Mittelklasse-Smartphone

Oppo Reno6 5G im Test: Der Eyecatcher

18.10.2021 von Joachim Bley und Wadim Herdt

Sie mögen das aktuelle iPhone-Design, sind aber fest in der Android-Welt verankert? Dann sollten Sie sich das Oppo Reno6 5G und diesen Test einmal genauer ansehen.

ca. 3:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Oppo Reno6 5G im Test: Der Eyecatcher
  2. Fotoqualität: Oppo Reno6 5G im Kameratest
Oppo Reno 6 5G im Test
Zeigt klare Designkante: An seinem planen Metallrahmen lässt sich das Reno6 5G auch mit den Fingerkuppen sicher halten.
© Oppo / Montage: connect
EUR 469,99
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Pro

  • wertiges, funktionales Design
  • fingerabdruckfreie Glasrückseite
  • fein auflösendes 90-Hz-OLED
  • gute Systemperformance
  • im Detail anpassbare, bedienfreundliche
  • Benutzeroberfläche
  • Weitwinkelhauptkamera mit
  • knackig, scharfer Bildqualität
  • 5G- und Wi-Fi-6-Connectivity
  • hohe Ausdauer und 65-W-Laden
  • solide Funkleistungen
  • lückenloser Lieferumfang

Contra

  • nur in Schwarz erhältlich
  • keine Speichererweiterung
  • Monolautsprecher, kein Tele
  • schwache Akustikeigenschaften

Fazit

connect Testurteil: gut (397 von 500 Punkten)


79,4%

Curved oder klare Kante? Die Mehrheit der Produktdesigner bevorzugt Gehäuse, die sich zum Teil samt den Displayrändern längsseits nach außen krümmen und so besser in der Hand liegen. Modelle wie die iPhones 12 und 13 sind anders. Sie setzen auf eine breitere, plane Umrandung.

Oppo schlägt mit dem Reno6 denselben Weg ein und bringt so frischen Wind in die Android-Modellpalette. Die Praxis zeigt, dass der geradlinige Metallrahmen hier keine Zierde ist, sondern echte Vorteile bringt. Beispielsweise lässt sich das hochwertige Gehäuse beim Fotografieren im Querformat mit den Fingerkuppen stabiler und sicherer halten.

Auch hinter Oppos patentiertem „Glow“-Design steckt mehr. Gemeint ist die seidenmatt schimmernde Rückseite aus geätztem Glas. Vorteil: Auf der Oberfläche hinterlassen Fingerabdrücke keinerlei Spuren, sodass das Reno6 immer wie aus dem Ei gepellt aussieht. Hier trifft die Feststellung, dass Design auch das ist, was man nicht sieht, zu. Die verwendeten Materialien und die Verarbeitungsqualität sind für ein 500-Euro-Modell erste Sahne.

Das fängt bei sanft abgerundeten Rahmenkanten an, setzt sich über die nahtlose Einbettung des Displays, das mit Gorilla Glass 5 und einer werkseitig aufgebrachten Folie geschützt ist, fort und hört bei den klar definierten Druckpunkten der Tasten noch nicht auf. Kleiner Wermutstropfen: Das robuste, acht Millimeter schlanke Gehäuse ist nur spritzwassergeschützt nach IP54.

Oppo Reno 6 5G im Test: Screenshots
(links) User Interface: Oppos Color OS 11.3 kann bis ins Detail nach Nutzervorlieben eingerichtet werden. (Mitte) Symbol-Style: Auch Form, Größe und Schriften der App-Icons sind nach eigenem Gusto anpassbar. (rechts) Randerscheinung: Animierte, seitliche Lichtbänder informieren über neue Nachrichten.
© Screenshots / Montage: connect

Knackig, scharfe 90-Hz-Anzeige

Das Reno6 gibt den Startbildschirm über einen im Display integrierten optischen Fingerabdruckscanner oder per Gesichtserkennung komfortabel frei. Das netto 16 Zentimeter messende OLED löst mit 409 ppi fein auf und bietet für eine stabilere Darstellung bewegter Inhalte eine höhere Bildwiederholrate von 90 Hertz.

Die Ränder auf der Vorderseite fallen ringsum sehr schmal aus. Zu dem guten Screen-to-Body-Verhältnis von 88% trägt auch die 32-Megapixel-Frontkamera bei, die direkt im Display platziert ist und detailgenaue Selfies erstellt. Für einen flotten Antrieb sorgt ein noch junger 6-Nanometer-Systemchip von Mediatek.

