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Studie zur Smartphone-Zuverlässigkeit gelöscht

Das iPhone 6 ist Apples unzuverlässigstes Smartphone und Samsung kämpft bei Android-Herstellern mit den meisten Defekten. So das Ergebnis einer Studie. +++ Update: Studie wurde entfernt +++

Highend-Smartphones

© Hersteller

Das Angebot an Smartphones ist riesig. Welcher Hersteller überzeugt in Sachen Zuverlässigkeit?

+++ Der Artikel wurde ursprünglich am 16. Juli 2018 verfasst. Am 20. Juli 2018 haben wir ein Update mit einer näheren Einordnung der Studienergebnisse veröffentlicht. Inzwischen wurde die Studie durch den Urheber entfernt. +++

+++ Originalartikel vom 16.07.2018 +++

iPhone 6 unzuverlässigstes Apple-Smartphone - Samsung Galaxys anfälligste Android-Phones

Die Sicherheitsfirma Blancco führte eine Studie durch. Diese soll die Frage beantworten, bei welchen Smartphones Besitzer mit den meisten technischen Problemen rechnen müssen. Als Zeitraum für die Untersuchung gibt Blancco den 1. Januar bis 30. März 2018 an. Blancco führt Software-Diagnosen und Datenlöschungen unter anderem bei Smartphones durch. Als Grundlage für die Studie dienten Smartphones, bei denen Händler oder Mobilfunkanbieter Diagnose-Tests mit der Blancco-Software durchgeführt haben. Dabei führte das iPhone 6 die Liste mit 22 Prozent Fehlerrate an. 

Insgesamt wiesen 15,2 Prozent der getesteten iOS-Geräte und 18,9 Prozent der getesteten Android-Geräte Fehler bei der Diagnose auf. Bei den Android-Geräten führt Samsung die Liste der anfälligsten Smartphones an. Mit Galaxy S7 (9 Prozent Fehleranfälligkeit), Galaxy S7 Edge (8 Prozent) und Galaxy S5 (5 Prozent) seien mehrere Samsung-Geräte in den Top 10. Insgesamt zeigten laut der Studie rund 27 Prozent der getesteten Samsung-Geräte Leistungsprobleme.

Bei der Hardware der Apple iPhones sind das Headset zusammen mit dem Mikrofon (4,4 Prozent), der Auto-Fokus (2,8 Prozent) und Bildschirm (2,2 Prozent) am häufigsten für Fehler anfällig. Die Android-Fehlerstatistik von Hardware führt der Menü-Button mit 13,8 Prozent an. Gefolgt von 3,2-Prozent-Fehlerrate bei Headset und Mikrofon. In  2,4 Prozent aller Fälle macht die Frontkamera Probleme. 

Unter der Kategorie Leistungsprobleme treten bei Apple-Smartphones mit 9 Prozent am häufigsten Schwierigkeiten bei der Bluetooth-Funktion auf. Defekte von Wi-Fi-Modul und Headset sind mit 8 Prozent knapp dahinter. Blancco stellte bei Android in 34 Prozent aller Fälle Leistungsprobleme fest, bei 14 Prozent Schwierigkeiten mit der Kamera und bei 9 Prozent aller getesteten Android-Geräte ist das Mikrofon unzuverlässig. 

Lesetipp: Android-Apps verschicken heimlich Screenshots

Ein Jahr zuvor, in der Blancco-Studie im Q1 2017 ermittelte das Unternehmen Performance-Schwierigkeiten in "nur" 10 Prozent aller Fälle. Veraltete Software und fehlende Updates könnten den hohen Anteil von 34 Prozent Leistungsproblemen erklären. Bis Ende März 2018 lief auf 8,2 Prozent aller Android-Smartphones Nougat 7.1, rund 5 Prozent nutzen die aktuelleste Version Android 8.0 bzw. Android 8.1. Der Großteil der Geräte begnügte sich aber mit älteren Betriebssystemen. Apples aktuellstes Betriebssystem iOS 11 war mit 74,3 Prozent dagegen das meist verbreitetste.

Apple-Geräte mit den wenigsten Schwierigkeiten von 3 Prozent sind das iPhones X und iPhone 8 Plus. Von den Android-Herstellern in den Top 10 der Studie schneidet OnePlus mit 2,5 Prozent Fehleranfälligkeit am besten ab. AppleInsider berichtete über die Blancco-Studie.

+++ Update vom 20.07.2018 +++

Einordnung der Studienergebnisse

Gegenüber Android Authority hat ein Mitarbeiter von Blancco den Ablauf und die Ergebnisse der Studie mittlerweile kommentiert und näher eingeordnet. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass sich die Ergebnisse auf solche Geräte beziehen, die zur Diagnose oder Datenlöschung zu Mobilfunkanbietern und Geräteherstellern gebracht wurden und damit nicht unbedingt einen repräsentativen Querschnitt aller im Umlauf befindlichen Smartphones darstellen.

So teste das Unternehmen eine große Anzahl an Apple- und Samsung-Geräten. Dies könne sich auch auf die gemessene Fehlerrate und die allgemeine Dominanz dieser Geräte in der Liste auswirken. Zudem müsse man bedenken, was bei dem Test als Fehler eingestuft werde. Dabei könne es sich auch um Kleinigkeiten handeln, die einem Nutzer im Alltag vielleicht gar nicht auffallen würden. Ein Händler dagegen, der ein Smartphone als Second-Hand-Gerät wieder verkaufen wolle, müsste den Fehler zuvor beheben.

Dies ist auch die Zielgruppe, an die sich die Studie vornehmlich richtet. So ist das Ziel der Blancco-Studie, Händlern und Herstellern aufzuzeigen, auf welche Problemfelder sie bei der Reparatur und Aufbereitung von Smartphones besonders achten sollten.

+++ Update vom 23.07.2018 +++

Studie zur Smartphone-Zuverlässigkeit gelöscht

Blancco hat seine aktuelle Studie zur Smartphone-Zuverlässigkeit mittlerweile entfernt, nachdem Kritik am Zustandekommen der Zahlen und der Repräsentativität der Studie laut geworden war. Vorherige Studien der Firma, etwa aus dem Q4/2017, sind dagegen noch erreichbar.

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