Smarthome

Smart Locks: Digitale Türschlösser im Vergleich

Smarte Türschlösser versprechen Komfortfunktionen wie automatisches Öffnen bei Annäherung oder die Übergabe virtueller Schlüssel. Im Detail unterscheiden sich die Produkte aber deutlich, wie der Test zeigt.

Inhalt
  1. Smart Locks: Digitale Türschlösser im Vergleich
  2. Smart Locks: Eqiva, Nuki, Yalelock
Smart Locks Eingangstür

© Nuki

Wir stellen eine Auswahl an Smart Locks vor und testen, welche im direkten Vergleich am meisten überzeugen.

Warum sollte man seinen klassischen Schlüssel durch eine Smartphone App und sein Türschloss durch ein „Smart Lock“ ersetzen? Wer selbst Antworten auf diese Frage hat, zählt ganz klar zur Zielgruppe der hier vorgestellten digitalen Türschlösser. Ihre Anwendungen reichen vom Versand virtueller Zugangsberechtigungen an Haushaltshilfen, Paketboten oder Feriengäste bis hin zu schlichter Bequemlichkeit – wer sich erst mal daran gewöhnt hat, dass er bei Ankunft vor der Haus- oder Wohnungstür nicht mehr nach seinem Schlüsselbund fischen muss, möchte diesen Komfort bald nicht mehr missen.

Allerdings unterscheiden sich die angebotenen Lösungen in ihrem Funktionsumfang, dem Montage-Aufwand sowie der Integration in bestehende Smart-Home-Umgebungen wie Apple HomeKit oder HomeMatic beziehungsweise Funkstandards wie Z-Wave oder Zigbee. Hier sollten Interessenten genau prüfen, was sie brauchen oder wollen.

Bewusst außen vor gelassen haben wir bei diesem Test die Frage nach der (Cyber-) Sicherheit. Mechanisch und konzeptionell sind alle getesteten smarten Schlösser auf jeden Fall robust. Ob dies ebenso für den Schutz gegen Hacker oder digitale Einbrecher gilt, muss jedoch die Zeit erst noch zeigen.

Burg-Wächter secuEntry easy 5601

© Burg-Wächter

Zusatzgeschäft: Gratis sind in der App nur Basisfunktionen – alles Weitere kostet extra.

Burg-Wächter secuEntry easy 5601

 Burg-Wächter liefert ein Komplettset, das neben Schließzylinder und Motor-Knauf auch noch eine Code-Tastatur enthält, die sich vor der Tür außen installieren lässt. Keypad und Schloss kommunizieren über einen proprietären Funkstandard, das Keypad lässt sich wiederum über die „KeyApp“ (Android und iOS) per Bluetooth ansteuern. Optional gibt es auch noch einen Bluetooth-Transponder (-Schlüsselanhänger) – und wer noch 100 Euro auf das mit 389 Euro ohnehin nicht gerade günstige Paket drauflegt, kann auch ein Keypad mit integriertem Fingerabdruck-Sensor wählen.

Insgesamt etwas kompliziert

Da zur Installation der Schließzylinder gewechselt werden muss, ist der Einbau nicht ganz einfach. Außerdem verlangt Burg-Wächter für viele Funktionen wie etwa Geofencing oder die Ausdehnung auf andere App-Nutzer über In-App-Käufe noch mal zusätzlich Geld. Eine etwas komplexe Lösung für handwerklich Begabte.

Pro:

  •  Bedienung auch per Code-Tastatur möglich

Contra:

  • Installation kompliziert
  • viele Funktionen aufpreispflichtig

connect@home Testurteil: befriedigend (336 von 500 Punkten)

Danalock V3 BT-HK

© Danalock

Zu Hause in der Apple-Welt: Das Danalock V3 BT-HK hört auf die iOS-eigene „Home“-App.

Danalock V3 BT-HK (HomeKit)

Zum Test tritt die gerade erst erschienene HomeKit-Version des Danalock V3 an. Sie freut Apple User, die ihr Türschloss in HomeKit-Szenarien einbinden wollen. Gegenüber der Danalock-eigenen App, die mit den für Z-Wave oder Zigbee auslegten Modellen angeboten wird und mit der HomeKit-Version nicht funktioniert, müssen Käufer beim Funktionsumfang allerdings Abstriche machen – was in der vorliegenden Wertung Punkte kostet. Für alle Danalock-Varianten gilt: Zur Montage muss ein mitgekaufter Schließzylinder eingebaut werden. Außerdem hat sich der Hersteller für teure und wenig verbreitete Lithium-Batterien entschieden. Immerhin: Ein Vierer-Set davon soll bis zu einem Jahr durchhalten.

Ganz auf HomeKit ausgelegt

Dafür lässt sich das HomeKit-Schloss auch per Siri steuern und unterstützt Funktionen wie Geofencing, Auto-Lock beim Verlassen des Hauses sowie die Bedienung per Apple Watch.

Pro:

  • Gute Integration in Apple HomeKit und die Apple-Welt

Contra:

  • Komplizierte Montage
  • eingeschränkter Funktionsumfang

connect@home Testurteil: befriedigend (347 von 500 Punkte)

eQ-3 HomeMatic KeyMatic

© HomeMatic

Fremd-Apps: HomeMatic-kompatible Apps wie „Orbylon“ bringen KeyMatic auf volle Leistung.

eQ-3 HomeMatic KeyMatic

 Das Smartlock von HomeMatic-Erfinder eQ-3 wird komplett mit einem Funk-Handsender geliefert. Zum vollen Funktionsumfang läuft es aber erst auf, wenn es an einer HomeMatic-Zentrale und/oder einem HomeMatic-Gateway angemeldet wird. Dann lassen sich die Schließfunktionen in komplexere Smart-Home-Szenarien integrieren. Allerdings: Da es für HomeMatic-Systeme verschiedene Apps und PC-Programme unterschiedlicher Anbieter gibt, hängt der konkrete Funktionumfang wiederum davon ab, für welche Software man sich entscheidet. eQ-3 selbst bietet keine eigene App an. Ambitionierte Smart-Home-Architekten können das System dafür bis hin zu komplexen Steuerungen via IFTTT (If-This-Then-That) ausbauen.

Montage vergleichsweise leicht

Die Montage ist recht einfach, sofern der vorhandene Schließzylinder innen zwischen 8 und 15 Millimeter übersteht. Dann lässt sich KeyMatic einfach per Imbus-Schlüssel daran festschrauben.

Pro:

  • einfache Bedienung per Handsender
  • leichte Montage

Contra:

  • volle Leistung nur mit Home-Matic-Zentrale und Fremd-Apps

connect@home Testurteil: gut (415 von 500 Punkte)

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