Auvisio EZM-315 im Test: Mobiler 18,5-Zoll-Monitor mit 120 Hz
Groß, mobil und schnell: Der EZM-315 bietet 18,5 Zoll, Full-HD-IPS und 120 Hz. Ob das Konzept des mobilen Monitors überzeugt, zeigt der Test.
Das IPS-Panel des Auvisio EZM-315 löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf und erreicht damit eine Pixeldichte von 119 ppi bei der 47-cm-Diagonale (18,5 Zoll). Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 120 Hz, was doppelt so hoch ausfällt wie bei Standard-Displays. Die maximale Helligkeit wird vom Hersteller mit...
Das IPS-Panel des Auvisio EZM-315 löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf und erreicht damit eine Pixeldichte von 119 ppi bei der 47-cm-Diagonale (18,5 Zoll). Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 120 Hz, was doppelt so hoch ausfällt wie bei Standard-Displays. Die maximale Helligkeit wird vom Hersteller mit 250 cd/m² angegeben, während das Kontrastverhältnis mit 1000:1 beziffert wird.
Das IPS-Panel ermöglicht laut Spezifikation einen Betrachtungswinkel von 170 Grad in horizontaler und vertikaler Richtung. Ob der EZM-315 mit diesen Daten im Gepäck überzeugt, zeigt unser Praxistest.
Wie gut sind Verarbeitung und Ausstattung?
Der Monitor misst 426 x 254 x 9 mm bei einem Gewicht von 1,14 kg. Das Kunststoffgehäuse wirkt solide verarbeitet. Ein integrierter Ständer lässt sich ausklappen und ermöglicht flexible Aufstellwinkel. Die Konstruktion des Klappständers erlaubt allerdings nur die Nutzung im Querformat, eine Hochformat-Aufstellung ist nicht möglich.
Die Anschlussausstattung umfasst zwei USB-C-Ports, einen Mini-HDMI-Eingang sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Der Monitor lässt sich über USB-C mit Strom versorgen, wobei die Leistung des angeschlossenen Notebooks ausschlaggebend ist. Bei Geräten mit ausreichender USB-C-Stromausgabe funktioniert der Betrieb ohne zusätzliches Netzteil, während leistungsschwächere Notebooks oder Smartphones das mitgelieferte USB-C-Netzteil mit 17,5 Watt benötigen.
Zwei integrierte Stereo-Lautsprecher mit jeweils 1 Watt Ausgangsleistung sind verbaut. Die Bedienung erfolgt etwas fummelig über eine Taste und einen Schalter auf der Gehäuserückseite. Zum Lieferumfang gehören ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel mit 1 Meter Länge, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie das erwähnte USB-C-Netzteil.
Welche Geräte profitieren von der 120-Hz-Bildwiederholrate?
Die 120-Hz-Bildwiederholrate des EZM-315 funktioniert sowohl über USB-C als auch über den Mini-HDMI-Anschluss.
Die höhere Bildwiederholfrequenz entfaltet ihre Vorteile zudem nur, wenn das angeschlossene Quellgerät ebenfalls 120 Hz ausgeben kann. Aktuelle Spielkonsolen wie PlayStation 5 und Xbox Series X unterstützen 120 Hz bei Full-HD-Auflösung in ausgewählten Spielen. Bei Smartphones und Notebooks hängt die Unterstützung vom jeweiligen Modell ab, wobei viele Geräte über externe Displays weiterhin nur 60 Hz ausgeben.
Samsung-Geräte mit DeX-Modus sind softwareseitig auf 60 Hz limitiert, auch wenn der angeschlossene Monitor höhere Bildwiederholraten unterstützt. In Szenarien mit 60-Hz-Quellgeräten bringt die 120-Hz-Fähigkeit des Monitors also keinen Vorteil.
Hinweis: Der Monitor verfügt über eine nicht dokumentierte FreeSync-Funktion, die im OSD aktiviert werden kann. Die EDID gibt einen VRR-Bereich von 30–144 Hz an, obwohl die maximale Bildwiederholrate nur mit 120 Hz angegeben wird. Ob und in welchem Umfang adaptive Bildwiederholraten tatsächlich funktionieren, ließ sich im Testzeitraum nicht abschließend verifizieren.
