Produktion von Kirin-SoCs endet

Huawei gehen die Smartphone-Prozessoren aus

Die Produktion von Huaweis High-End-Prozessoren endet im September. Grund ist das US-Embargo. Was bedeutet das für kommende Top-Smartphones?

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Der Huawei-Prozessor Kirin 990 im Größenvergleich mit dem Huawei P30 Pro. Ist das der letzte High-End-Prozessor von Huawei?

Huaweis Smartphone-Produktion habe "keine Chips und keine Vorräte" mehr. So drastisch formulierte Richard Yu, der Chef von Huaweis Mobilsparte, laut AP die Situation des Herstellers. Auf einer Branchenkonferenz in China sprach er über die Folgen, die das US-Handelsembargo für Huawei hat.

Keine Produktion für High-End-SoCs

Im Mai hatte die US-Regierung die Handelsbeschränkungen gegen Huawei auch auf Zulieferer des Herstellers ausgeweitet, die mit US-Technologien produzieren. Seitdem haben die Chip-Hersteller, die für Huawei produzieren, keine neuen Aufträge mehr angenommen. Dies dürfte vor allem TSMC betreffen, der für Huawei unter anderem den Top-Prozessor Kirin 990 herstellt. Die derzeitige Produktion von bestehenden Aufträgen endet am 15. September.

Huawei entwickelt zwar das Design der Kirin-SoCs, hat derzeit aber keine Möglichkeiten, diese selbst zu produzieren. Einen Teil der Produktion soll der chinesische Hersteller SMIC übernehmen. Dies dürfte sich vorerst aber auf Chips für günstigere Smartphones beschränken. Denn laut The Motley Fool liegt SMIC in seinen Möglichkeiten derzeit zwei Prozessorgenerationen hinter TSMC.

Huawei Mate 40: Letztes Topmodell mit Kirin-Prozessor?

Das Huawei Mate 40, das im Oktober vorgestellt werden soll, könnte also das letzte Top-Modell des Herstellers mit Kirin-Chipsatz sein. Und bereits hier wird die Produktion wohl deutlich niedriger ausfallen. Yu deutete an, dass die Smartphone-Verkäufe in diesem Jahr wohl unter der Marke von 240 Millionen aus dem Vorjahr liegen dürften - und das, wo Huawei im zweiten Quartal 2020 erstmals Samsung bei den weltweiten Smartphone-Verkäufen überholt hatte.

Für die künftige Produktion von High-End-Smartphones könnte Huawei darauf hoffen, dass Chip-Hersteller wie MediaTek, Samsung und TSMC Produktionsstraßen aufbauen, die keine Komponenten mit US-Technologie benötigen. Gleichzeitig setzt sich Qualcomm für eine Aufhebung oder Lockerung der Sanktionen ein, um selbst wieder 5G-Modems und Chips an Huawei liefern zu können, wie das Wall Street Journal berichtet. Der US-Hersteller fürchtet andernfalls Ausfälle in Milliardenhöhe.

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