Testbericht

Sony Xperia E3 im Test

18.12.2014 von Michael Peuckert

Das Sony Xperia E3 spielt zwei Preisklassen tiefer als die gelungenen Xperia-Z3-Modelle. Ob der günstige Neuling im Test dennoch auftrumpfen kann?

ca. 3:00 Min
Testbericht
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  1. Sony Xperia E3 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Sony Xperia E3
Sony Xperia E3
© Sony
EUR 44,01
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Pro

  • sehr helles Display
  • stabiles und griffiges Gehäuse mit Gummiecken
  • günstiger Preis
  • sehr gute Ausdauer
  • hervorragende Sende- und Empfangseigenschaften
  • UKW-Radio

Contra

  • recht grobe Displayauflösung
  • interner Speicher sehr klein
  • fest verbauter Akku
  • hohes Gewicht
  • schwache Kamera

Mit dem Xperia E3 behält Sony die hart umkämpfte Ein- und Aufsteigerklasse im Auge. Im Test muss das das Android-Modell zeigen, dass es das Zeug zum Klassenprimus hat.

Gehäuse: Farbenfroh, aber mit Hüftgold

Auf den ersten Blick zeigt sich das günstige Gerät als optisch unaufgeregter Vertreter seiner Gattung, zumindest wenn es in Schwarz wie unser Testgerät daherkommt. Wer es lieber farbenfroh hat, der greift zur Variante in Gelb oder Kupfer. Alternativ gibt es das Xperia E3 auch noch in elegantem Weiß. Egal, welcher Anstrich das Modell ziert - sein Gewicht von 144 Gramm ist üppig. Da ist wohl schon der Weihnachtsspeck auf den Hüften des Sony-Smartphones gelandet, denn auch die Abmessungen erreichen problemlos die Dimensionen von aktuellen Modellen mit 5-Zoll-Display.

Verarbeitung: Ordentlich

Die Haptik des Testgerätes geht aber insgesamt in Ordnung, ebenso wie die Verarbeitung. Das matte Kunststoffgehäuse fühlt sich richtig gut an und bietet einen sicheren Halt. Als Besonderheit sind die vier Ecken des Smartphones gummiert und sollen das Telefon bei einem Sturz vor größeren Beschädigungen schützen. Allerdings dokumentiert sowohl die Glasfront als auch die Rückseite fleißig Fingerabdrücke - wer's sauber mag, muss öfter das Putztuch schwingen.

Sony Xperia E3
Das Xperia E3 ist in vier Farbvarianten erhältlich.
© Sony

Zudem gibt es ein weiteres, wirklich unnötiges Manko: Die rückseitige Kunststoffabdeckung des Smartphones ist abnehmbar, darunter finden sich neben dem Akku die Slots für SIM- und Micro-SD-Karte. So weit, so gut. Allerdings ist der Energiespeicher des Xperia E3 dennoch fest verbaut und somit nicht einfach vom Nutzer ersetzbar. Welcher Logik sind die Entwickler hier gefolgt?

Ausstattung: Mickriger Speicher

Auch beim Display gibt es Licht und Schatten. So wirkt die Auflösung der IPS-Anzeige mit gerade einmal 480 x 854 Pixeln bei einer Größe von 4,5 Zoll doch etwas grob. Diese Scharte wetzt das Sony mit seiner maximalen Helligkeit von enormen 526 cd/m2 wieder aus. Zudem wird die Anzeige von Mineralglas vor Kratzern geschützt.

Sony Xperia E3
© Sony

Einen guten Eindruck hinterlässt auch die Gesamtperformance, die das günstige Smartphone hinlegt. Sony setzt beim Xperia E3 auf eine Qualcomm-Plattform mit einer 1,2 GHz schnellen CPU und 1 GB Arbeitsspeicher. Kritik gibt es allerdings für den geradezu lächerlich kleinen Speicher von sage und schreibe 1,16 Gigabyte. Sorry Sony, aber das ist trotz Micro-SD-Slot und günstigem Preis ein Witz. Zumal die Connectivity- Ausstattung wirklich gut ist: Von LTE und HSPA+ über Bluetooth bis hin zu NFC hat das Xperia E3 alles an Bord.

Lediglich in Sachen WLAN ist es mit den Standards b/g/n nicht auf der Höhe der Zeit. Die Nutzeroberfläche lässt sich problemlos bedienen und bietet einiges an Funktionen wie Individualisierungsmöglichkeiten. Zudem hat Sony bereits gängige Apps wie Facebook oder die Office Suite vorinstalliert. Wenig überzeugen konnte dagegen die 5-Megapixel-Kamera, die lediglich für Spaßaufnahmen taugt.

Messwerte: Abräumer im Labor

Sony Xperia E3
© Sony

Voll in seinem Element war das Xperia E3 dann im connect-Labor. Bereits bei den Ausdauermessungen legte das Sony in diesem Fall sehr erfreuliche Strebermanieren an den Tag: Gesprächszeiten von bis zu 19:35 Stunden im GSM- und 9:20 Stunden im UMTS-Einsatz sind eine Ansage. Die Akustik setzt zwar keine Glanzpunkte, liegt aber auf ordentlichem Niveau. Die typische Ausdauer im praxisnahen Mischbetrieb aus Surfen, Texten und Videos schauen bringt einen locker über den Tag.

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