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Testbericht

stereoplay im Detail: Das Breitbandchassis von Audiodata

Die Jolie von Audiodata ist (glücklicherweise) kein klassisches Breitbandsystem. Der mit 10 Zentimeter Außendurchmesser eher kleine Konus bleibt nur nach oben elektrisch unbegrenzt, unterhalb 250 Hertz sorgen zwei Basstreiber für Entlastung.

stereoplay im Detail: Das Breitbandchassis von Audiodata

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stereoplay im Detail: Das Breitbandchassis von Audiodata

Breitbandchassis, die mit nur einer Membran das komplette musikalische Spektrum abdecken, können streng genommen gar nicht richtig funktionieren. Für tiefe Töne sind große und schwere Membranen notwendig, nach oben hin ist es genau umgekehrt. Die tiefsten hörbaren Frequenzen haben Wellenlängen von bis zu 20 Meter, die höchsten sind wenige Zentimeter kurz.

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Der Breitbänder in der Jolie inklusive Frequenzweiche, aber ohne Tieftöner: Das Chassis arbeitet traumhaft linear.

Man muss kein Physiker sein, um sich vorzustellen, dass eine kolbenförmig (also bei allen Frequenzen als Ganzes) schwingende Membran je nach Material und Größe an mindestens einem Ende des Spektrums arge Probleme bekommt.

Wie groß die sein können, lässt sich bei Küchenradios studieren. Deren primitive, in halboffene Plastikschalen eingezwängte Breitbandchassis klingen fast immer grausam. So wird leicht übersehen, dass die Bauform allen Unkenrufen zum Trotz auch Vorteile verspricht.

Sie kommt dem Ideal der Einpunktschallquelle sehr nahe und kennt prinzipbedingt keinen räumlichen Versatz. Die Probleme von Mehrwegeboxen mit Winkelabhängigkeiten und Zeitfehlern durch Frequenzweichen entfallen weitestgehend. In Teilbereichen sind Breitbänder sogar Koaxialsystemen überlegen, die oft aufwendig beschaltet sein wollen und deren dicht benachbarte Antriebe sich gerne gegenseitig in die Suppe spucken.

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Tadelloser Verlauf auch noch bei 10° (grün) außerhalb der Achse. Erst bei größeren Winkeln wird die Richtwirkung stärker.

Die Jolie von Audiodata ist (glücklicherweise) kein klassisches Breitbandsystem. Der mit 10 Zentimeter Außendurchmesser eher kleine Konus bleibt nur nach oben elektrisch unbegrenzt, unterhalb 250 Hertz sorgen zwei Basstreiber für Entlastung. Sein natürliches, vom Membrandurchmesser bestimmtes Einsatzgebiet reicht von etwa 300 bis 7000 Hertz.

Um den Treiber hochtontauglich zu machen, waren einige Kniffe notwendig. Die Glasfasermembran ist so strukturiert, dass bei höheren Frequenzen fast nur der innere Teil schwingt, die Fläche wird somit kleiner, die Abstrahlung bleibt dadurch angenehm breit. Die etwa 20 Millimeter große Staubschutzkalotte aus schlichtem Hartpapier fungiert als mechanischer Hochtöner.

Ein starker Antrieb wirkt dem natürlichen Energieabfall in Richtung höchster Frequenzen entgegen. Eine damit verbundene unerwünschte Überhöhung zwischen 5 und 8 Kilohertz wird von einer Korrekturschaltung (einer Art Saugkreis) ausgeglichen. Das mag alles ein wenig abenteuerlich klingen, funktioniert, wie die Messungen zeigen, jedoch ganz hervorragend.

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