Einsteiger-Smartphones von Oppo

Oppo A16 und A16s im Test

29.9.2021 von Andreas Seeger

Das neue A16 markiert bei Oppo das untere Ende der Fahnenstange. Das 6,5-Zoll-Smartphone ist bereits für 179 Euro erhältlich. Was man dafür bekommt, zeigt der Test von connect.

ca. 3:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Oppo A16
Das A16 ist das günstigste Smartphone von Oppo. Es startet bereits bei 159 Euro.
© connect

Pro

  • ansprechendes Design und solide Verarbeitung
  • leuchtstarkes Display
  • 2 x Nano SIM und 1 x microSD
  • seitlicher Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und präzise
  • guter Lieferumfang inklusive Case
  • Android 11 mit vielen Extras
  • 3 Jahre Security Patches und ein Update auf Android 12

Contra

  • kein NFC (nur A16)
  • leistungsschwacher Prozessor

Fazit

In der Summe legt Oppo hier ein grundsolides Einsteiger-Phone auf den Tisch, das sich abgesehen von den preisbedingten Schwächen keine Patzer leistet. Jedem Käufer sollte aber klar sein, dass er technisch einen Quantensprung macht, wenn er 50 Euro drauflegt.

Man bekommt das Oppo A16 stellenweise sogar schon für 159 Euro im freien Handel. Das Oppo A16s wird dagegen exklusiv bei Vodafone verkauft. Es ist im Gegensatz zum normalen 16er mit NFC ausgestattet, eignet sich also auch zum mobilen Bezahlen.

Dass das Gehäusedesign zu Oppos großen Stärken gehört, sieht man auch dem günstigsten Smartphone im Portfolio an. Trotz eines mächtigen 5.000-mAh-Akku ist das A16 nur 8 Millimeter dünn. Rahmen und Rückseite sind ergonomisch gerundet und in einem matten Blau durchgefärbt, das uns sehr gut gefällt. In Kombination mit der großen Kameraeinheit mit drei Optiken entsteht der Eindruck, es mit einem starken Mittelklasse-Smartphone zu tun zu haben, und nicht mit einem Einsteiger unter 200 Euro. Nach dem Erstkontakt wird aber klar, dass auch Oppo nur mit Wasser kocht, denn der Kunststoffrücken bietet keine hohe Anfassqualität und ist kratzanfälliger als Glas.

Die Verarbeitung ist sehr gut. Es gibt sogar eine IPX4-Zertifizierung, was immerhin Spritzwasserschutz bedeutet.

Oppo A16
Die Rückseite der uns vorliegenden Variante Pearl Blue schimmert elegant in einem sanften Blauton - die Optik ist auf diesem Preisniveau äußerst gelungen.
© connect

Technisch keine Überraschungen

Technisch wird eine preisgerechte Mischung geboten: Das LCD schafft nur 1.600 x 720 Pixel, die Darstellung ist also nicht so knackig wie mit einem Full-HD-Display. Die Leuchtkraft ist sehr gut, die Darstellung aber nicht besonders kontrastreich. Bei der Kamera gilt das Motto „Mehr Schein als Sein“, das uns im Niedrigpreissegment leider sehr häufig begegnet. Denn hinter den drei Optiken steckt nur die Smartphone-typische Weitwinkel-Brennweite, die bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Schnappschüsse produziert, bei wenig Licht aber einbricht. Der gleiche Befund gilt für die 8-Megapixel-Frontkamera.

Beim Prozessor setzt Oppo auf einen besonders günstigen Vertreter, der entsprechend leistungsschwach daherkommt (106.101 Punkte bei Antutu sind ein weit unterdurchschnittliches Ergebnis). MediaTeks Helio G35 wurde vor mehr als einem Jahr vorgestellt und gehört in die absolute Einsteigerklasse. Das Starten von Apps dauert entsprechend länger, die intensive Nutzung mit mehreren Apps kann das Gerät verlangsamen. Mit dieser Einschränkung muss man in der Preisklasse unter 200 Euro allerdings leben.

Oppo A16 Fingerabdrucksensor
Auf der rechten Seite im Rahmen ist der Fingerabdrucksensor positioniert. Erkennungsrate und -geschwindigkeit sind top.
© connect

Schnelle Entsperrung, üppiger Lieferumfang

Umso überraschter waren wir von der schnellen Entsperrung des Displays: Wenn man den Daumen leicht darauf legt, erscheint gedankenschnell der entsperrte Homescreeen. Die Erkennungsrate ist sehr hoch.

Der neue Mobilfunkstandard 5G ist noch nicht so tief nach unten vorgedrungen. Dafür findet man eine Klinkenbuchse für Kopfhörer und drei Steckplätze für SIM und microSD, sodass man den Speicher erweitern kann, ohne auf Dual-SIM verzichten zu müssen.

