Handschmeichler mit Keramikrücken

Oppo Find X5 Pro im Test

24.2.2022 von Andreas Seeger

Schlankere Linie oder stärkeres Zoom? Bei einem Smartphone ist die richtige Mischung entscheidend für den Erfolg. Der chinesische Aufsteiger Oppo stellt bei seinem 2022er-Flaggschiff das Design in den Vordergrund. Eine gute Idee?

ca. 7:25 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Oppo Find X5 Pro
Ein Traum in Keramik für 1299 Euro: Oppo Find X5 Pro.
© Oppo

Pro

  • herausragendes Design mit ­stufenloser Kameraeinheit
  • Top-Haptik mit besonders ­kratzfester Keramikrückseite
  • wasserfest nach IP68
  • leuchtstarkes OLED mit hoher Auflösung und 120 Hertz
  • modernes SoC, Top-Performance
  • Kamerasystem mit sehr guter Bildqualität und starkem UWW
  • 80-Watt-Netzteil mitgeliefert
  • sehr gute WLAN-Antennen
  • überragende Akkulaufzeit und gute Funkeigenschaften
  • hervorragende Akustik

Contra

  • eingeschränkter Zoombereich

Fazit

Design, Akku, Funkeigenschaften, Display: Oppo glänzt überall mit Bestleistungen und vernachlässigt im Gegensatz zu Samsung auch den Lieferumfang nicht. Das Find X5 Pro ist klar eines der besten Smartphones des Jahres 2022.


88,4%

Oppo auf der Überholspur

Für Oppo war 2021 ein gutes Jahr. Die Chinesen konnten ihre Präsenz in Deutschland und Westeuropa trotz der ­Corona-Turbulenzen deutlich ausbauen und liegen momentan stabil auf Platz 4 hinter Apple, Samsung und Xiaomi. Die gerade vorgestellte Serie Find X5 soll die Erfolgsstory 2022 weiterführen. Aushängeschild und Flaggschiff ist das X5 Pro, das mit einem stolzen Preis von 1.300 Euro nochmals spürbar teurer ist als der Vorgänger zum Markstart (1.149 Euro). Oppo setzt so weit oben an, dass sich der Vergleich mit dem Galaxy S22 Ultra geradezu aufdrängt.

Galaxy S22 Ultra und Find X5 Pro mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Und dabei fällt auf, dass die Modelle unterschied­liche Schwerpunkte setzen: Während Samsung mit zwei Telebrennweiten und Stylus alles hineinpackt, was technisch möglich ist, belässt Oppo es beim Zweifachzoom und baut dafür kompakter und leichter. Anders formuliert: Dem Hersteller ist das Design wichtiger als die maximale Ausstattung. Das zeigt die stufenlos in einer sanften Kurve aufsteigende Kameraeinheit auf der Rückseite, die wieder ein Hingucker ist und das Phone zum Design-Highlight dieses Jahres macht.

Es wird klassisch in Schwarz und Weiß angeboten, weitere Farben sind zum Marktstart nicht geplant. Auch beim Speicher ist die Auswahl eingeschränkt, in Deutschland wird ausschließlich die Konfiguration mit 12/256 GB verkauft, die sich nicht per microSD erweitern lässt.

Test: Oppo Find X5 Pro – Das bislang beste Smartphone des Jahres

Quelle: connect
Wir haben das Oppo Find X5 Pro bereits für euch getestet. Alle Infos dazu in unserem Video!

Rückseite aus Keramik

Auffällig ist, wie gut und aus­balanciert das Phone in der Hand liegt, vor allem im Vergleich mit dem S22 Ultra, das breiter und zudem noch schwerer ist. Ein weiterer ­Unterschied: Oppo verwendet rückseitig Keramik, ein Material, das deutlich kratzfester ist als jede ­Generation von Gorilla Glass. Die Rückseite besteht aus einem ein­zigen Stück Keramik, in das die Rundungen und Aussparungen für die Linsen in einem aufwendigen Fertigungsschritt eingearbeitet wurden. Oppo nennt eine Bearbeitungszeit von 168 Stunden für die Rückseite, dabei dürfte die meiste Zeit in den Polierprozess fließen.

