Vom Internetphänomen zum Risiko

Momo auf Whatsapp, Youtube und mehr: Entwarnung für mysteriöses Grusel-Monster

Momo erschreckt Nutzer von Whatsapp oder Youtube mit einem gruseligen Profilbild und fragwürdigen Nachrichten. Die wichtigsten Infos zum Internet-Hoax.

Ping-Anrufe Abzocke

© chajamp - fotolia.com

Diese junge Frau ist nicht Momo auf Whatsapp. Diese sehen Sie, wenn Sie im Artikel unten auf den Link zur Polizeiwarnung aus Spanien klicken.

Weiterhin berichten Nutzer auf Whatsapp, Youtube und mehr von irritierenden oder gar verstörenden Begegnungen mit einem Online-Pseudonym namens Momo. Dieses sorgt für Unruhe oder zumindest Fragezeichen, kann aber auch gefährlich sein. Der oder die unbekannten Verantwortlichen verwenden auf Whatsapp beispielsweise ein Profilbild mit einer Figur, die älteren japanischen Horrorfilmen hätte entstammen können. Der plötzlich auftauchende Kontakt soll anschließend die Kommunikation aufnehmen oder ggf. erwidern, rätselhafte Nachrichten oder gruselige Horrorbilder schicken.

In jüngeren Fällen habe es Momo angeblich auf Youtube geschafft, und dort anscheinend in beliebte Kategorien für Kinder - genauso wie in die separate Youtube-Kids-Sektion. Dort sollen laut einem kursierenden Rundschreiben Videos zu finden sein, die beliebten Sendungen für Kinder nachempfunden sind. Diese Videos sollen harmlos beginnen und später obszöne Sprache und sogar gefährliche Handlungsaufforderungen enthalten.

Der Sicherheitsblog Mimikama.at berichtet über Momo und fasst zusammen: Es ist ein gemeiner Scherz, ein Hoax! Nutzer sollten Momo ignorieren und nach Möglichkeit als Kontakt sperren. Entsprechende Videos auf Youtube sollten Sie ebenso keine Beachtung schenken. Eltern sollten die Internetnutzung Ihrer Kinder im Auge behalten und ihren Kindern erklären, dass sich unbekannte Menschen lediglich einen schlechten Scherz erlauben..

Whatsapp-Momo: Rätselraten um mysteriösen Grusel-Account

Anfangs trat das Phänomen vorrangig in spanischsprachigen Ländern auf, anschließend sind auch englischsprachige und ebenso hiesige Medien auf das Thema aufmerksam geworden. Über den Ursprung ist nichts bekannt, angeblich soll hinter dem Original-Account eine japanische Nummer stecken. Das Phänomen fand im Fokus des gestiegenen Interesses schnell Nachahmer und förderte unabhängig davon Berichte zutage, die nur schwer zu verifizieren sind.

Lesetipp: Whatsapp-Kontakte blockieren und freigeben

Wie die Nachrichtenwebseite watson.de über das Phänomen schreibt, wurden auch schon mexikanische oder kolumbianische Telefonnummern mit Whatsapp-Momo in Verbindung gebracht. Zudem wurde das Rätsel um das Bild längst gelöst. Es handelt sich um eine Skulptur von 2016 aus einer japanischen Kunstausstellung. Auf Youtube machen sich Videoblogger das Phänomen zunutze und filmen sich bei einer angeblich erfolgreichen Kontaktaufnahme – sogar mit kurzem Anruf, inklusive mysteriös klingender Hintergrundgeräusche. Wie ernst zu nehmen das ist, können Sie hier selbst entscheiden

Momo: Keine endgültige Erklärung

Bislang gibt es keine endgültige Erklärung für das Phänomen. Die bisherigen Indizien führen watson.de zu der Annahme, dass es sich bei Momo schlicht um einen Fake, bzw. Internetscherz handelt. Einer oder mehrere Nutzer haben wohl einen Account namens Momo erstellt, diesen mit dem besagten Profilbild ausgestattet und wenigstens eine Mobilfunknummer verbreitet. Das muss so Eindruck geschunden haben, dass Momo nun weltweit bekannt ist. Wie die Nummer anfangs bei den ersten "Opfern" auf das Smartphone gelangte, bleibt ungeklärt. Auf der Seite knowyourmeme.com, die Internetphänomene erklärt, befindet sich eine Chronologie zum Werdegang von Momo.

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Quelle: connect
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