Testbericht

Sony Xperia M2 im Test

Mit dem Sony Xperia M2 tritt ein Android-Modell der 200-Euro-Klasse zum Test an, das im harten Wettbewerb bestehen kann. Was das Xperia M2 auszeichnet, erfahren Sie in diesem Testbericht.

  1. Sony Xperia M2 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Sony Xperia M2,MWC 2014

© Sony

Sony Xperia M2,MWC 2014
EUR 239,00

Pro

  • stabiles Gehäuse
  • hochwertige Anmutung
  • gute Ausdauer
  • exzellente Sende- und Empfangsqualität

Contra

  • recht schwer
  • unnötig viele Apps vorinstalliert
  • fest eingebauter Akku
82,2%

Mehr Leistung zu niedrigeren Preisen. Dieser Trend stellt Markenhersteller vor echte Herausforderungen, kommt aber allen entgegen, die ein gutes Smartphone suchen. Mit dem Sony Xperia M2 tritt hier, soviel sei vorweggenommen, ein Android-Modell der 200-Euro-Klasse zum Test an, das im harten Wettbewerb bestehen kann.

Eigenständiges Design

Eigenständigen Charme entwickelt das geradlinige Xperia-Design. Transparente Elemente verleihen dem stabilen Rahmen einen exklusiven Touch. Die Kunststoffmaterialien wirken wertig, das 148 Gramm schwere Stück Hardware steckt in einem verwindungsstabilen, sauber zusammengefügten Gehäuse. Da der 2330 mAh starke Akku fest eingebaut ist und die Schnittstellen für Micro-SDsowie Micro-SIM-Karte am Rand platziert sind, bildet die Rückseite eine plane Einheit, was dem Smartphone buchstäblich den Rücken stärkt. Die glatte Gehäuseoberfläche ist jedoch nicht sehr griffig. Zudem hinterlassen Fingerberührungen Spuren - und zwar hinten wie vorne.

Akzeptabler Bildschirm

Wird keine Displayschutzfolie verwendet, können die Schlieren bei weißem Screen-Hintergrund und ungünstigem Lichteinfall mitunter sichtbare Streuungen verursachen Frisch gereinigt stellt die etwas tiefer liegende, 12,2 Zentimeter messende LC-Anzeige mit 540 x 960 Pixeln Inhalte ausreichend hell, klar und farblich authentisch dar.

Der Verzicht auf Full-HDAuflösung stört weniger als die spiegelnde Oberfläche. Da sich die Helligkeit bei Bedarf automatisch gut an die Umgebung anpasst, klappt die Touchbedienung mit Abstrichen auch draußen.

Standesgemäße Hardware

Aus Kostengründen ist Speicher oft knapp. So kann das Xperia M2 nur auf magere 8 Gigabyte Flash-ROM zurückgreifen. Davon reserviert Sony 3 Gigabyte für die Android-4.3-Systemdateien. Die verbleibenden 5 GB kann der Besitzer mit dem vorinstallierten "File Commander" verwalten. Klassentypisch fällt auch der 1-Gigabyte-Arbeitsspeicher aus. Immerhin: Per Micro-SD-Karte lässt sich Speicher für eigene Dateien nachrüsten. Zudem steckt mit dem Snapdragon 400 ein aktueller Mittelklasse-Chip von Qualcomm im Gehäuse. Der Quad-Core-Prozessor ARM Cortex A7 wird mit bis zu 1,2 GHz getaktet. Das System führt Fingereingaben prompt aus und startet die Apps meist ohne nennenswerte Ladezeit.

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Sony Xperia M2
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Sony Xperia M2

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Ungebremstes mobiles Web

Kräftig auf die Tube drückt das Xperia M2 beim Webzugriff. Mit LTE der Kategorie 4 sind in den High-Speed-Netzen theoretisch Downloads mit bis zu 150 Mbit/s möglich. In den 3G-Netzen bringt HSPA+ mit bis zu 42,2 Mbit/s im Downlink die Daten auf Trab. Zu Hause erleichtert die breite WLAN-Unterstützung (IEEE 802.11a/b/g/n) die Vernetzung. Bluetooth und Nahfeldfunk (NFC) sind an Bord.