Das Ergebnis rechtfertigt diesen Aufwand: In der uns vorliegenden weißen Variante sieht das X5 Pro umwerfend aus, die an allen Seiten gerundete Rückseite schmiegt sich den Fingern regelrecht an. Obwohl die Keramik­oberfläche glänzend poliert ist, sind Fingerabdrücke nicht so deutlich zu sehen wie bei Glas. Ein weiterer Vorteil ist die herausragende Haptik: Die Rückseite lässt sich nicht eindrücken und macht einen hochfesten Eindruck. Dazu passt, dass der schlanke Alurahmen absolut verwindungssteif ist. Natürlich ist eine IP68-Zertifizierung dabei. Design, Haptik und Verarbeitung sind herausragend, Oppo setzt hier ein Ausrufezeichen.

Opp Find X5 Pro Design Rückseite
Mit der Keramikrückseite und der stufenlosen Kameraeinheit ist das Find X5 Pro haptisch ein absoluter Leckerbissen.
© connect

Display mit hoher Auflösung und 120 Hertz

Das Display ist wieder 6,7 Zoll groß, auch die knackscharfe Auflösung von 3.126 × 1.440 Pixeln kennt man vom X3 Pro. Die Anzeigequalität ist spitze, nur beim Boost könnte Oppo stärker hochregeln, 722 Candela sind für ein Flaggschiff zu wenig. Doch das ist Erbsenzählerei, der Gesamteindruck ist sehr gut. Abgerundet wird er von butterweichem Scrolling – wie Samsung setzt auch Oppo auf ein LTPO der neuesten Generation, das zwischen 1 und 120 Hertz va­riabel wechselt und damit den Akku schont

Oppo Find X5 Pro Display Messungen
Das Find X5 Pro liegt qualitativ exakt auf dem Niveau des Vorgängers X3 Pro, der im letzten Jahr vollauf überzeugen konnte. Wieder kann Oppo im Boost-Modus Samsung nicht das Wasser reichen (702 versus 1499 Candela), ist bei der Blickwinkelstabilität und der Kontrastausbeute aber besser. Kontrast bei 500 Lux: 1:1189; Kontrast bei 20000 Lux: 1:24.
© connect

Akkulaufzeit und Performance: Find X5 auf dem gleichen hohen Niveau wie Galaxy S22 Ultra

Entsprechend liegt die Laufzeit nur geringfügig hinter der des S22 Ultra: 11:31 Stunden sind überragend. Dazu trägt auch der Prozessor seinen Anteil bei. Oppo setzt auf Qualcomms 4-Nanometer-SoC Snapdragon 8 Gen 1, der 2022 die erste Wahl für die meisten Top-­Phones sein dürfte. Die Performance in Benchmarks liegt vor dem Exynos 2200 und wird nur von Apples A15 übertroffen.

Interessanter als diese Leistungsvergleiche ist in unseren Augen aber der vielversprechende Ausblick auf die Laufzeit, den Oppo und Samsung für 2022 geben: Die Kombination aus moderner Display- und Halb­leitertechnologie scheint der Akkulaufzeit einen Schub zu geben.

Benchmark-Ergebnisse Galaxy S22 Ultra und Oppo Find X5 Pro

Vollbildansicht
Benchmark-Ergebnisse Galaxy S22 Ultra Oppo Find X5 Pro
Antutu: 689035 748728
Geekbench Single-Core: 828 855
Geekbench Multi-Core: 3189 3353
3DMark Wild Life Extreme: 2032 2605
GFXBench Car Chase: 2225 2838

Lieferumfang: 80-Watt-Netzteil mit dabei

Die Ladetechnologie macht ebenfalls ­einen Sprung. Oppo liefert einen 80-Watt-Schnelllader mit, und auch der Durchsatz von 50 Watt beim ­kabellosen Aufladen ist rekordverdächtig. Eine Schutzhülle liegt ebenfalls bei, und eine Displayschutz­folie ist bereits aufgeklebt. Dieses Rundum-sorglos-Paket steht in starkem Kontrast zum S22 Ultra, dem der Hersteller bis auf ein USB-C-Kabel nicht viel mit auf den Weg gibt.

