Testbericht

Samsung Blue Earth S7550

Bereits auf dem Mobile World Congress 2009 in Barcelona war das erste Muster des Blue Earth zu sehen; bis zur Serienreife des Ökohandys mit Solarpanel hat es dann doch noch einige Zeit gedauert. Jetzt ist das Samsung Blue Earth S7550 endlich zu haben und wird seinem Beinamen Blue Earth auch optisch gerecht:

Inhalt
  1. Samsung Blue Earth S7550
  2. Datenblatt

© Archiv

Samsung Blue Earth S7550

Das UMTS-Modell trägt einen schönen blauen Anstrich zur Schau. Auch das Gehäuse wirkt wie aus einem Guss: Das rückseitige Solarpanel ist haptisch unauffällig integriert und sorgt sogar für eine angenehme Anfassqualität, aber auch für ein mit 120 Gramm hohes Gewicht. Vom Einsatz des Solarpanels ist im Alltag übrigens nichts zu spüren, es verrichtet unauffällig seinen Dienst.

Die Verarbeitung ist, wie bei Samsung üblich, schlicht perfekt. Der kapazitive Touchscreen im 3-Zoll-Format bietet eine scharfe sowie kontraststarke Darstellung und reagiert zügig auf Eingaben. Allein der stramme Preis von 399 Euro sorgt für wenig Begeisterung.

Dank der Samsung-eigenen Benutzeroberfläche TouchWiz 2.0 klappt die Bedienung weitgehend intuitiv und bietet zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten der Standby-Anzeige und des Hauptmenüs, die sich beide über drei Ebenen erstrecken können. Auch sind die Icons sinnfällig, sodass der Nutzer bereits nach kurzer Zeit zielgerichtet die einzelnen Menüpunkte anwählen kann.

Zudem werden die wichtigsten Funktionen wie Telefonie, Nachrichten oder auch der Musicplayer in einem Schnellmenü zusammengefasst, das sich über einen langen Druck auf die zentrale Taste unterhalb des Displays aufrufen lässt. Allerdings gibt es auch einen Kritikpunkt: Samsung verzichtet beim Blue Earth auf eine einblendbare Qwertz-Tastatur, was das Schreiben von Nachrichten unnötig erschwert - denn mit der Handytastatur tippt man sich einen Wolf...

Ordentliche Ausstattung und gute Ausdauer

In punkto Ausstattung ist das Blue Earth auf der Höhe der Zeit. Es beherrscht die Datenturbos HSDPA und EDGE ebenso wie Bluetooth, WLAN und GPS. Letzteres lässt sich aber leider nicht zum Navigieren nutzen, sondern nur für die Geotagging-Funktion der 3,2-Megapixel-Kamera, die so den Ort der Aufnahmen geographisch zuordnet.

© Foto: Hersteller

Der Browser hat Darstellungsprobleme und ist auch nicht sonderlich schnell.

Weitere Mankos: Der Browser konnte im Test weder mit seiner Darstellung noch mit Tempo überzeugen und sollte besser durch ein frei verfügbares Exemplar wie etwa den Opera Mobile Browser ersetzt werden. Auch der Datenabgleich mit Outlook ist aus dem Karton heraus nicht möglich: Neben dem Gratis-Download der PC-Suite ist der Kauf eines Datenkabels für den Micro-USB-Anschluss erforderlich. Dafür gibt es einen Schrittzähler, der den ökologischen Gedanken des Blue Earth in Zahlen fasst: Eco-Walk errechnet die CO2-Menge, die man spart, wenn man das Auto stehen lässt und zu Fuß geht - und stellt dies in Form virtuell wachsender Bäume auch optisch dar.

Im Labor ging es dann technisch ans Eingemachte: Die Akkumessungen verliefen gut - bis zu 21 Tage bleibt das Samsung auf Empfang; auch die restlichen Ausdauerwerte fallen wie die Ergebnisse für die Akustik gut aus. Die Sende- und Empfangseigenschaften sind dagegen nur durchschnittlich.

Samsung Blue Earth S7550

Samsung Blue Earth S7550
Hersteller Samsung
Preis 0.00 €
Wertung 359.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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