Top 5 – Smartphones im TestDie fünf hochwertigsten Smartphones
Ein Smartphone sollte nicht nur technisch viel zu bieten haben, auch die Verarbeitung muss stimmen. Denn was nützen scharfer Touchscreen und schneller Prozessor, wenn sie in einem billigen Plastikgehäuse verpackt sind? Wir stellen 5 Smartphones vor, die optisch und haptisch ganz vorn mitspielen.
Im Smartphone-Bereich bewegt sich die Ausstattung auf einem einheitlichen Niveau. Hochauflösender Touchscreen, Gigahertz-Prozessor und eine Kamera, die gute Schnappschüsse macht, findet man mittlerweile in jedem Gerät. Natürlich gibt es noch zahlreiche Unterschiede, gerade in Abhängigkeit vom Preis. Trotzdem: Technische Alleinstellungsmerkmale sind kaum noch drin, alle Hersteller bieten im Prinzip ähnliche Kost.
Umso größer sind die Unterschiede im Hinblick auf Design und Verarbeitung. Wer auf der Suche nach einem Smartphone ist, sollte daher vor allem hier ganz genau hinschauen. Denn was nützt die teure Technik, wenn sie in einem billigen Plastikgehäuse steckt, das im schlimmsten Fall bereits nach einem Jahr kaputt geht?
So testen wir
In den Smartphone-Tests von connect wird die Verarbeitungsqualität anhand von vier Kriterien ermittelt: Gehäuseintegrität (ist das Gehäuse in sich stabil oder beweglich?), Knarzfreiheit (lassen sich auf festen Druck Knarzgeräusche feststellen?), Stabilität des Displays (gibt die Display-Oberfläche auf Druck nach oder verfärbt sich?) und Materialwahl (werden hochwertige Materialien verwendet?). Insgesamt werden so 20 Punkte vergeben. Punkteabzug gibt es für grobe Mängel, etwa zu große Spaltmaße oder einen Akkudeckel, der nicht ordentlich schließt.
Die 5 Smartphones mit der höchsten Bewertung bei der Verarbeitungsqualität stellen wir hier vor:
Was Verarbeitung und Haptik angeht, ist das iPhone 4(S) das hochwertigste Smartphone auf dem Markt: Vorder- und Rückseite sind vollständig in gehärtetes Glas gefasst, der umlaufende Metallrahmen dient nicht nur zur Stabilisation, sondern auch als Antenne für Mobilfunk, WLAN, GPS und Bluetooth.
Das erste Windows Phone von Nokia ist optisch ein echter Kracher geworden. Es steckt in einem attraktiven Unibody-Gehäuse, das aus einem einzelnen, durchgefärbten Kunststoffblock gefräst wurde.
Die Verarbeitung ist nahezu perfekt. So wird die Micro-USB-Buchse auf der Stirnseite vorbildlich von einer kleinen stabilen Klappe vor Staub geschützt. Direkt daneben befindet sich der Slot für die notwendige Micro-SIM. Lediglich die vier chromfarbenen Tasten an der Geräteseite zeigten beim Test etwas Spiel. Doch das gehört eher in die Kategorie Erbsenzählerei.
Das Razr ist so schmal, dass man befürchten könnte, dass das gute Stück bei zu viel Druck und falscher Belastung auseinanderbricht. Damit das nicht passiert, hat Motorola das Gehäuse mit Kevlarfasern verstärkt. Dieser polymere Kunststoff kommt unter anderem bei schusssicheren Westen und Schutzhelmen zum Einsatz – da bricht so schnell also nichts.
Dank des Materialmixes aus Kevlarfasern und Edelstahl sowie seiner sehr sauberen Verarbeitung gehört das neue RAZR fraglos zu den hochwertigsten Smartphones auf dem Markt. Zusätzlich hat Motorola sämtliche Bauteile mit einer wasserabweisenden Schicht versehen, sodass ein paar Regentropfen und selbst die gern zitierte auf dem Schreibtisch verschüttete Tasse Kaffee dem Razr keine Probleme bereiten.