Kamerasystem: Starke Kombination

Das Kamerasystem befriedigt zwar qualitativ, wer jedoch gern zoomt, sollte zu einem anderen Modell greifen. Umso überzeugender präsentiert sich das Ultraweitwinkelmodul, bei dem man kaum Abstriche machen muss. Auch die Selfiekamera vorne macht sehr gute Fotos. Eine gelungene Benutzeroberfläche mit vielen Einstellmöglichkeiten – unter anderem RAW – ergänzt das Kamerasystem. Es gibt aber weniger Optionen als bei Samsungs „RAW Expert“; die Teleoptik etwa kann man nicht ansteuern.

Oppo Find X5 Pro Kamerasystem Rückseite
Im Gegensatz zu Samsung bietet ­Oppo beim Zoomen nur Standardkost. Dafür ist das Ultraweitwinkelmodul gleichwertig mit dem Hauptsensor, sodass mit der kurzen Brennweite eine sehr gute Qua­lität erreicht wird.
© Hersteller

Hauptoptik / Weitwinkel

Der QUAD-Sensor der Hauptkamera ermöglicht Aufnahmen mit zwei Auflösungen: 50 oder 12 Megapixel. Sind die Bedingungen optimal (5000 Lux), liefert das Find X5 Pro mit der maximalen Auflösung detailreichere Bilder, wenn auch nicht ohne Wermutstropfen. Zwar ist die Auflösung hoch und besser als bei den 12-Mega­pixel-Fotos, doch die Signalverarbeitung rechnet un­natürliche Strukturen ins Bild. Diese Artefakte fallen als eine Art Grundrauschen auf. Den Effekt sieht man oft bei QUAD-Sensoren, allerdings selten so deutlich. Die 12-Megapixel-Aufnahmen sind etwas weniger gut durchgezeichnet, rauschen etwas mehr, wirken aber dennoch natürlicher und sind insgesamt sehr gut.

Wenn das Licht abnimmt (200 Lux), arbeiten sich die 12-Megapixel-JEPGs nach vorne, denn sie verlieren ­weniger Details als die 50-Megapixel-Bilder und liefern immer noch sehr gute Bildqualität. Das Rauschen nimmt unwesentlich zu, die Auflösung geht nur leicht zurück, und die ­Signalverarbeitung agiert moderat. Die 50-Megapixel-Bilder liegen bei 200 Lux zwar nur wenig zurück, brauchen aber viel mehr Speicherplatz. Im Dunkeln (5 Lux) hinkt die Bildqualität sichtbar den Ergebnissen bei 200 Lux hinterher. Die Unterschiede zwischen den Fotos mit 12 und 50 Megapixeln sind dann gering.

In der Gesamtwertung erhalten die Aufnahmen mit 50 Megapixeln zwei Punkte mehr als die 12-Mega­pixel-Fotos – das Prädikat „sehr gut“ verdienen beide.

Oppo Find X5 Pro Fotoqualität Hauptsensor (Weitwinkel)
Die Hauptkamera mit einer Weitwinkeloptik hat einen QUAD-Sensor und bietet somit die Option, zwischen zwei Auflösungen zu wählen: 50 oder 12 Megapixel. Bei viel Licht (5000 Lux) fangen die 50-Megapixel-Bilder (mitte) des Find X5 Pro mehr Details als die 12-MP-Bilder ein (links) und er­halten infolgedessen eine bessere Bewertung: „überragend“. Die 12-Megapixel-Fotos sind sehr gut, aber hier und da fehlt im Vergleich ein Detail. Allerdings fällt bei den 50-Megapixel-Fotos erstens die kräftigere Kantenanhebung und zweitens ein störendes „Grundmuster“ auf, eine ­Folge der QUAD-Architektur. Diese Artefakte mindern den positiven Bildeindruck etwas. Bei ­wenig Licht liegen die 12-Megapixel-Bilder nach Punkten vorne (rechts).
© connect

