Testbericht

Heco Victa 500

Heco bietet zum Preis einer Kompakten erstaunliche gute Standboxen.

  1. Heco Victa 500
  2. Datenblatt
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© Archiv

Es gibt sie, die Standboxen zum Einsteigertarif. Zum Beispiel von Heco. Wenn es um viel Box für wenig Geld geht, ist die deutsche Traditionsmarke Heco ohnehin an vorderster Front dabei - nicht weniger als vier Boxen des Herstellers ziert in der AUDIO-Bestenliste ein roter Punkt, die Auszeichnung für das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Einiges dran

Und auch die Victa 500 hat schon auf dem Papier einiges zu bieten: eine vollwertige Standbox für 400 Euro, die mit einem nach hinten elegant verjüngten Gehäuse und zwei massiven Konus-Treibern aufwarten kann. Damit sich die beiden mit stabilen Blechkörben und Kompensationsmagneten versehenen Papiertreiber nicht per Interferenz akustisch in die Quere kommen, koppelt die Frequenzweiche den unteren bereits im Grundtonbereich sanft aus, im Bass agieren beide gemeinsam. Der obere Treiber darf bis drei Kilohertz hinauf spielen und übergibt dann an den Hochtöner. Hier bringt Heco eine aus gewobener Kunstseide hergestellte Membran zum Einsatz, die von einer 20-Millimeter-Spule angetrieben wird und mit einer Schallführung auf guten Wirkungsgrad getrimmt ist. 

Die vom Pulheimer Audiovox-Vertrieb betreuten Heco Victa sind klassenüblich außen mit Vinyl-Folie beschichtet - was von weitem eine durchaus realistische Holzoptik bietet, mit der etwas glatten Haptik allerdings nicht der Celan aus dem selben Haus das Wasser reichen kann.

Hörtest

Die Heco klang deutlich bodenständiger und "größer", dafür auch nicht mehr ganz so detailgenau wie die zum Vergleich herangezogene KEF Cresta 30. Mit starkem Strich übernahmen die Kontrabässe den Continuo-Part, den Namen der A-cappella-Combo "Ganz schön Feist" nahm die Victa bei deren "Bleib geschmeidig" (Sony) zu wörtlich. Ungewöhnlich souverän agierte sie mit härterer Musik: Metallicas "Re-Load" hämmerte satt und laut in den Hörraum, ohne einen Funken Lästigkeit zu zeigen, auch echte Partypegel sind mit der Heco drin.

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© Foto: H.Härle

Der Ring kompensiert das Magnetfeld für den Betrieb in der Nähe eines TV

Wer mit einer 400 Euro preiswerten Box eine klanglich fortgeschrittene Einsteigerkette aufbauen will, sollte auch die Folgekosten für Amp und Ständer im Auge behalten - hier sind Standlautsprecher meist klar im Vorteil, im Regal oder auf dem Boden würde eine Kompakte dramatisch an Klangqualität verlieren.

Fazit

Es muss als Einstieg nicht immer eine Kompakte sein - die Bandbreite an 400-Euro-Standboxen ist ordentlich. Für Rockfans und Besitzer größerer Räume stellt die riesig spielende Heco die erste Wahl dar.

Heco Victa 500

HerstellerHeco
Preis400.00 €
Wertung63.0 Punkte
Testverfahren1.0

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