Testbericht

Nokia 6600 Fold

Das Nokia 6600 Fold überzeugt mit Eleganz und netten Detaillösungen, offenbart aber auch Akkuschwächen. Kurz: Wer auf der Suche nach einem besonders eleganten Handy ist, landet derzeit fast zwangsläufig beim 6600 Fold von Nokia.

Inhalt
  1. Nokia 6600 Fold
  2. Datenblatt

© Archiv

Testbericht Nokia 6600 Fold

Das 339 Euro teure Klappmodell gefällt nicht nur mit eleganter Linienführung und wertiger Verarbeitung, sondern auch mit netten Details. Zum Aufklappen etwa genügt ein Druck auf eine seitliche Taste, schon schwingt sich der Displaydeckel von elektromagnetischer Zauberhand getrieben nach oben.

Ebenfalls lässig: Das im Ruhezustand nicht sichtbare Außendisplay lässt sich durch  zwei maliges Tippen aufs Gehäuse aktivieren und zeigt je nach Lage die Uhrzeit oder den Eingang eines Anrufs oder einer Nachricht an.

Zu haben ist der UMTS-Klapper in dezentem Schwarz oder in einem schicken Farbmix, der von Silber langsam in dunkles Lila übergeht; ein Täschchen für den kratzfreien Transport liegt bei.

Augen- und Fingerfreude

© Fotos: Hersteller

Gute Linien und gute Verarbeitung: Klapphandy Nokia 6600 Fold

Ein Hingucker ist das kontraststarke, 2,1 Zoll große OLED-Display, das im Gegensatz zur Variante im N85 auch bei den Standby- und Menüinhalten mit einer scharfen Darstellung überzeugen kann. Dank der stabilen und flott zu bedienenden Serie-40-Plattform hat man den Umgang mit dem 6600 bald intus, ohne wertvolle Zeit in das Studium der Bedienungsanleitung investieren zu müssen.

An der insgesamt gelungenen Handhabung hat aber auch die Tastatur einen gewichtigen Anteil: Als Klapphandy bietet das Nokia besonders großzügig dimensionierte Drücker, wobei der Wechsel zwischen rauer und glatter Oberflächenstruktur für haptische Abwechslung sorgt.

Der Blick auf die Ausstattungsliste offenbart kaum Lücken. So fehlt dem Quadband-Handy lediglich die Unterstützung von HSDPA und WLAN. An Bord hat das 6600 dafür einen E-Mail-Client, Bluetooth, EDGE und Nokia Maps, was in Verbindung mit einem optionalen GPS-Empfänger Navigation ermöglicht. Die Kamera, der bei Schummerlicht ein Fotolicht assistiert, ist kein Highlight, schießt aber brauchbare Bilder mit zwei Megapixeln; Videos zeichnet sie sogar in VGA-Auflösung auf.

Mitgeliefertes In-Ear-Headset mit klasse Klang

© Archiv

Perfekt: Der einfach zu bedienende Musicplayer

Und anders als bei den Dickschiffen N96 und N85 verdient sich das mitgelieferte Headset ein dickes Lob: Beim 6600 packt Nokia eine In-Ear-Variante bei, die um Klassen besser klingt als die Lauscher der beiden N-Serie-Handys.

Dazu passt der einfach zu bedienende Musicplayer perfekt, der neben einer Coveranzeige auch einen Equalizer bietet und Songs per Bluetooth-Stereo-Audio-Profil auf Zubehör streamen kann.

Im Labor lief nicht alles rund fürs 6600 Fold: Zwar profitiert der Klapper von seinem stromsparenden OLED-Display, das den Nutzer bis zu 26 Stunden am Stück mit Informationen versorgt.

Die Standby-Zeit ist jedoch mehr als mau: Je nach gewähltem Netz bleibt das Nokia zwischen vier und sechs Tagen auf Empfang - das ist indiskutabel. Auch die Sende- und Empfangsqualität kommt nicht über die Verbalnote "ausreichend" hinaus. Immerhin: Wer Empfang hat, kann sich über die klare Akustik freuen.  

Nokia 6600 Fold

Nokia 6600 Fold
Hersteller Nokia
Preis 219.00 €
Wertung 324.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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