Testbericht

Nokia N96

4.3.2008 von Redaktion connect, Markus Eckstein und Michael Peuckert

Zu den absoluten Highlights des Mobile World Congress 2008 gehörte ohne Zweifel der Multimedia-Überflieger Nokia N96, der Navigation, Video und Mobile TV gekonnt unter einen Hut bringt.

ca. 2:00 Min
Testbericht
  1. Nokia N96
  2. Datenblatt
Nokia N96
Nokia N96
© Archiv
Gaming
Auch Gaming-Fans kommen beim N96 dank N-Gage-Plattform voll auf ihre Kosten.
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Im Gegensatz zum vergleichsweise dröge designten N95 und dem nur wenig smarteren N95 8GB hat sich Nokia beim N96 auch in Sachen Optik ins Zeug gelegt. Zwar kommt auch dieser wie das N95 nach oben und nach unten aufschiebbare Slider recht voluminös und gewichtig daher. Dank des zweifarbigen, abgerundeten Gehäuses wirkt das 659 Euro teure N96 jedoch richtig schick und sieht rein äußerlich aus wie ein großer Bruder des N81. In puncto Ausstattung lässt Nokia erst gar keine Fragen aufkommen und brennt ein wahres Feuerwerk ab: In den schicken Dual-Slider haben die Finnen einfach alles gepackt, was gut, teuer und machbar ist. So deckt das UMTS-Quadband-Modell mit HSDPA und EDGE gleich beide Download-Turbos ab, WLAN erlaubt Surfen im Hotspot und etliche Bluetooth-Profile sorgen für den Kontakt zu allerlei Komfortzubehör. Dank des integrierten GPS-Empfängers, der auch A-GPS unterstützt, und der vorinstallierten Anwendung Nokia Maps 2.0 ist das N96 zudem für den Navigationseinsatz bestens gerüstet.

Stark in Foto, Video und TV

Video
Das N96 liefert auf seinem 2,8 Zoll großen Display eine tolle Videoqualität ab.
© Archiv

Haupteinsatzzweck soll jedoch der Video- und TV-Betrieb sein. So hat der Dual-Slider einen DVB-H-Receiver samt elektronischem Programmguide an Bord und beherrscht bei den Videoformaten neben MPEG-4 auch WMV. Die Qualität der Videowiedergabe konnte im Praxistest absolut überzeugen, auch wenn im DVB-H-Betrieb vereinzelte Klötzchenbildung zu sehen war. Praktisches Detail: Dank einem Metallclip auf der Rückseite kann man das N96 auf einen Tisch stellen und sich so Videos und TV-Sendungen bequem zu Gemüte führen. Auf der Rückseite lässt sich zudem eine 5-Megapixel-Kamera finden, die neben Fotos auch Videos in VGA-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde auf den Speicher bannt. Apropos Speicher: Hier geht das N96 mit 16 Gigabyte richtig in die Vollen - da kann Stand heute nur das neue iPhone gegenhalten.

Ein Lob verdient die bereits makellose Verarbeitung des Vorserien-geräts, ebenso die gut bedienbare Tastatur. Diese bietet einen Extradrücker für das umfangreiche Multimedia-Menü, wie er sich schon bei den N81-Modellen und dem N82 findet. Damit lassen sich alle gespeicherten Medien besonders schnell aufrufen. Zudem sind die Playertasten des N96 gleich in zweifacher Ausführung vorhanden: Im normalen, vertikalen Betrieb erscheinen sie direkt neben den Fünf-Wege-Keys, schiebt man die Front nach unten oder hält das Handy horizontal, zeigt sich der zweite Tastensatz.

Einfaches Handling, tolles Display

Bei der Menüführung gibt es keine bösen Überraschungen. Die Serie-60-Oberfläche gefällt mit eindeutigen Bezeichnungen und hilfreichen Icons, allerdings gibt es sehr viele Optionen, worunter die Übersichtlichkeit leidet. Bemerkenswert ist, dass das Zappen durch die Menüs zügig klappt. Einen gewichtigen Anteil an der in der Summe einfachen Bedienung hat das brillante und mit 2,8 Zoll Diagonale sehr große Display. Wie stromhungrig die helle Anzeige ist, wird freilich erst der Labortest bei Serienreife offenbaren.

Nokia N96

Nokia N96
Hersteller Nokia
Preis 399.00 €
Wertung 366.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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