Handelsstreit

Huawei: Trump verlängert US-Embargo mit verschärften Regeln

US-Präsident Trump hat das Handelsembargo gegen Huawei verlängert. Neue Regelungen erschweren außerdem den Zugang zu Halbleiter-Technologie.

© Huawei

Seit mittlerweile einem Jahr steht Huawei auf einer Blacklist der USA.

Mittlerweile seit einem Jahr steht Huawei auf einer Schwarzen Liste des US-Handelsministeriums. Am 15. Mai 2019 hatte US-Präsident Donald Trump ein Dekret unterzeichnet, das US-Unternehmen Geschäfte mit ausländischen Firmen verbietet, die eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen könnten. Besonders prominent betroffen von diesem Handelsembargo ist seither Huawei.

US-Dekret verlängert

Ein Ende des Handelsstreits ist auch ein Jahr später nicht in Sicht. Jetzt hat Trump das Dekret um ein weiteres Jahr verlängert, wie Reuters berichtet. Huawei und auch ZTE bleiben weiterhin auf der Schwarzen Liste. Doch auch eine temporäre Lizenz, die es US-Unternehmen erlaubt, unter bestimmten Bedingungen weiterhin Geschäfte mit diesen Firmen zu machen, soll verlängert werden. Seit Inkrafttreten des Embargos gibt es immer wieder Ausnahmegenehmigungen, die laufende Geschäfte weiterhin ermöglichen.

Dennoch können Huawei und die Tochterfirma Honor neue Smartphones seit letztem Jahr nicht mehr mit Google-Diensten ausliefern und müssen für das Betriebssystem auf das Android Open Source Project (AOSP) zurückgreifen, da die benötigten Android-Lizenzen von Google fehlen. Neue Topmodelle wie Huawei Mate 30 Pro und Huawei P40 Pro sind mit Huawei Mobile Services und ohne den Google Play Store erschienen, andere Modelle werden auf Basis von älteren noch lizenzierten Smartphones mit Google-Diensten veröffentlicht, etwa das Huawei P30 Pro New Edition.

Neue Regelungen beschränken Chiphersteller

Auch könnten neue Regelungen, die das Handelsministerium kurz nach Verlängerung des Dekrets erlassen hat, das Leben für Huawei erneut erschweren. Wie Reuters berichtet, benötigen Chiphersteller künftig auch dann eine Lizenz für den Verkauf von Halbleiter-Technologie an Huawei, wenn die Produktion mit Hilfe von US-Technologie außerhalb der USA erfolgt.

Damit könnte für Huawei der Nachschub an Smartphone-Prozessoren einbrechen, da auch viele Chiphersteller außerhalb der USA für ihre Produktion auf US-Patente angewiesen sind oder Ausrüstung von US-Firmen nutzen. Von der neuen Regelung betroffen wäre etwa der taiwanische Hersteller TSMC, der zu den wichtigsten Ausrüstern von Huawei zählt. 

Vorerst gilt eine Frist von 120 Tagen, in denen Chips, die sich bereits in Produktion befinden, noch ausgeliefert werden dürfen. Anschließend benötigen auch diese Hersteller eine Ausnahmegenehmigung für den Handel mit Huawei. China hat unterdessen Gegenmaßnahmen angekündigt und droht mit Beschränkungen für US-Unternehmen wie Cisco, Qualcomm und Apple.

Mehr zum Thema

Aktuelle Angebote im Google Play Store

Spiele, Wetter, Musik & Co.: Wir listen die besten Deals im Google Play Store - aktuell mit Square Home Key Launcher, Cluedo und mehr.
Bundle mit Kopfhörer

Im Tagesangebot von Amazon gibt es das Huawei P40 oder das Huawei P40 Pro im Bundle mit den Freebuds 3. Lohnt sich das Angebot?
Notebook im Tagesangebot

Laptop-Schnäppchen im Sommerangebot: Online-Händler Amazon wartet mit einem Huawei-Notebook auf. Doch Interessierte müssen sich schnell entscheiden.
Maßnahmen gegen Android-Fragmentation

Die Installationszahlen von Android 10 steigen deutlich schneller als bei den Vorgängern. Für Android 11 hat Google weitere Verbesserungen geplant.
Aktualisierte und neue Designs

Heute ist Welt-Emoji-Tag. Passend dazu zeigt Google, welche neuen Emojis mit dem Android 11 Update eingeführt werden. Auch Gboard erhält ein Update.