Aus dem schwarzen Heer an Kunststoff-Smartphones sticht das Wave 3 mit seinem Mantel aus gebürstetem Aluminium gleich heraus. Da muss die perfekte Verarbeitung kaum noch extra erwähnt werden.
Bemerkenswert: Akku, SIM-Karte und Micro-SD-Slot sitzen nicht unter einem labbrigen Deckel, sondern sind sehr elegant über eine Slidermechanik zugänglich. Das Gehäuse lässt sich dazu ein Stück nach oben ziehen und gibt so den unteren rückseitigen Bereich frei. Materialien und Verarbeitung bewegen sich auf Spitzenniveau.
Sony hat für seine neue Xperia-Generation ein ganz besonderes Design entwickelt, mit dem sich das Xperia S wunderbar von der Touchscreen-Konkurrenz abhebt. Am auffälligsten ist die transparente Leiste, die die Trennung zwischen Gehäuse und Antennenteil markiert.
Auch die markante, von Mineralglas geschützte Front und die leicht gewölbte, in mattem Schwarz oder Weiß gehaltene Rückseite haben einen hohen Wiedererkennungswert.
Einzigartiger Materialmix aus Glas und Metall: Das iPhone 4S ist in dieser Beziehung nach wie vor unerreicht.
Das iPhone 4(S) ist immer noch die Referenz, wenn es um hochwertige Smartphones geht. Das kantige Design mag nicht jedermanns Geschmack sein, auch das 3,5 Zoll-Display dürfte einigen inzwischen zu klein sein, doch außer Frage steht, dass kein Smartphone besser verpackt ist als das Kulthandy von Apple. Vorder- und Rückseite bestehen aus zwei Glasplatten, die von einem Metallrahmen zusammen gehalten werden. Glas und Metall sind die einzigen Zutaten – und diese Kombination fühlt sich nicht nur exquisit an, sie sorgt auch für eine unerreichte Gehäuseintegrität. Beim iPhone 4S wackelt oder knarzt nichts, das Gerät wirkt wie aus einem Guss – besser kann man es einfach nicht machen.
Auch die Ausstattung ist State of the Art. Mit seiner hohen Auflösung und enormen Helligkeit gehört das Display zu den besten seiner Klasse, dazu kommen ein flotter Dualcore-Prozessor mit 1 Gigahertz und eine 8-Megapixel-Kamera mit einer sehr guten Bildqualität. Zwei Makel trüben das schöne Gesamtbild: Zum einen ist der Speicher nicht erweiterbar, zum anderen gehört das iPhone 4S mit 629 Euro zu den teuersten Smartphones überhaupt.
Das Wave 3 von Samsung besteht überwiegend aus Alumium.
Das ein hochwertiges Smartphone nicht teuer sein muss, zeigt das Wave 3. Das Flaggschiff von Samsungs Bada-Serie kostet nur 215 Euro und steckt in einem Gehäuse, das fast vollständig aus Aluminium besteht. Dabei ist der Akkudeckel einzigartig konstruiert: Statt ihn vom Gehäuse abzunehmen, zieht der Nutzer die komplette Rückseite mitsamt der Ränder etwa 4 Zentimeter nach oben, bis sie einrastet. Mit diesem Unibody-Design wirkt das Wave 3 außerordentlich stabil und wertig.
Trotz Niedrig-Preis und Edel-Design bleibt auch die Ausstattung nicht auf der Strecke: mit 4-Zoll-Display (800 x 480 Pixel), 1,4-Gigahertz-Prozessor, schnellem n-WLAN, A-GPS und HSPA+ bewegt sich das Wave 3 auf dem Stand der Zeit. Im connect-Test zeigte sich außerdem, dass das Bada-Smartphone einen der besten Musicplayer besitzt, die man im Smartphone-Bereich findet. Sehr knapp kalkuliert sind allerdings die 3 Gigabyte Speicher, die sich System und Benutzer auch noch teilen müssen. Zum Glück kann man ihn problemlos mit bis zu 32 Gigabyte erweitern.