Fitnesstracker

Newgen medicals SW-260.hr: Günstige Sportuhr im Check

Für knapp 46 Euro bietet Versender Pearl die Sportuhr Newgen medicals SW-260.hr mit Herzfrequenzmessung an. Was sie taugt, klärt unser Praxistest.

© Pearl

Sportuhr zum Schnäppchenpreis: die Newgen medicals SW-260.hr.

Die Sportuhr Newgen medicals SW-260.hr erreichte uns in einer gefälligen Kartonverpackung, wobei die Uhr selbst in einer eher billigen Plastikschatulle steckt. Ihr Gehäuse ist gut verarbeitet, das abgerundete Pebble-Design gefällt. Mit rund 4 x 3,5 Zentimeter bei 1 Zentimeter Höhe wirkt sie auch an schmaleren Handgelenken nicht klobig. Unser Umfeld hielt die Newgen für deutlich teurer als sie mit 46 Euro ist – wobei Versandhändler Pearl die UVP mit 130 Euro angibt.

Positiv: Geladen wird die Watch über eine fest einrastende USB-Verbindung statt über eine halbherzige Magnethalterung.

© Pearl

Solide Ladevorrichtung: Die Newgen-Uhr setzt auf eine USB-Halterung.

Besser eine andere App nutzen

Auch gut: Es liegt eine recht ausführliche, wenngleich schmucklose Bedienungsanleitung an. Eine eigene App hat Newgen nicht. Der Hersteller empfiehlt die "VeryFitPlus“-App, die sich in den Stores von Apple und Google Play kostenlos laden lässt. Für deutsche Nutzer ist die allerdings nicht ideal: Veryfit Plus fragt beim ersten Registrieren Geschlecht, Geburtstag, „Höhe“, also Größe in „Fuß“ und „Inches“, Gewicht in „Pfund“ ab – da heißt es umrechnen. Auch die Menüführung ist mitunter abstrus übersetzt: „Klicken Sie hier, um das Armband zu binden“ als Aufforderung zur Kopplung ist noch eines der besseren Beispiele. Die Smartwatch wird als „NX-4584“ per Bluetooth erkannt und mit „Erfolgreich binden“ bestätigt. Ich binde, band, gebunden? Egal, denn jetzt kann es mit „Beginne zu erleben“ ja losgehen.

Dass die Herzfrequenz mit 62 Zeiten/Minuten angegeben wird, zeigt einmal mehr, dass Softwareentwicklung inklusive Übersetzer viel Geld kostet. Um keine Verwirrung aufkommen zu lassen, bedient sich auch das Handbüchlein der Begrifflichkeiten der App, die nach Registrierung umfangreichere Statistiken zu den Fitnessdaten ermöglicht oder virtuelle Aktivitäts-Pokale in einer Erfolgsliste überreicht.

Ärgerlich ist, dass sich einige Funktionen (Herzfrequenzeinstellung manuell/automatisch), Displayfunktionen) in der Veryfit-Plus-App entgegen der Beschreibung in der Bedienungsanleitung nicht anwählen ließen, dafür aber in der Veryfit-Pro-App, die grundsätzlich ausgereifter wirkt und die empfehlenswertere ist.

Zurück zur Uhr: Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über horizontales und vertikales Wischen, sportliche Aktivitäten (Laufen, Gehen, Radfahren, Wandern, Bergsteigen, Laufband, Spinning oder Yoga) werden über Tastendruck gestartet und dann im Rahmen der Messgenauigkeit erfasst.

Auflösung des Displays ist gut, die Ablesbarkeit auch

Die Herzfrequenz erfasste die Newgen nachvollziehbar genau, bei den Aktivitäten greift sie auf das GPS des angebundenen Smartphones zurück, was die Genauigkeit der Streckenangabe deutlich verbessert. Der Bewegungssensor wurde ansonsten eher sensibel programmiert und interpretiert gern mal eine ruckartige Handbewegung als Schritt, was man einer Sportuhr der 400-Euro-Klasse vorwerfen könnte, einem erweiterten Fitnesstracker der 50-Euro-Region aber nicht. 

Regenschauer übersteht die Uhr dank der Schutzklasse IP68, die für ein Untertauchen bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von bis zu 2 Metern steht. Newgen deklariert auf der Verpackung 5 ATM Wasserdichtigkeit, was durchaus für gefahrloses Schwimmen steht – aber eben nur auf dem Karton.Weiterer Pluspunkt ist die lange Akkulaufzeit, die im Praxisbetrieb als Tracker problemlos 10 Tage erreichte.

© WMP

Fazit

Am Ende ist die Newgen-Uhr ein guter Einstieg in die Welt der Fitnesstracker, die man entweder behalten oder guten Gewissens weiterreichen kann, wenn man sich in höhere Sportuhrsphären aufschwingen möchte. Ein Manko ist die schlecht übersetzte App.

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