Menü
Testbericht

ZTE Atlas im Test: Günstiger iPhone-Klon

ZTE Atlas
Labortest
58 %
ZTE Atlas
Smartphones
Pro
  • schön handlich
  • günstiger Preis
  • ordentliches Display
Contra
  • Kunststoffgehäuse nicht kratzfest
  • mäßige Ausdauer
  • eher schwache Performance
Fazit

Optisch erinnert das ZTE Atlas an ein iPhone, im Innenleben sieht es aber anders aus. Für Smartphone-Einsteiger dürfte das Atlas trotzdem einen Blick wert sein.

Anzeige
Bei den Maßen hat das ZTE Atlas iPhone-Format, das Innenleben ist dann aber doch etwas schlichter gestrickt.

Das müsste schon ein großer Zufall sein, wenn sich ZTE nicht zumindest ein bisschen von Apples iPhone hat inspirieren lassen. Legt man die beiden Kandidaten aufeinander, sind sie praktisch deckungsgleich. Und so ist auch das Atlas bequem mit einer Hand zu bedienen.

Auch ZTE verziert das schwarze Gehäuse mit einem silbernen Rahmen. Bei der Optik enden dann allerdings die Gemeinsamkeiten. Denn das Atlas spielt mit einer Preisempfehlung von 150 Euro zwei Ligen unter dem iPhone und bietet einen günstigen Einstieg in die Welt von Android.

Display: Brillante Anzeige

ZTE-Menü
ZTE-Menü ©

Entsprechend ist das Gerät auch spürbar aus Kunststoff gefertigt, der sich im Test als nicht besonders kratzfest erwies. Ein schonender Umgang ist also empfehlenswert. Dafür liegt das Atlas mit 119 Gramm leicht in Hand und Tasche.

Erfreulich: Trotz des günstigen Preises spendiert ZTE seinem Sprössling ein gutes Display, das mit 3,5 Zoll Diagonale zwar nicht besonders groß ausfällt, aber durch die hohe Auflösung von 480 x 800 Pixeln Inhalte brillant darstellt.

Einzelne Pixel sind mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen, und so erscheinen auch kleine Schriften gestochen scharf. Hinzu kommt eine kräftige Beleuchtung, wodurch das Display auch im Freien noch ordentlich abzulesen ist. Allerdings ist die Anzeige nicht optimal entspiegelt.

Bedienung: Android Gingerbread in Reinform

Was auf dem Display zu sehen ist? Android Gingerbread (2.3.5) in Reinform, und dabei wird es wohl auch bleiben – denn für Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) wird der 600-MHz-Prozessor zu schwach sein. Für Gingerbread reicht seine Power aber durchaus.

Das Gerät reagiert zügig auf Eingaben. Mit einem aktuellen Topmodell ist sein Arbeitstempo zwar nicht zu vergleichen – bewegt man sich etwa schnell durchs Menü oder das Adressbuch, zeigt die Anzeige eher ein sprunghaftes Blättern denn ein flüssiges Scrollen. Doch damit lässt sich durchaus leben.

Lediglich das Tippen von längeren Texten verlangt auf der kleinen, virtuellen Schreibmaschinentastatur viel Konzentration. Einfacher geht das, wenn man das Gerät ins Querformat legt und dann eine entsprechend größere Tastatur zur Verfügung steht, die mit zwei Daumen beackert werden kann.

ZTE Atlas

ZTE Atlas

Das Atlas misst 115 x 58 x 10 Millimeter und hat damit fast iPhone-Maße.

vergrößern

Aussstattung: Solide Basisausstattung

In Sachen Hardware-Ausstattung bringen mittlerweile auch günstige Modelle alles mit, was für eine vernünftige Nutzung gebraucht wird. Die knapp 2 GB an verfügbarem Speicher lassen sich hier per Micro-SD-Karte erweitern; unserem Testgerät lag eine 2 GB große Speicherkarte bei.

Dass das Atlas keinen schnellen Datenversand per HSUPA unterstützt – geschenkt. Das klappt auch mit UMTS, wenn auch etwas langsamer – oder am besten, weil meist kostenlos, über WLAN. Auch ein GPS-Empfänger ist an Bord, und so lässt sich mit dem Atlas die kostenlose Google Navigation nutzen, die fester Bestandteil des Android-Betriebssystems ist. 

Die Kamera ist einfach gestrickt, löst mit nominell 5 Megapixeln auf und bietet auch einen Autofokus sowie eine LED. Doch mangels Kamerataste lässt sich der Auto­fokus nicht gezielt steuern. Das Ergebnis: einfache Schnappschüsse, die auch mal unscharf ausfallen. Wer eine gute Kamera will, muss mehr ausgeben.

Die Hardware-Ausstattung ergänzt ZTE noch um die Software Documents To Go zum Betrachten von Office-Dokumenten. Ansonsten ist die Basisausstattung von Gingerbread in Sachen Software bereits gut bestückt, der direkte Zugang zum Google Play Store mit massenhaft Apps steht natürlich ebenfalls zur Verfügung.

Labormessung: Mäßige Ausdauer

ZTE Atlas
ZTE Atlas ©

Im Labor schneidet das ZTE Atlas ähnlich gut wie das Tania ab. Der Klang beim Telefonieren ist noch etwas besser, dafür der Empfang einen Tick schlechter. Bei der Ausdauer fordern allerdings das helle Display und die kompakte Bauform mit entsprechend kleinem Akku ihren Tribut.

Die typische Betriebszeit bei gemischter Nutzung liegt bei nur gut vier Stunden, beim Tania sind es rund 4:40 Stunden. Bei intensiver Nutzung bedeutet das: Das Atlas muss häufig schon am Abend an die Steckdose. Wem das kompakte und gleichermaßen günstige Android-Smartphone zusagt, wird sich damit arrangieren müssen.

Weitere Informationen:

Smartphone-Bestenliste
99-Euro-Smartphone: Huawei Ascend Y200 im Test

 
comments powered by Disqus
Inhalt
  1. ZTE Atlas im Test: Günstiger…
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Anzeige
x