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Tarif-Trends 2012 Steht das Ende der Datenflatrates bevor?

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Steht das Ende der Datenflatrates bevor?
Steht das Ende der Datenflatrates bevor?
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Die Zeiten sind im Umbruch, das gilt auch für Datentarife. connect zeigt die Trends und Zukunftspläne der Mobilfunker weltweit.

Es sind turbulente Zeiten: Europa steckt in der Schuldenkrise, dem Rest der Welt geht’s nicht viel besser. Doch noch steht nicht alles am Abgrund, und schon gar nicht die IT- und Telekommunikationsbranche in Deutschland. Im Gegenteil: Laut dem Branchenverband Bitkom legt der ITK-Markt zu und soll 2012 erstmals die Umsatzmarke von 150 Milliarden knacken.

120 Millionen Gigabyte in 2011

Gewaltiger Umsatzbringer sind Smartphones und neuerdings Tablet-PCs, die die mobile Datennutzung explosiv in die Höhe treiben: Laut der aktuellen TKMarkt-Studie 2011, die die Unternehmensberatung Dialog Consult gemeinsam mit dem Verband der Anbieter von Telekommunikation und Mehrwertdiensten (VATM) durchgeführt hat, ist die Datenmenge im Mobilfunk pro Nutzer um mehr als 80 Prozent gestiegen. Das Gesamtvolumen der übertragenen Datenmenge in 2011 schätzt die Studie auf über 120 Millionen Gigabyte. Der enorme Anstieg bei jahrelang sinkenden Datenpreisen bereitet den Mobilfunkbetreibern allerdings zunehmend Kopfzerbrechen.

Datendrosselung ab 200 MB

Mit dem Aufkommen der modernen Internetphones hat sich bei nahezu allen Anbietern die Datenflat durchgesetzt. Das ermuntert natürlich die Kunden: So surft man mittlerweile per Datenflat mit bis zu 7,2 Mbit/s für weit unter 15 Euro pro Monat. Was die Verbraucher freut, bringt die Mobilfunker in Bedrängnis – denn die Netzkapazitäten werden knapp. Deshalb sind die Surfpauschalen auch limitiert – oft wird schon ab 200 MB das Tempo gedrosselt. Doch bei der Maßnahme wollen es die Mobilfunker nicht belassen und sind dabei, Strategien und Tarifmodelle zu entwickeln, um ihre enormen Netzinvestitionen zu refinanzieren. Das belegt auch die Studie von Amdocs, dem führenden Anbieter von Customer-Management-Systemen, der die 30 größten TK-Anbieter in Europa, Nordamerika und Asien zu ihren Tarifplänen befragt hat. Die Ergebnisse sind in den Grafiken veranschaulicht, die Sie weiter unten finden.

86 Prozent mit Stufentarifen

Laut der Amdocs-Studie werden sich die Mobilfunkbetreiber in Kürze von Flatrates und All-youcan-eat-Modellen verabschieden: 86 Prozent der Anbieter planen schon in den nächsten sechs bis zwölf Monaten Stufenpreistarife einzuführen. Die meisten liebäugeln auch mit personalisierten Paketangeboten, mit denen sie unterschiedliche Kundensegmente und Nutzungsarten bedienen können. Laut Amdocs können das individuelle Tarifmodelle mit flexiblen Bandbreiten sein – beispielsweise ein monatliches Basispaket zum Fixpreis, bei dem man etwa für die tägliche E-Mail-Kommunikation nicht das höchste Tempo bekommt, aber am Wochenende einen volumenintensiven Film per High-Speed herunterladen kann. Kommt der Kunde mit der Bandbreite nicht aus, kann er das Paket jederzeit aufstocken. Idealerweise kann er per App auch den aktuellen Stand einsehen und bekommt kurz vor Erreichen der gebuchten Grenze eine Meldung mit dem Hinweis auf Erweiterungsmöglichkeiten.

Die Anbieter nutzen ihr Qualitäts- und Sicherheits-Management insbesondere, um die Bandbreite zu steuern.

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Damit wären Horror-Rechnungen passé. Guy Hilton, Marketing-Chef von Amdocs, denkt sogar über ein Familienpaket nach, das „ein Gesamt-Datenlimit für die ganze Familie setzt und verschiedene Zugangsregeln pro Mitglied erlaubt“. Was auch kommt, connect bleibt dran.

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