Vom Internetphänomen zum Risiko

Whatsapp Momo: Rätselraten um mysteriösen Grusel-Account

Seit kurzer Zeit gibt ein Whatsapp-Account namens Momo mit einem gruseligen Profilbild und seltsamen Nachrichten Rätsel auf. Was steckt dahinter?

Ping-Anrufe Abzocke

© chajamp - fotolia.com

Diese junge Frau ist nicht Momo auf Whatsapp. Diese sehen Sie, wenn Sie im Artikel unten auf den Link zur Polizeiwarnung aus Spanien klicken.

Viele Whatsapp-Nutzer berichten von einem Account namens Momo, der für Unruhe oder zumindest Fragezeichen sorgt. Der oder die unbekannten Nutzer verwenden ein Profilbild mit einer Figur, die älteren japanischen Horrorfilmen hätte entstammen können. Der angeblich plötzlich aufgetauchte Smartphone-Kontakt soll anschließend die Kommunikation aufnehmen oder ggf. erwidern, rätselhafte Nachrichten oder gruselige Horrorbilder schicken.

Anfangs trat das Phänomen vorrangig in spanischsprachigen Ländern auf, mittlerweile sind auch englischsprachige und ebenso Deutschland auf das Thema aufmerksam geworden. Über den Ursprung ist nichts bekannt, angeblich soll hinter dem Original-Account eine japanische Nummer stecken. Das Phänomen fand im Fokus des gestiegenen Interesses schnell Nachahmer und förderte unabhängig davon Berichte zutage, die nur schwer zu verifizieren sind.

Lesetipp: Whatsapp-Kontakte blockieren und freigeben

Wie die Nachrichtenwebseite watson.de über das Phänomen schreibt, wurden auch schon mexikanische oder kolumbianische Telefonnummern mit Whatsapp-Momo in Verbindung gebracht. Zudem wird das Rätsel um das Bild gelöst. Es handle sich um eine Skulptur von 2016 aus einer japanischen Kunstausstellung. Auf Youtube machen sich Videoblogger das Phänomen zunutze und filmen sich bei einer angeblich erfolgreichen Kontaktaufnahme – sogar mit kurzem Anruf, inklusive mysteriös klingender Hintergrundgeräusche. Wie ernst zu nehmen das ist, können Sie hier selbst entscheiden

Momo: Keine endgültige Erklärung

Bislang gibt es keine endgültige Erklärung für das Phänomen. Die Indizien führen watson.de zu der Annahme, dass es sich bei Momo schlicht um einen Fake, bzw. Internetscherz handelt. Einer oder mehrere Nutzer haben wohl einen Account namens Momo erstellt, diesen mit dem besagten Profilbild ausgestattet und wenigstens eine Mobilfunknummer verbreitet. Das muss so Eindruck geschunden haben, dass Momo nun weltweit bekannt ist. Wie die Nummer anfangs bei den ersten "Opfern" auf das Smartphone gelangte, bleibt ungeklärt. Auf der Seite knowyourmeme.com, die Internetphänomene erklärt, befindet sich eine noch unbestätigte Chronologie zum Werdegang von Momo.

Vom Internetphänomen zum Risiko

Nutzer weltweit könnten sich nun auf die Suche nach dem Kontakt machen. Trittbrettfahrer könnten dies wiederum ausnutzen und Ihnen in Gesprächen sensible Informationen entlocken und gegen Sie einsetzen. Entsprechend gab es in Spanien schon eine Warnung der Polizei, die auch das besagte Momo-Profilbild zeigt.

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Quelle: connect
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