Der Dimensity 900 (MT6877) hat zwei neue, leistungsstarke Cortex-A78-Kerne an Bord. Die Benchmark-Ergebnisse bewegen sich meist auf einem überdurchschnittlichen Niveau, zeigen aber auch, dass die Rechenpower nominell klar hinter aktuellen Spitzen-SoCs bleibt. Auf die alltägliche Bedienung hat das keinen spürbaren Einfluss.

Im Gegenteil: Android 11 und die Bedienoberfläche Color OS 11.3, die wie gehabt jede Menge Einstelloptionen und Zusatzfunktionen mitbringt, laufen auf der Hardwarebasis wie geölt. Das mag daran liegen, dass Color OS 11 mit den Ressourcen sehr effizient umgeht.

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Typisches Speicherangebot, virtuell erweiterbares RAM

Wer noch mehr herauskitzeln möchte, kann von dem knapp 110 GByte verfügbaren Flash-Speicher einen Teil als virtuelles RAM nutzen. Der echte 8-GB-Arbeitsspeicher kann so um bis zu 5 GB erweitert werden. Die Speicherausstattung genügt heutigen Anforderungen. Ein 256- GB-Flash-Speicher wäre auch nicht verkehrt gewesen, zumal der Dual-SIM-Einschub keine microSD-Karten aufnimmt.

Insgesamt weist die Ausstattungsliste einige Lücken auf. Das ist in der Mittelklasse nicht anders zu erwarten. Neben Qi-Unterstützung für kabelloses Laden fehlen hier Stereolautsprecher und eine Audioklinke.

Die Dreifachkamera verzichtet auf eine optische Bildstabilisierung. Statt einer wichtigeren Teleoptik gibt‘s ein 2-MP-Makro. Dafür entschädigt die gute Fotoqualität der 64-MP-Weitwinkelkamera. Mehr dazu auf der nächsten Seite.

Videos erstellt das Reno6 maximal in 4KAuflösung mit 30 Bildern pro Sekunde. Neu ist hier die Möglichkeit, Portraitfilmaufnahmen von Personen zu erstellen. Die gelungenen Bokeh-Effekte bei Bewegtbildern werden mit KI-Unterstützung während der Aufnahme eingearbeitet.

Testsiegel connect gut
Testsiegel connect gut
© WEKA Media Publishing GmbH

Oppo Reno6 technische Daten

  • Preis und Speicher: 499 Euro mit 8/128 GB
  • Farben: Stellar Black
  • Größe und Gewicht: 157 x 72 x 8 Millimeter und 182 Gramm
  • SoC: Mediatek Dimensity 900 mit 2,1 GHz
  • Display: OLED mit 6,4 Zoll und 2.400 x 1.080 Pixel, Bildwiederholrate 90 Hertz
  • Hauptkamera: Ultraweitwinkel (F2.2) mit 8 Megapixel + Weitwinkel (F1.7) mit 64 Megapixel + Makrokamera mit 2 Megapixel
  • Frontkamera mit 32 Megapixel (F2.4)
  • Konnektivität: 5G, 4G, 3G, 2G, WiFi 6, Bluetooth 5.2, NFC, USB-C
  • Dual-SIM (1x Nano SIM + 1 x Nano SIM)
  • Akku mit 4.300 mAh
  • System: Android 11 mit Color OS 11.3
  • Besonderheiten: 65-Watt-Netzteil im Lieferumfang, IP54, Fingerabdrucksensor im Display integriert

Starke Connectivity, Schwächen in den Akustikmessungen

Im Mobilfunk sorgen 5G-Unterstützung und LTE mit bis zu 1,2 Gbit/s im Downlink für hohe Datenraten. Neben Bluetooth 5.2 und NFC gibt‘s auch schnelles Wi-Fi-6. Im WLAN überzeugen die gemessenen Datendurchsätze. Ansonsten verschenkte das Reno6 im Testlab wertvolle Punkte:

Vor allem bei den Akustikmessungen fielen die Lautstärkewerte in Sende- und Empfangsrichtung oft zu gering aus. Die Funkleistungen waren in Ordnung. Stark: Die Laufzeit von 11:40 Stunden im 90-Hz-Modus führte in der Ausdauer zur Bestnote „überragend“.

Das beigelegte 65-Watt-Netzteil lädt den Zweizellenakku mit insgesamt 4300 mAh in rund einer halben Stunde komplett auf. Ein USB-Headset, Datenkabel und eine Schutzhülle vervollständigen den Lieferumfang.

Typisch Mittelklasse: Auch hier werden nicht alle Wünsche wahr. Eine willkommene, wertige Ausnahmeerscheinung in der Android-Welt ist das Oppo Reno6 5G auf alle Fälle. Und das nicht nur wegen seines eleganten Designs.

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