Zweifachzoom

Für echte Zoomaufgaben ist der Vergrößerungsfaktor 2 etwas zu klein, doch mit der Gesamtwertung „gut“ gehört das optische Zweifachzoom zu den besten seiner Art. Dabei zieht die schwache Performance bei Dunkelheit das Gesamtergebnis nach unten. Doch bei viel Licht sind die Bilder sehr gut, bei wenig Licht fast sehr gut. Die Auflösung erreicht ein ähnliches Niveau wie die 12-Megapixel-Aufnahmen der Weitwinkelkamera. Allerdings fällt stärkeres Rauschen auf. Es ist feinkörnig und stört zunächst, bei gutem Licht, kaum. Bei abnehmender Helligkeit wird das Rauschen kräftiger und überdeckt die feinen Strukturen, sodass die Feinzeichnung sichtbar leidet. Lob verdient die Signalverarbeitung: Die Op­timierungen fallen gut dosiert, wenn auch kräftiger als bei der Weitwinkelkamera aus.

Superweitwinkelmodul

Mit dem gleichen Lob könnte man in die Bewertung des Superweitwinkelmoduls mit 50 Megapixeln einsteigen: Auch hier leistet sich die Signalverarbeitung keine Fehltritte. Eine Superweitwinkelkamera mit QUAD-Sensor ist eine Seltenheit. Dieses hier kommt zwar nicht an die Qualität des Huawei-Mate-40-Moduls heran, überzeugt aber mit insgesamt guter Bildqualität, bei viel und wenig Licht sogar mit sehr guter.

Die maximale Auflösung von 50 Megapixeln liefert am Ende jedoch kaum Vorteile, die 12-Megapixel-JPEGs sind qualitativ überlegen. Bei viel und wenig Licht kommt die Detailwiedergabe nah an die der Weitwinkelkamera (12 Megapixel) heran: Die Auflösung ist auch bei feinen Strukturen hoch, die Farben sind satt, aber nicht zu überzogen, Rauschen und Artefakte sind kein Thema. Lediglich im Dunkeln baut diese ­Kamera leider zu kräftig ab: Die Aufnahmen werden stark entrauscht, was auf Kosten der Details geht

Oppo Find X5 Pro Fotoqualität SWW und 2x Zoom
Das Zoom bietet leider nur den Vergrößerungsfaktor 2, eignet sich aber gut für Portraits. Bei gutem Licht gibt es nicht viel zu meckern: Die Detailwiedergabe ist hoch, das Rauschen sichtbar, aber akzeptabel, und die Nachschärfung der Signalverarbeitung ist auffallend, aber nicht über­zogen (1). Zudem kann diese Kamera die Bildqualität auch bei leicht nachlassendem Licht gut aufrechterhalten und knickt erst bei Dunkelheit wirklich ein. Sehr gut ist die Performance des Superweitwinkelmoduls bei genügend Licht. Anders als bei der Hauptkamera liegen hier die 12-Megapixel-Bilder (3) schon bei gutem Licht etwas vor den 50-Megapixel-JPEGs (2). Zudem belegen Erstere weniger Speicherplatz.
© connect

Fazit zum Kamerasystem

Drei Kameras, drei Volltreffer. Zwar holt keine der drei Gold und Platz 1 in der Bestenliste. Aber alle drei können auf olympischem Niveau mithalten und liefern übergreifend ein bei viel Licht sehr gutes und bei nachlassendem Licht knapp sehr gutes Niveau. Mit 50 Megapixeln schafft die Hauptkamera bei perfekten Lichtbedingungen sogar ein „überragend“. Die Bildoptimierungen zeigen eine gelungene Bildabstimmung.

Bei Dunkelheit ist das Find X5 Pro aber kein Überflieger: Dann fällt vor allem das Zweifachzoom stark ab. Was diesem Smartphone fehlt, ist ein echtes Tele mit längerer Brennweite. Dieses Manko kostet leider auch eine sonst eigentlich sehr verdiente bessere Platzierung in der Bestenliste.