Über dem Durchschnitt bewegt sich auch der Lieferumfang, denn Oppo legt nicht nur Kopfhörer in den Karton, sondern auch ein Case aus transparentem Kunststoff. Eine Displayschutzfolie ist ab Werk aufgeklebt. Das Netzteil schafft 10 Watt, einmal vollladen dauert entsprechend mehr als 2 Stunden. Das ist nicht schnell, aber besser als nichts: Samsung verzichtet bei seinem 1800-Euro-Foldable Fold 3 komplett auf ein Netzteil.

Oppos bewährte Software ColorOS

Auf unserem Testsample, einem A16s, wollte uns der Einrichtungsassistent dazu „überreden“, Vodafone-Apps zu installieren. Zudem sind ein paar Apps wie Booking oder PUBG Mobile ungefragt vorinstalliert. Davon abgesehen präsentiert sich das System sehr vielseitig. Oppos Color OS bietet eine große Einstellungstiefe und viele Extras wie App Cloning und einen Spielemodus. Auch der Software-Support überzeugt. Auf Nachfrage erklärte Oppo, dass das A16 drei Jahre lang mit Security Patches versorgt und Android 12 erhalten wird.

Fazit: Langläufer mit preisbedingten Einschränkungen

Der mächtige Akku hält das A16 auch bei intensiver Nutzung etwa zwei Tage im Spiel, was ein sehr guter Wert ist. In der Summe legt Oppo hier ein grundsolides Einsteiger-Phone auf den Tisch, das sich abgesehen von den preisbedingten Schwächen keine Patzer leistet. Jedem Käufer sollte aber klar sein, dass er technisch einen Quantensprung macht, wenn er 50 Euro drauflegt. Dann gibt es das Xiaomi Poco X3 NFC und das Oppo A54 5G – beide mit schnellen Full-HD-Displays und stärkeren Prozessoren. Beim A54 gibt es sogar 5G obendrauf..

Oppo A16 und A16s
Oppo A16 und A16s
© connect

Oppo A16 / A16s technische Daten

  • Preis und Speicher: 179 Euro mit 4/64 GB
  • Farben: Crystal Black, Pearl Blue
  • Größe und Gewicht: 164 x 76 x 8 Millimeter und 190 Gramm
  • SoC: MediaTek Helio G35 mit 2,3 GHz
  • Display: LCD mit 6,5 Zoll und 1600 x 720 Pixel
  • Hauptkamera: Weitwinkel (F2.2) mit 13 MP + Makrokamera mit 2 MP + Tiefensensor mit 2 MP
  • Frontkamera mit 8 Megapixel
  • Konnektivität: 4G, 3G, 2G, WiFi 5, Bluetooth 5.0, NFC (nur Oppo A16s), USB-C, Klinkenbuchse
  • Dual-SIM + microSD (1x Nano SIM + 1x Nano SIM + 1 x microSD)
  • Akku mit 5.000 mAh
  • System Android 11 mit ColorOS 11
  • Besonderheiten: 10-Watt-Netzteil im Lieferumfang, spritzwasserfest nach IPX4

Mehr lesen

Bestenliste

Top 10: Die besten Android-Smartphones 2020

Top 10 Smartphones - Bestenliste

Die besten Smartphones bis 300 Euro

Bestenliste

Top 10 - Die zehn besten Tablets im Test

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

BQ Aquaris X und BQ Aquaris X Pro

Android-Smartphones

BQ Aquaris X und Aquaris X Pro im Test

81,2%

Der spanische Hersteller BQ hat mit dem Aquaris X und Aquaris X Pro zwei Topmodelle auf dem Markt. Wir haben die beiden Smartphones getestet.

Aquaris V BQ

Android-Smartphones

BQ Aquaris V im Test

77,2%

Mit dem Aqua­ris V adressiert BQ preisbewusste Käufer. Was bietet das Smartphone für 250 Euro und wie gut schneidet es im connect-Test ab?

Blackberry KEY2

Tastatur-Smartphone

Blackberry Key 2 im Test

82,0%

Neue Tastatur-Smartphones sind eine Rarität. Kann der Blackberry Key 2 auch Kunden überzeugen, die mehr wollen als ein präzises Schreibgefühl?

Oppo Find X2 Lite

Mittelklasse-Smartphone

Oppo Find X2 Lite im Test

80,4%

Oppo rundet mit dem Find X2 Lite die X2-Serie nach unten ab. Was bietet das Mittelklasse-Smartphone im Test?

Fairphone 4

Nachhaltige Smartphones sind möglich

Fairphone 4 im Test

Das Fairphone 4 könnte ein Game Changer sein: Endlich ein nachhaltiges Smartphone mit einem modernen Design und modernen Technologien.