Testbericht

Vollverstärker Pioneer A 9 Mk II

30.11.2009 von Redaktion connect und Dalibor Beric

Der Pioneer A 9 Mk II (1000 Euro) ist ein umfangreich ausgestatteter Vollverstärker der selbst einen Phono-MC-Eingang bietet.

ca. 1:30 Min
Testbericht
  1. Vollverstärker Pioneer A 9 Mk II
  2. Datenblatt
Vollverstärker Pioneer A 9 Mk II
Vollverstärker Pioneer A 9 Mk II
© Archiv
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Endstufe und Netzteil sind kanalgetrennt. Der Boden bekam zur Resonanzminderung eine Wabenstruktur eingeprägt. Die klangliche Feinabstimmung wird in den legendären Air Studios vorgenommen .
© Archiv

Viel hilft viel, haben sich die japanischen Ingenieure gedacht und beim A 9 Mk II eine Menge investiert. Zum Beispiel ist das Netzteil mit zwei Ringkerntrafos und schnell schaltenden Schottky-Dioden kanalgetrennt aufgebaut. Auch die Endstufen sitzen sich spiegelbildlich getrennt gegenüber. Die Vorverstärkersektion mit der MC/MM-Phonostufe jedoch muss dann aber auf einer Platine dazwischen Platz nehmen.

Dass die legendären Air Studios in London den Auftrag erhielten, den A 9 MkK II klanglich zu optimieren, zeigt zudem, dass für Pioneer der Name "Pure Audio Series" kein Marketinggag ist. Deshalb wird der A 9 Mk II auch recht warm, da der Ruhestrom, der durch die Endtransistoren fließt, klangförderlich hoch ist.

Moderne Zeitgenossen wird besonders der USB-Anschluss an der Rückseite interessieren. Der ermöglicht nicht nur eine Verbindung zum PC, sondern bietet auch einen "Sound Retriever" genannten Effektmodus, der komprimierte MP3-Dateien aufpeppen soll.

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© Das Display des Pioneer A 9 Mk II informiert über alle Betriebsarten, Lautstärke und Quellen.

Das kann bei stark datenreduzierten Dateien (etwa 128 kBit/S) durchaus nett sein, bei höherwertiger Auflösung ist es sinnvoller, den Sound Retriever mit der schmucken Alu-Fernbedienung auszuschalten. Als der A 9 Mk II zum Hörvergleich antrat, war die "Direct"-Taste gedrückt, was alle klangverändernden Schaltungen überbrückt und den ausdrucksvollsten Klang ergab.

Dann imponierte der Pioneer mit satten, tiefen, aber auch ein wenig unkontrollierten Bässen und zarten Höhen. Mit diesem kraftvollen Auftritt entpuppte er sich als Gegenpart zum Marantz PM 8003 (1/09), der bei Streichern typischere Resonanzkörper formte und feine Artikulierungen von Sängern deutlicher machte.

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© Archiv

Dafür gab der A 9 Mk II mehr Gas, indem er etwa bei Ben Harpers "Faded" ("The Will To Live", Virgin) die Snare-Schläge mehr explodieren ließ und den Basslauf nachdrücklicher mitteilte. Auch bei Trentemollers "Physical Fraction ("The Trentemoller Chronicals", Automatique AMCD 02) konnte der A 9 tiefer in den Basskeller steigen und das Stück etwas dramatischer darstellen. Dabei war er aber nicht ganz so timingsicher wie der PM 8003, der die Hall-Sounds zeitrichtiger einband und die Rhythmus-Elemente genauer auf den Punkt brachte. Somit gab es hier einen Punkte-Gleichstand durch unterschiedliche Klangrichtungen zu vermelden.

+ USB-Eingang

- Phonostufe nicht angemessen

Pioneer A 9 MK II

Pioneer A 9 MK II
Hersteller Pioneer
Preis 1000.00 €
Wertung 42.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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