Oppo Find X5 Pro Messergebnisse Kamerasystem

Vollbildansicht
Oppo Find X5 Pro Messergebnisse Kamerasystem
Ultraweitwinkel 82 gut
Weitwinkel 89 sehr gut
Fotoqualität hell sehr gut
Fotoqualität dunkel sehr gut
Kurzes Tele/Zweifachzoom digital 79 gut
Langes Tele -

Benutzeroberfläche Color OS bekommt 3 neue Android-Versionen

Generell gefällt uns die Software von Oppo aber sehr gut, der Systemaufsatz ­Color OS beeindruckt mit wunderschön animierten Wallpapers und­ ­einem aufs Wesentliche reduzierten Design. Man hat zudem viele Op­tionen, eigene Akzente zu setzen, die Möglichkeiten zur Anpassung des Startbildschirmlayouts sind vielfältiger als bei den meisten anderen Her­stellern.

Die aktuellste Android-Version 12 ist natürlich auf der Höhe der Zeit, drei weitere Versionen werden per Update auf das Find X5 Pro kommen. Das ist ein ordentlicher Zeitraum für ein Flaggschiff, allerdings weniger als die vier Versionen, die Samsung für seine S22-Reihe verspricht.

Dafür prescht Oppo an anderer Stelle vor: Mit dem Service-Bonus übernimmt der Hersteller bei einem Schaden im ersten Jahr nach dem Kauf einmalig die Hälfte der Reparaturkosten bei einem offiziellen Service-Partner – sogar bei selbstverschuldeten Unfällen (außer Flüssigkeitsschäden).

Oppo Find X5 Pro Screenshots Color OS
Das Always-on-Display lässt sich umfassend anpassen, man kann sogar sein Porträt in Form ­einer Silhouette hinter­legen. Diese wird aus einem vorher erstellten Selfie generiert (links). Zu den Neuerungen von Color OS 12 gehört die einfache ­Verbindung mit einem Windows-PC. Wenn das Smartphone (kabellos) gekoppelt ist, kann man Dateien per Drag and Drop verschieben oder Kurznachrichten am Computer beantworten (mitte). Die Smart Sidebar ist ein Popup-Menü mit Schnellzugriffen, das sich über den aktuellen Bildschirminhalt legt. Hier findet sich auch „Screen Translate“, mit dem man per Fingertipp den eingeblendeten Text von Google Translate übersetzen lassen kann (rechts).
© connect/Hersteller

Connectivity fast vollständig

Beim Thema Dual-SIM ist mit 2x Nano SIM und eSIM die maximale Wahlfreiheit geboten. In puncto unterstützte Standards gibt sich Oppo aber nicht ganz so verbindungsfreudig wie Samsung, auf Wi-Fi 6E und auf UWB muss man verzichten. Dafür hat man mehr Optionen fürs kabellose Musikhören, aptX HD für HiRes Audio wird unterstützt.

Oppo Find X5 WLAN Messungen
Unsere WLAN-Messungen bescheinigen dem Find X5 Pro ein hohes Tempo, auch mit Dämpfung (entspricht ca. 20 Meter Abstand zum Router) wird mit knapp 450 MBit/s ein hoher Durchsatz erreicht, was für sehr gut eingestellte Antennen spricht.
© connect

Funkeigenschaften und Akustik

Auch bei den Funkeigenschaften zeigt der Daumen nach oben: Im WLAN messen wir hohe Durchsätze sowohl ohne als auch mit Dämpfung (entspricht etwa 20 Meter Entfernung zum Router). Die Mobilfunkantennen sind ebenfalls sehr gut eingestellt, die Sende- und Empfangsqualität im LTE-Netz überzeugt.

Noch besser wird es beim Telefonieren, denn die Sprachqua­lität schafft es mit hoher Lautstärke und der sehr gut ein­gestellten Geräuschunterdrückung in die Spitzengruppe. Die Stereo­lautsprecher liefern ebenfalls druckvoll ab, wenn auch das Klang­niveau des S22 Ultra nicht ganz erreicht wird.