Auf Zack ist auch die 8-Megapixel-Kamera: Eine mechanische Auslösetaste erleichtert Schnappschüsse. Die spontane Aktivierung quittiert allerdings ein Jingleton - dieser ließ sich nur ruhigstellen, indem der Lautstärkepegel minimiert und damit auch der Klingelton deaktiviert wurde. Die Fotoabteilung hat Aufnahmen zügig im Kasten und auch das Funktionsangebot stimmt. Wer Personen mit LED-Blitz knipst, kann den Rote-Augen-Effekt reduzieren. Die im Manuell-Modus zuschaltbare HDR-Funktion versucht, mit unterschiedlichen Belichtungen helle und dunkle Bereiche eines Motivs genauer abzubilden.

Hands-On: Sony Xperia M2 auf dem MWC 2014

Quelle: connect
0:56 min

Bei guten äußeren Bedingungen bildet die Autofokus-Kamera Farben realistisch ab. Im Automatikmodus setzte die Foto-App die Hauptmotive im Vordergrund scharf in Szene. Werden die Beispiele jedoch am PC vergrößert, zeigt sich, dass es die Knipse vor allem im Hintergrund mit Details nicht immer genau nimmt. Bei Innenaufnahmen und schwachem Umgebungslicht verstärken sich unscharfe Bereiche und Bildrauschen. Die Frontkamera begnügt sich mit VGA-Auflösung.

Breites Unterhaltungsangebot

Mit umfassenden Audio-Einstellungen und intuitiver Playlisten-Bearbeitung empfiehlt sich Sonys Walkman-App für die Musikwiedergabe. Ein UKW-Radio mit RDS erweitert das vielfältige Entertainment-Angebot. Für eine vorbildliche Handhabung steht das Sony-UI (User Interface), das sich nahtlos in die Android-4.3-Oberfläche einfügt.

Wer auf dem Home-Screen zwei Finger diagonal zusammenführt, kann die Startbildschirme anpassen und Apps sowie Widgets auf selbigen verteilen. Die Verwaltung der App-Übersicht erleichtert dabei eine von links einschiebbare Auswahlliste. Die Tasten an der rechten Rahmenseite liegen zwar etwas dicht beieinander, trotzdem nimmt man das Xperia M2 gern in die Hand - auch, weil die Nutzeroberfläche größtenteils selbsterklärend ist.

Zahlreiche Apps an Board

Mit dem Google-Webdienstepaket, den Programmen von Sony und anderen Anbietern sammeln sich im App-Drawer über 60 Icons. Mehrfach vorhandene Funktionen sowie Auffordungen zur Registrierung und kostenpflichtige Funktionserweiterungen erschweren das Handling. Wer es übersichtlicher mag, muss erst Unnötiges ausfindig machen und - sofern möglich - deinstallieren. Die wirklich benötigten Zusatz-Apps stellt bei Bedarf dann der bestens sortierte Google Play Store zum Download bereit.

Top im Labortest

Im Messlabor konnte das Xperia M2 selbst teurere Smartphones auf die Plätze verweisen. Die Sende- und Empfangsleistungen in den GSM-, UMTS- und LTE-Netzen? Durchgängig tadellos. Hier fehlte insgesamt nur ein Pünktchen zur Maximalausbeute. Einzig die Akustik in Senderichtung fiel etwas ab. Die Ausdauerwerte? Überzeugend. Das Durchhaltevermögen im connect-typischen Praxismix lag bei respektablen 7,5 Stunden.

Fazit

Das Xperia M2 fährt trotz mäßiger Kamera ein gutes Gesamtergebnis ein und ist preisklassenbezogen im Ranking vorne dabei. Seine Stärken: erstklassige Messwerte, ein elegantes, solides Äußeres und hohes Tempo im Datentransfer.

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