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Google-Maps-Alternativen: 6 Navi-Apps im Vergleich

Google Maps ist der Platzhirsch unter den Navi-Apps, doch auch kompliziert und eben von Google abhängig. Wir zeigen Ihnen sechs alternative Apps.

Inhalt
  1. Google-Maps-Alternativen: 6 Navi-Apps im Vergleich
  2. Google-Maps-Alternativen: maps.me, Komoot und Waze

© Patrick Daxenbichler / Fotolia.com

Mit der passenden App wird das Smartphone zum Navi. Daoch welche Navi-Apps gibt es neben Google Maps?

Google Maps ist nicht nur die am häufigsten installierte Navi-App, sondern vielleicht auch die langweiligste. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer App, die sich speziell um die Bedürfnisse von Radfahrern und Wanderern kümmert? Oder eine, mit der Sie Abbiegehinweise selbst aufnehmen können? Wir zeigen sechs Alternativen zu Google Maps, die unter Android und iOS funktionieren.​

Here WeGo

HERE WeGo (die App-Downloads finden Sie rechts oben auf der Seite) ist nützlich ganz unabhängig davon, welches Verkehrsmittel Sie nutzen. Wer seinen Weg ein bisschen vor dem Aufbruch plant, dem hilft HERE WeGo mit einem übersichtlichen Vergleich der verschiedenen Beförderungsmittel, das heißt Auto, Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel. Die App kennt die Daten des ÖPNV in weltweit 1.300 Großstädten und liefert neben Umsteigehinweisen auch Fahrpreise. 

Ganz zeitgemäß hilft HERE WeGo Autofahrern mit Abbiegehinweisen und Echtzeit-Verkehrsdaten, die in die Routenplanung mit einbezogen werden. Auch eine Parkplatzsuche hat HERE integriert. Radfahrer freuen sich darüber, dass auch Radwege zum Kartenmaterial zählen. Die Navigation leistet aber auch Fußgängern gute Dienste. Soll es schnell vorangehen können Sie aus der App heraus ein Taxi rufen. Dank Offline-Modus hält sich die Belastung des Datenvolumens in Grenzen und HERE WeGo funktioniert auch abseits des Mobilfunknetzes.

© Here

Die alternative Navigations-App Here Wego ist übersichtlicher gestaltet als Google Maps.

Für Touristen hält die App mit der Übersicht der 25 beliebtesten Attraktionen in der jeweiligen Umgebung eine nützliche Orientierungshilfe bereit. In Form der Live Sight Funktion bietet sie auch Augmented Reality. HERE WeGo blendet dabei Infos zu einem Gebäude ein, das Sie mit der Smartphone-Kamera erfassen. Eine weitere Besonderheit von WeGo sind die 100.000 Indoor-Karten, die die Navigation in großen Gebäuden ermöglichen, zum Beispiel am Flughafen.

Lesetipp: Google Maps - Karten und Routen exportieren - so geht's

Verglichen mit Google Maps finden wir HERE WeGo übersichtlicher, aber es ginge noch besser. Beim Autofahren könnten wir auf die Darstellung öffentlicher Verkehrsmittel gut verzichten. Als Fußgänger würden wir uns über die Möglichkeit freuen, die Karte in Laufrichtung drehen zu können.

Sygic GPS Navigation

Sygic GPS Navigation liefert TomToms Kartenmaterial, für die ganze Welt, mit mehreren Updates im Jahr und inklusive Offline-Modus. Die für Android und iOS erhältliche App führt Sie mit gesprochenen Hinweisen zum Ziel und bietet dabei praktische Details wie die Ansage von Straßennamen und einen Fahrspurassistent. Sygic GPS Navigation weist auf Radarfallen hin, führt Sie zu Parkplätzen und zeigt POI (Point of Interest, d.h. interessante Orte) wie zum Beispiel Restaurants und Tankstellen an. Routen lassen sich bereits zu Hause im Browser planen und an die App senden. Während der Fahrt können Sie die erwartete Ankunftszeit teilen. 

© Sygic

Sygic GPS Navigation bietet auch Warnmeldungen zu Geschwindigkeitsbeschränkungen und Radarkameras.

Sygic GPS Navigation ist sehr modular aufgebaut, was nichts anderes heißt als dass viele Funktionen Geld kosten. So müssen Sie zum Beispiel für Abbiegehinweise, Sprachanweisungen und Infos über mobile Blitzer bezahlen. Diese Funktionen sind Teil von Sygics Premium-Paketen. Das gilt auch für Hinweise auf Geschwindigkeitsbegrenzungen und den Fahrspurassistenten. Die Premium-Pakete beginnen preislich bei rund 50 Euro. Dafür erhalten Sie eine "lebenslange" Lizenz inklusive den Karten für 51 europäische Länder. Wer 30 Euro drauflegt, der erhält auch Echtzeit-Verkehrsinformationen, die die Qualität der Navigation enorm erhöhen können. Noch mal 20 Euro mehr und Sygic erweitert das Kartenmaterial auf 195 Länder. Die mobilen Blitzer kosten 15 Euro im Jahr. 

Gesondert erhältlich sind außerdem das Head-up-Display (spiegelt Infos in die Windschutzscheibe), die Dashcam (zeichnet ein Video des vorausfahrenden Verkehrs auf) und die Real View Navigation (blendet Abbiegehinweise in das mit der Smartphone-Kamera aufgenommene Bild ein). Jedes dieser Add-ons kostet rund 10 Euro. 

Tipp: Sygic bietet gelegentlich große Rabatte, aktuell rund 80% auf die Premium-Pakete und 50% auf Add-ons. Wenn Sie den richtigen Zeitpunkt für den Kauf erwischen können Sie viel Geld sparen.

MapFactor

Funktionsumfang und Bedienkomfort von MapFactor hängen stark davon ab, welches Kartenmaterial Sie verwenden. Die App, die für Android und iOS erhältlich ist, arbeitet nämlich wahlweise mit Karten von OpenStreetMaps oder denen von TomTom. Letztere enthalten mehr Infos und bilden damit die Grundlage für eine komfortable Suche und Zusatzfunktionen wie den Fahrspurassistent sowie Hinweise auf Tempolimits. 

Die TomTom-Karten kosten aber beispielsweise 14,99 Euro für Deutschland beziehungsweise 19,99 Euro für ganz Europa. Für Verkehrsinfos berechnet MapFactor jährlich 9 Euro (Preise für Android, iOS etwas teurer). Auch viele andere Funktionen werden einzeln berechnet, zum Beispiel Alternativrouten (4 Euro), das Head-Up-Display (3 Euro) oder das Beseitigen der Werbeeinblendungen (2 Euro). 

© Tim Kaufmann / connect

MapFactor gehört mit über 30 Millionen Downloads zu den am häufigsten genutzten Navi-Apps unter Android.

MapFactor bietet Navigationsmodi für Autofahrer, Busverbindungen, Radfahrer und Fußgänger sowie für LKW-Fahrer. Die Route wird wahlweise in 2D oder 3D dargestellt. Für Nachtfahrten lässt sich der Nachtmodus aktivieren, dessen dunkle Farben die Blendwirkung des Displays reduzieren. Karten werden für den Offline-Gebrauch auf das Handy heruntergeladen, was das Datenvolumen entlastet.

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