Welche Einsatzszenarien eignen sich für den Monitor?
Der EZM-315 lässt sich über USB-C mit Smartphones, Tablets und Notebooks verbinden. Bei Samsung-Geräten funktioniert die Nutzung des DeX-Modus, der eine Desktop-ähnliche Oberfläche auf den externen Monitor bringt. Der Monitor hat keine Touch-Funktion: Bei Nutzung des Samsung DeX-Modus kann man das Smartphone dann aber als Touchpad nutzen, um den Cursor zu steuern. Wer lieber Maus und Tastatur bevorzugt, koppelt diese per Bluetooth direkt mit dem Smartphone .
Die größere Bilddiagonale von 18,5 Zoll gegenüber den verbreiteten 15,6-Zoll-Modellen vergrößert zwar die dargestellten Inhalte, bietet bei gleicher Full-HD-Auflösung aber keine zusätzliche Arbeitsfläche. Die Pixeldichte von 119 ppi liegt niedriger als bei kompakteren Monitoren mit identischer Auflösung, was sich in einer weniger scharfen Darstellung bemerkbar machen kann.
Die Abmessungen und das Gewicht von 1,14 kg qualifizieren den Monitor eher für gelegentliche Standortwechsel als für den täglichen Transport in Zug oder Café. Die Stromversorgung über USB-C funktioniert bei Notebooks mit ausreichender Leistungsabgabe ohne zusätzliches Netzteil, was die Mobilität in diesen Fällen aber verbessert.
Die Entspiegelung der Displayoberfläche überzeugt im Praxistest und reduziert störende Reflexionen. Die Farbdarstellung erscheint uns - trotz IPS-Technologie - etwas blass, was bei der Bildbearbeitung oder beim Betrachten farbintensiver Inhalte auffällt.
Für wen eignet sich der Auvisio EZM-315?
Wer schon immer nach einem großen mobilen Monitor gesucht hat, findet im Auvisio EZM-315 eine Option mit 18,5 Zoll (47 cm) Bilddiagonale. Besonders für Anwender mit kompakten Laptops bis 13 Zoll Bildschirmdiagonale bietet der externe Monitor also einen spürbaren Vorteil: Auch wenn die Auflösung bei Full HD bleibt, vergrößert sich die physische Darstellung von Texten, Symbolen und Bildschirminhalten deutlich, was die Lesbarkeit und Übersichtlichkeit erheblich verbessert.
Mit einem Preis von knapp 170 Euro (166,99 Euro bei PEARL) positioniert sich das Gerät im mittleren Preissegment. Die 120-Hz-Bildwiederholrate hebt den EZM-315 von günstigeren 60-Hz-Modellen ab, entfaltet ihren Nutzen aber nur bei kompatiblen Quellgeräten.
Fazit: So gut ist der Auvisio EZM-315
Der auvisio EZM-315 kombiniert eine für portable Monitore ungewöhnlich große Bilddiagonale von 18,5 Zoll (47 cm) mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Der Monitor eignet sich für Anwender, die gelegentlich zwischen verschiedenen Arbeitsorten wechseln und die größere Darstellung der Full-HD-Inhalte gegenüber kompakteren Modellen bevorzugen.
Die Verarbeitung wirkt solide, während die gute Entspiegelung störende Reflexionen minimiert. Die etwas blasse Farbdarstellung trotz IPS-Panel und die maximale Helligkeit von nur 250 cd/m² können die Nutzung bei schwierigen Lichtverhältnissen einschränken. Die Stromversorgung über USB-C ist möglich, wenn das angeschlossene Notebook genug Leistung über seinen USB-C-Port liefert. Bei Smartphones oder älteren Notebooks ist jedoch das mitgelieferte Netzteil erforderlich.
Empfehlenswert ist das Gerät für Anwender mit kompakten Notebooks, die gelegentlich einen größeren Bildschirm benötigen, sowie für Gaming-Sessions mit aktuellen Konsolen, die 120 Hz bei Full-HD unterstützen.