Oppo Find X5 Pro Lautsprecher Frequenzgang
Der Lautsprecherfrequenzgang zeigt von tiefen (li.) bis hohen (re.) Tönen den gesamten Frequenzbereich. Das Find X5 Pro erreicht nicht ganz das Niveau des S22 Ultra, schafft aber ein ausgewogenes Klangbild mit ausreichendem Volumen auch im Bassbereich.
© connect

Fazit: Eines der besten (und schönsten) Smartphones des Jahres 2022

Design, Akku, Funkeigenschaften, Display: Das Find X5 Pro zeigt überall Bestleistungen. Und im Gegensatz zu Samsung vernachlässigt Oppo den Lieferumfang nicht und übertreibt es auch bei Größe und Gewicht nicht. Ist das Find X5 Pro deshalb das ausgewogenere Smartphone? Auf jeden Fall eines der besten des Jahres 2022.

Testsiegel connect sehr gut
Testsiegel
© WEKA Media Publishing GmbH

Oppo Find X5 Pro Testergebnisse

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Oppo Find X5 Pro Testergebnisse
Preis (Euro) 1299
Preis-Leistungs-Verhältnis befriedigend
AUSDAUER (max. 125) überragend (124)
AUSSTATTUNG (max. 210) sehr gut (183)
System (max. 50) 49
Display (max. 35) 33
Connectivity (max. 25) 21
Kamera (max. 80) 61
Audioplayer (max. 5) 4
Features (max. 5) 5
Lieferumfang (max. 10) 10
HANDHABUNG (max. 40) gut (31)
Handlichkeit (max. 20) 11
User Interface (max. 5) 5
Verarbeitungsqualität (max. 15) 15
MESSWERTE (max. 125) gut (104)
Akustik (max. 55) 45
Senden und Empfangen (max. 70) 59
LTE-Bewertung sehr gut
GSM-Bewertung sehr gut
URTEIL (max. 500) 442 sehr gut

Oppo Find X5 Pro Ausstattung

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Oppo Find X5 Pro Ausstattung
GRÖSSE UND GEWICHT
Abmessungen (L x B x H in mm) 164 x 74 x 9
Gewicht (Gramm) 218
SYSTEM
Betriebssystem Android 12
Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz) Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1/8/3000
Arbeits-/Datenspeicher (MB) 12288/231200
Steckplatz für Speicherkarte [:-:]
SIM-Format/Dual-SIM Nano-SIM/[:+:]
Akkukapazität (mAh)/kabelloses Laden 5000/>= 30 Watt
Systemperformance überragend
DISPLAY
Typ/Diagonale (Zoll) OLED/6.7
Auflösung (Pixel) 1440 x 3216
Maximale Bildwiederholrate 120 Hertz
Screen-to-Body-Ratio (%) 90
Displayqualität sehr gut
CONNECTIVITY
GSM/LTE/Kategorie [:+:]/[:+:]/CAT 20
5G/Frequenzbereich [:+:]/Sub-6-GHz
Bluetooth: Version/Hi-Res-Audio 5.2/[:+:]
WLAN-Standard WiFi 6
USB-Typ/-Version/NFC USB-C/3.2 Gen 1/[:+:]
Hauptkamera
Anzahl Sensoren Hauptkamera 3
Auflösung: Ultra-Weitwinkel/Weitwinkel/Zoom [MP] 50/50/13
Fotolicht/Bokeh/Makroaufnahmen 1 LED/[:+:]/[:+:]
optischer Bildstabilisator/optischer Zoom-Faktor [:+:]/2-fach
Zeitlupe/-raffer/RAW [:+:]/[:+:]/[:+:]
Video-Auflösung/fps 3840 x 2160/60
Videonachtaufnahmen [:+:]
Frontkamera
max. Auflösung Frontkamera (Megapixel) 32
Sensoren/Bokeh/Blitz 1/[:+:]/[:+:]
Benutzerführung/Features
Entsperrung/Sensor im Display Finger + Gesicht/optisch
Privater Modus/App-Cloning/Spielemodus [:+:]/[:+:]/[:+:]
Always-On-Display/Stereolautsprecher [:+:]/[:+:]
IP-Schutzklasse IP68
Lieferumfang
Headset/Datenkabel/Ladegerät [:-:]/[:+:]/>=60 Watt
Schutzhülle/Display-Folie [:+:]/[:+:]

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