Testbericht

Vodafone VPA Compact III - Eingeschränkt handlich

Inhalt
  1. Vodafone VPA Compact III
  2. Vodafone VPA Compact III - Die Unterschiede der Konkurrenten
  3. Vodafone VPA Compact III - Eingeschränkt handlich

Nicht ganz so rosig sieht es aus, wenn der neue Windows-Mobile-Star als Telefon herhalten muss: Für ein Handy sind die Ausmaße von 113 x 58 x 22 Millimetern schon sehr stattlich. Auch macht sich das Gewicht von 178 Gramm samt der Bauhöhe von gut zwei Zentimetern in der Sakkotasche deutlich bemerkbar. Allerdings teilt sich der VPA diesen Form- und Gewichtsüberschuss mit den meisten anderen PDA-Phones - nur das Sony Ericsson M600i ist mit seinen 113 Gramm erheblich leichter, bietet dafür aber keine so vielfältigen und vor allem bequemen Eingabemöglichkeiten.

Denn der Neue punktet auch in Sachen Handy-Bedienkomfort auf ganzer Linie: Er kann wahlweise via Menütaste und 5-Wege-Navikey oder mit dem seitlich angebrachten Scroll-Rad inklusive Auswahlfunktion dirigiert werden. Den Bedienstift - neudeutsch Stylus genannt - kann man so des Öfteren im seitlichen Einschubfach stecken lassen. Wählen lässt sich per Telefoninterface auf dem Touchscreen auch mit dickeren Daumen einigermaßen bequem, sofern man die Nummer nicht ohnehin im Kontakteverzeichnis gespeichert hat.  

Connectivity at it's best

Vodafone VPA Compact III

© Archiv

eingeschränkt sinnvoll: die integrierte, eher mittelprächtige und wenig lichtempfindliche 2-megapixel-kamera schießt bei bedarf bilder und dreht videos

Was den Kontakt zur Außenwelt angeht, geben sich die HTC-Klone sehr offen: Neben Quadband-GSM mit Unterstützung für das bis dato nur bei T-Mobile verfügbare  EDGE unterstützen sie das UMTS-Netz samt dem WCDMA-Beschleuniger HSDPA. Sofern das jeweilige Betreibernetz diesen Turbo beherrscht, flitzen unterwegs die Daten im DSL-Tempo auf den Handheld. Bislang bewirbt aber nur T-Mobile diese Funktion bei ihrer Variante MDA Vario II, da nur der Magenta-Konzern sein UMTS-Netz bereits flächendeckend aufgebohrt hat. Vodafone baut kräftig aus und will bis Ende des Jahres fertig sein, O2 hat Anfang 2007 anvisiert. Bei E-Plus ist HSDPA derzeit kein Thema.

Durchschnittlicher Empfang

Die Funkleistungen des stellvertretend für die ganze Riege gemessenen Vodafone VPA Compact III sind durchschnittlich: In kritischen Empfangssituationen, etwa in Innenräumen, schalten die HTC-Klone gerne mal von UMTS auf GPRS zurück. Aber selbst ohne EDGE  oder UMTS ist schneller Datenfluss möglich: Einen entsprechenden Hotspot vorausgesetzt, flutschen die Bits und Bytes auch via WLAN aufs Gerät. Dabei unterstützt das PDA-Phone sowohl den 802.11b- als auch den schnelleren 802.11g-Standard.

Für den Datentransfer von Gerät zu Gerät lassen sich Verbindungen auch via Infrarot oder Bluetooth herstellen. Wenig pfiffig gelöst ist der Headset-Anschluss mittels Mini-USB-Buchse. Zwar wird ein passendes Stereoheadset mitgeliefert, aber handelsübliche Exemplare mit Klinkenstecker bleiben außen vor. Immerhin: Alternativ ist die Hifi-Kopplung auch über das A2DP-Bluetooth-Profil möglich, passende Hörer sind aber vergleichsweise teuer.

Üppige Ausdauer

Nichts auszusetzen gab es an der gemessenen Ausdauer des Vodafone VPA Compact III: Durchschnittlich zehn Stunden typischen Betrieb hält das PDA-Phone durch, bevor es an die Steckdose muss. Das bestätigten auch der O2 XDA trion und der T-Mobile MDA Vario II, die nach heftiger Nutzung am Tag abends noch Reserven boten und ein Wochenende auch mal ohne den Ladeadapter durchstanden.  

Gerade noch klein genug, um in der Sakkotasche nicht zu sehr zu stören, aber dennoch sehr umfangreich ausgestattet bieten O2s XDA trion, T-Mobiles MDA Vario II, Vodafones VPA Compact III und das bei E-Plus vertriebene Original HTC TyTN gegenüber einem Business-Handy einen echten Mehrwert. Das belegt am besten die Reaktion des Redaktionskollegen, der nach nur zehn Tagen Vario-II-Einsatz vom PDA-Phone-Verächter zum Windows-Mobile-Fan konvertierte.

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