytracing und ohne Frame Generation stehen durchschnittlich 184 Bilder pro Sekunde auf dem Zähler. Selbst in 4K erreicht der Rechner noch 114 fps. Und das wohlgemerkt ohne die üblichen digitalen Krücken (DLSS), die man bei schwächeren Systemen gern als Rettungsanker auswirft. Das Resultat ist ein Spielerlebnis, das nicht nur flüssig, sondern in dieser Form luxuriös wirkt.
Zum Dritten: Auch unser Rennspiel-Test Forza Horizon 5 läuft in 4K mit Ultra-Einstellungen und aktivierten Raytracing-Details mit durchschnittlich 202 Bildern pro Sekunde. Bei dieser Leistung fragt man sich unwillkürlich, ob der Monitor überhaupt noch hinterherkommt oder bereits wie wild nach Luft schnappt.
Genau hier liegt der entscheidende Punkt: Für Full-HD- und selbst für WQHD-Monitore ist die Leistung dieses Systems im Grunde überzogen. Wer in 1920 x 1080 oder 2560 x 1440 spielt, schöpft das Potenzial des MSI Vision X AI nur in Ausnahmefällen wirklich aus. Sinnvoll für Gamer wird diese Konfiguration vor allem dann, wenn 4K-Gaming mit hohen Details und schickem Raytracing auf dem Wunschzettel steht – und zusätzlich Reserven für kommende AAA-Titel kommender Jahre abgedeckt werden wollen.
Systemleistung: Ein Kraftpaket für den vollumfänglichen digitalen Alltag
Der MSI MEG Vision X AI 2nd ist nicht bloß ein Spielerechner mit dicken Muskeln, sondern ein System, das auch im Alltag abseits von Games eine Topfigur abgibt. Das Ergebnis des PCMark 10 bescheinigt dem Rechner sowohl im regulären Durchlauf als auch im Extended-Test eine sehr hohe Gesamtleistung. Genau das passt auch zum restlichen Auftritt des Systems, denn die Kombination aus schneller High-End-CPU, extremer Grafikleistung, viel Arbeitsspeicher und flotter NVMe-SSD sorgt für eine Plattform, die auf breiter Front sehr souverän arbeitet.
Im Praxisalltag bedeutet das kurze Ladezeiten, eine spürbar direkte Reaktion bei typischen Office- und Web-Aufgaben, hohe Multitasking-Reserven sowie reichlich Leistungsreserven für aufwendige Medienprojekte. Gerade Bildbearbeitung, Videoschnitt, Rendering und das parallele Arbeiten mit Programmen profitieren enorm von der Ausstattung. Der Rechner meistert diese Aufgaben mühelos.
Für Multimedia und Content Creation ist der MSI-Rechner hervorragend geeignet. Er vereint die erwartete Gaming-Performance mit einer Systemleistung, die auch anspruchsvolle Kreativanwender sehr glücklich machen dürfte. Wer also tagsüber schneidet, rendert, streamt oder produziert und abends mit maximalen Details durch virtuelle Welten streift, bekommt hier ein System, das beide Rollen mit bemerkenswerter Souveränität beherrscht.
Leistung der CPU: Ein verlässliches Arbeitstier
Die CPU-Leistung des MSI MEG Vision X AI 2nd hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck. Der Intel Core Ultra 9 285K liefert in den gezeigten Benchmarks eine sehr hohe Rechenleistung und trägt maßgeblich dazu bei, dass der Rechner nicht nur in GPU-lastigen Disziplinen glänzt. Die Ergebnisse des CPU-Z Benchmarks mit 886 Punkten für den Single-Core und 18.796 Zählern für den Multi-Core-Wert sind exzellent. Zum Vergleich: ein Intel Core i9-14900K erreichte bei uns im Testlabor „nur“ 15168 und ein AMD Ryzen 7 9800X3D nur 8818 Punkte.
Im Fire Strike Extreme erreicht das MSI-System starke 55.218 Physik-Punkte, im Night Raid stehen 24.293 CPU-Punkte zu Buche und auch der CPU-Wert im Time Spy fällt mit 16.962 Punkten hoch aus.
Gerade bei produktiven Anwendungen ist eine hohe CPU-Leistung wichtig, denn sie wirkt sich direkt auf Rendering, Transkodierung, Kompilierung und andere rechenintensive Aufgaben aus. Das System ist damit nicht nur für Spiele bestens aufgestellt, sondern auch für ernsthafte Arbeit. Besonders dann ist das wichtig, wenn beispielsweise Videorendering vonnöten ist und die eingesetzte Software die Grafikkarte nicht oder nur eingeschränkt unterstützt.
Unterm Strich liefert die Intel-CPU eine Top-Rechenleistung und sie ist ein wesentlicher Grund dafür, warum das Gesamtsystem so überzeugend auftritt.
Kühlleistung und Geräuschentwicklung: Kühl im Kopf und leise mit einer Ausnahme
Bei der Kühlleistung zeigt sich der MSI MEG Vision X AI 2nd insgesamt von einer sehr guten Seite. Die zentralen Komponenten des Systems werden ausreichend bis sehr gut gekühlt, sodass CPU und Grafikkarte ihre hohe Leistung auch unter Last stabil abrufen können. Gerade bei einem derart leistungsstarken Gaming-PC ist das keineswegs selbstverständlich, denn viel Leistung erzeugt bekanntlich auch viel Wärme. MSI hat das thermische Konzept hier jedoch insgesamt gut im Griff.
Eine Ausnahme bildet die SSD. Unter anhaltender Dauerlast neigt das Laufwerk dazu, ins Thermal Throttling zu rutschen. Das ist im Alltag für viele Nutzer kein Drama, weil typische Gaming- und Office-Szenarien eine SSD nur selten über längere Zeit vollständig ausreizen. Bei sehr großen, langanhaltenden Kopiervorgängen oder intensiven Speicherbenchmarks kann die Transferrate jedoch durch die steigende Temperatur sinken. Das ist ein Schönheitsfehler, der den meisten wohl nicht aufgefallen wäre. Unser Tipp: die zum Mainboard gehörige Kühlrippe durch einen aktiven Lüfter ersetzen – das könnte zum Beispiel ein Thermalright HR-10 2280 Pro sein, den es bereits für rund 15 Euro im Versandhandel gibt.
Erfreulich ist die geringe Geräuschentwicklung. Trotz der enormen Leistung bleibt der Rechner akustisch erstaunlich moderat. Unter Office-Last arbeitet das System sehr leise und drängt sich im Arbeitszimmer nicht unangenehm in den Vordergrund. Beim Gaming ist der MSI-PC zwar klar hörbar, doch nie auf eine störende oder nervöse Weise. Das Klangbild bleibt insgesamt recht tief-sonorisch und frei von unangenehmen Spitzen. Genau so sollte es bei einem High-End-Rechner sein: Leistung satt, aber bitte ohne Föhnsimulation, denn dieser Rechner wird durch das eingebaute Touchdisplay ja immer auf dem Schreibtisch stehen – das sollte man bedenken.
